Am 16. Oktober griffen Siedler eine Olivenernte in Abu Falah an, einem Dorf bei Ramallah im besetzten Westjordanland. Augenzeugen berichteten Reuters, etwa 80 maskierte Personen, einige mit Gasflaschen, seien von einem Hügel oberhalb eines terrassierten Hains herabgekommen, in dem sich Dorfbewohner versammelt hatten, hätten Olivenbäume in Brand gesetzt und Steine geworfen. El Mundo berichtete, etwa 50 Siedler hätten teilgenommen, während Levine selbst in einem Video aus dem Krankenhaus von mindestens 50 maskierten Männern sprach. Levine, eine erfahrene Fotojournalistin, die über Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten berichtet hat, war zusammen mit anderen Journalisten und Aktivisten im Einsatz, als der Angriff begann.
Nach ihrer Schilderung wurde sie zu Boden gestoßen und etwa zehn Minuten lang getreten. Die Post teilte mit, sie habe vier gebrochene Wirbel, eine gebrochene Rippe und Hautabschürfungen am ganzen Körper erlitten und sei in Krankenhäusern in Ramallah und in Israel behandelt worden. Die Foreign Press Association erklärte, die Angreifer hätten ihr zudem Pass, Telefon, Geldbörse und Ausrüstung gestohlen. In einem Video beschrieb sie den Angriff aus dem Krankenbett.
„Zum Glück hatte ich meine Splitterschutzweste und meinen Helm, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht mehr hier, weil sie einfach immer weiter auf mich eingetreten haben.“
Das Büro Netanyahus schrieb auf X, die Fakten rund um die Konfrontation bei Abu Falah seien weiterhin unklar und würden untersucht. Es hieß, Berichte deuteten darauf hin, dass etwa 200 Araber und linksextreme Aktivisten etwa 40 israelischen Jugendlichen gegenübergestanden hätten, und andere Aufnahmen zeigten offenbar, wie Levine zu Boden gestoßen und von derselben nicht identifizierten Person wieder auf die Beine geholfen worden sei. Die Erklärung verurteilte Gewalt gegen jedermann und kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Chefredakteur der Post, Matt Murray, antwortete am 16. Oktober auf X. Die Zeitung hatte zuvor mitgeteilt, Levine habe sichtbare Kennzeichnungen getragen, die sie als Journalistin auswiesen, und erklärt, sie sei über den Angriff empört. Murray schrieb:
„Um es klarzustellen: Manche Fakten sind weder umstritten noch unklar. Unsere Fotografin war deutlich als Presse gekennzeichnet. Sie wurde eindeutig geschlagen.“
Das israelische Militär teilte mit, Soldaten und Grenzpolizei hätten nach ihrem Eintreffen am Ort sogenannte Warnschüsse abgegeben, und in einem Fall hätten Truppen das Feuer auf eine Person eröffnet, die sie für eine Bedrohung hielten. Soldaten setzten zudem Tränengas gegen die anwesenden Palästinenser ein. Nach Angaben von zwei Aktivisten und einem Sanitäter des Palästinensischen Roten Halbmonds, die El Mundo zitierte, schoss ein Soldat einem Palästinenser ins Bein. Die Armee erklärte, sie habe auf einen Verdächtigen geschossen, der mit einem scharfen Gegenstand auf die Truppen zulief, doch El Mundo berichtete, Aufnahmen aus dem Moment zeigten, dass es sich bei dem Gegenstand um einen Olivenkamm handelte. Rai berichtete, ein Reuters-Fotograf habe gesehen, wie mindestens ein bewaffneter Siedler schoss.
Dov Lior, ein prominenter Rabbiner, geboren 1933 in Polen, erließ am 16. Oktober ein religiöses Rechtsgutachten, das Siedlern erlaubt, palästinensische Oliven zu nehmen. Das Gutachten argumentiert, palästinensische Grundbesitzer, die während der Ernte ihre Bäume nicht erreichen konnten, seien in den Jahren, in denen sie Zugang hatten, entschädigt worden, und Juden dürften die Oliven pflücken, um Eigentum an dem Land geltend zu machen. Der Religionsrat der Siedlungen von Gush Etzion nannte die Ernte Diebstahl, Gotteslästerung und einen moralischen Defekt, sodass nicht alle religiösen Führer den Aufruf unterstützten.
Al Jazeera berichtete, bei 34 Angriffen israelischer Kräfte und Siedler am 16. Oktober seien mindestens 19 Menschen verletzt worden. Am Samstag, dem 17. Oktober, wurden nach Angaben der Palestine Red Crescent Society sechs Menschen verletzt, darunter vier Frauen und ein Kind, als Siedler Bewohner von Ma'in im Gebiet Masafer Yatta angriffen. Die Al-Jazeera-Reporterin Nour Odeh zählte seit Anfang Oktober 300 dokumentierte Angriffe.
Die Gewalt ereignet sich wenige Wochen vor den israelischen Wahlen, bei denen rechtsextreme Parteien um die Unterstützung der Siedler werben.
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Pollar unterstützenKonflikte · Abu Falah und Ramallah
Die Fotojournalistin der Washington Post, Heidi Levine, erlitt vier gebrochene Wirbel und eine gebrochene Rippe, nachdem maskierte Siedler sie am 16. Oktober in Abu Falah angegriffen hatten. Ihre Zeitung wies die Darstellung des Büros von Netanyahu zurück, die Faktenlage sei unklar.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, Rai news, Deutsche Welle und weiteren Medien. Geändert .