Wahlen · Rom

Italienischer Senat verabschiedet Wahlrechtsänderung mit Präferenzstimmen und blockierten Listenköpfen

Der italienische Senat stimmte mit 97 zu 67 Stimmen für einen Mehrheitsänderungsantrag, der Präferenzwahlstimmen bei gleichzeitiger Beibehaltung blockierter Listenführer einführt und damit den Weg für eine Schlussabstimmung am 15. September 2026 ebnet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, Rai news, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. 10. September 2026, NachmittagSenat lehnt oppositionellen Unteränderungsantrag zu reinen Präferenzen mit 99 zu 68 Stimmen ab
  2. 10. September 2026, AbendSenat billigt Mehrheitsänderungsantrag zum Präferenzwahlrecht mit 97 zu 67 Stimmen
  3. 15.09.Geplante abschließende Senatsabstimmung über das Wahlreformgesetz
  4. 27.09.Nachwahl zur Abgeordnetenkammer in Reggio Calabria

Senat billigt Präferenzmechanismus mit blockierten Listenführern

Der italienische Senat billigte am 10. September 2026 den gemeinsamen Änderungsantrag der Regierungsmehrheit zum Wahlreformgesetz, der einen Präferenzwahlmechanismus etabliert, der blockierte Listenköpfe beibehält. Die Maßnahme wurde mit 97 Stimmen dafür, 67 dagegen und zwei Enthaltungen angenommen. Nach dem verabschiedeten Rahmen können Wähler bis zu drei Präferenzstimmen abgeben, wobei unter den sechs auf dem Stimmzettel aufgeführten Namen eine zwingende Geschlechteralternierung gilt. Wenn ein Wähler mehrere Kandidaten ohne Beachtung der Geschlechteralternierung auswählt, werden die zweite und dritte Präferenz automatisch annulliert. Die Geschlechteralternierungsregel gilt ab dem Kandidaten, der direkt unter dem von der Partei ausgewählten Listenführer platziert ist. Das Reformpaket beseitigt auch die 60-zu-40-Geschlechterquote für Listenführer, die zuvor im Rahmen des Rosatellum-Wahlsystems vorgeschrieben war.

Senatsabstimmung über Mehrheitsänderungsantrag zum WahlrechtStimmen
Dafür
97 Stimmen
Dagegen
67 Stimmen
Enthaltungen
2 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Niederlage des oppositionellen Unteränderungsantrags

Früher in der Sitzung lehnte die Versammlung einen oppositionellen Unteränderungsantrag ab, der von Senator Dario Parrini von der Demokratischen Partei eingebracht worden war. Der Vorschlag zielte darauf ab, blockierte Listenköpfe vollständig zugunsten offener Präferenzwahlstimmen zu beseitigen, scheiterte jedoch mit 68 Stimmen dafür und 99 dagegen. Die Regierung nahm vor der Abstimmung eine neutrale Haltung ein und überließ die Entscheidung dem Plenum, was zu lautstarken Rufen und „Schande“-Rufen von den Oppositionsbänken führte. Alle anderen Oppositionsänderungsanträge wurden abgelehnt, mit der einzigen Ausnahme einer technischen redaktionellen Änderung, die einstimmig angenommen wurde. Lucio Malan, Fraktionsvorsitzender der Fratelli d'Italia im Senat, stellte fest, dass seine Partei zuvor offene Präferenzen in der Abgeordnetenkammer unterstützt hatte, wo die Maßnahme mit einer einzigen Stimme gescheitert war, und argumentierte, dass die Demokratische Partei blockierte Listenköpfe unter Matteo Renzis Italicum-Gesetz akzeptiert hatte.

„Zwischen einem instrumentellen Änderungsantrag der Opposition zu Präferenzen und der Wahrung von Mehrheitsabkommen haben wir keine Zweifel: Wir halten unser Wort und stimmen gegen diesen Änderungsantrag.“

Lucio Malan, Fraktionsvorsitzender

Opposition greift Koalition wegen Widersprüchlichkeit an

Oppositionsparteiführer kritisierten die Mitte-Rechts-Abstimmung als Rückzug von früheren Zusagen, von der Partei ernannte Parlamentarier abzuschaffen. Francesco Boccia, Fraktionsvorsitzender der Demokratischen Partei im Senat, bezeichnete das Gesetz als verfassungswidriges Durcheinander, das darauf abziele, die Parteikontrolle über gewählte Amtsträger aufrechtzuerhalten, während Alessandra Maiorino, Senatorin der Fünf-Sterne-Bewegung, den Text als „Täuschungsänderungsantrag“ bezeichnete. Luca Pirondini, Fraktionsvorsitzender der Fünf-Sterne-Bewegung im Senat, erklärte, dass blockierte Parteilisten faktisch bestehen blieben. Italia-Viva-Chef Matteo Renzi verwies auf Melonis Reden aus dem Jahr 2014, in denen sie forderte, dass Kandidaten ohne Wählerunterstützung nicht im Parlament sitzen sollten, und Elly Schlein, Sekretärin der Demokratischen Partei, erklärte, dass die Opposition sich gegen einen übermäßigen Mehrheitsbonus vereinen werde, der mit umfassenderen Premierministerreformen verbunden sei.

„Präferenzstimmen bei der Parlamentswahl gab es seit 1993 nicht mehr, also fast 35 Jahre. Heute kehren sie zurück, weil die Mitte-Rechts-Koalition sich dafür entschieden hat, sie auf Vorschlag der Fratelli d'Italia wieder einzuführen.“

Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin Italiens und Vorsitzende

Breitere politische Folgen und Zeitplan

Vor der Senatssitzung forderte Roberto Vannacci, Gründer von Futuro Nazionale, die Fratelli d'Italia auf, offene Präferenzen zu unterstützen, und argumentierte, dass Koalitionspartner um geschützte Sitze fürchteten. Galeazzo Bignami, Fraktionsvorsitzender der Fratelli d'Italia in der Abgeordnetenkammer, antwortete, dass die Reform die Entscheidungsbefugnis an die Bürger zurückgebe, indem sie vollständig geschlossene Listen beende. Die Abstimmung erfolgt vor einer Nachwahl in Reggio Calabria am 27. und 28. September 2026, um den Sitz in der Abgeordnetenkammer zu besetzen, den Francesco Cannizzaro von Forza Italia nach seinem Sieg bei den Kommunalwahlen im Juni freigegeben hatte. Die Führer der Mitte-Rechts-Koalition vereinbarten, ihre Abstimmungsdisziplin für die abschließende Senatsabstimmung über das vollständige Wahlreformgesetz beizubehalten, die für Dienstag, den 15. September 2026, angesetzt ist.

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