
Israel trägt gegen Irland im Nations-League-Spiel in Serbien schwarze Armbinden
Israels Fußballer werden beim Nations-League-Spiel gegen Irland am Sonntag in Serbien schwarze Armbinden mit der Aufschrift 7.10 tragen, um an den Jahrestag des Angriffs von 2023 zu erinnern.
Gedenkarmbinden in Bačka Topola
Israels Männer-Nationalmannschaft wird beim UEFA-Nations-League-Spiel gegen Irland am Sonntag in Bačka Topola in Serbien schwarze Armbinden mit der Aufschrift „7.10“ tragen. Die Partie, die um 20:45 Uhr angepfiffen werden soll, findet drei Tage vor dem dritten Jahrestag der von der Hamas angeführten Angriffe vom 7. Oktober 2023 statt. Der europäische Fußballverband UEFA genehmigte die visuelle Ehrung nach einer direkten Anfrage israelischer Fußballfunktionäre. Das Spiel wird in Serbien ausgetragen, weil israelische Teams wegen der regionalen Sicherheitslage keine Heimspiele auf eigenem Boden austragen können.
Der israelische Fußballverband bestätigte die Genehmigung des Verbands vor der Partie.
Die UEFA hat dem Antrag des israelischen Fußballverbands stattgegeben, dass die Nationalmannschaft beim Spiel am Sonntag eine schwarze Armbinde zum Gedenken an die am 7. Oktober Ermordeten trägt.
Proteste und Spielerboykott im Hinspiel
Das Spiel am Sonntag folgt auf ein Hinspiel am 27. September in Debrecen in Ungarn, bei dem Irland unter politischen Demonstrationen einen 3:0-Sieg errang. Während dieser Partie trugen irische Spieler schwarze Armbinden, um gegen den Krieg in Gaza zu protestieren, und hielten während der gesamten israelischen Nationalhymne die Köpfe gesenkt. Die Mannschaften verzichteten auf den traditionellen Wimpelaustausch vor dem Spiel, und die Kapitäne gaben sich weder vor dem Anpfiff noch nach dem Schlusspfiff die Hand.
- Hamas-Angriff auf Israel fordert 1.221 Tote und mehr als 250 Verschleppte
- Waffenruhe in Gaza vereinbart, doch es kommt weiterhin regelmäßig zu tödlichen Angriffen
- Irland besiegt Israel in Debrecen mit 3:0, irische Spieler protestieren
- Pressekonferenz von Heimir Hallgrímsson nach Auseinandersetzungen mit Medienvertretern vorzeitig beendet
- Israel trifft in Bačka Topola mit Gedenkarmbinden 7.10 auf Irland
Begleitet wurde das Geschehen auf dem Platz in Ungarn von konkreten Spielerprotesten. Nach dem Treffer zum 3:0-Endstand nahm der irische Angreifer Jack Moylan seine schwarze Armbinde ab und küsste sie. Irlands Ersatztorwart Gavin Bazunu boykottierte die Partie in Debrecen und wird auch beim Spiel am Sonntag in Serbien fehlen. Obwohl Teile der Öffentlichkeit in Irland einen vollständigen Boykott der Spiele forderten, lehnten Mannschaft und nationaler Verband einen kompletten Rückzug ab.
Störung der Pressekonferenz und Sicherheitsvorkehrungen
Politische Reibungen setzten sich am Samstag auch bei den administrativen Pflichten vor dem Spiel fort. Eine Pressekonferenz mit Irlands isländischem Trainer Heimir Hallgrímsson wurde nach Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des irischen Trainerstaabs und israelischen Journalisten vorzeitig beendet. Irland hat eine lange Tradition öffentlicher Unterstützung für die palästinensische Sache, was die erhöhte Aufmerksamkeit um beide Nations-League-Partien verstärkte. Das Aufeinandertreffen in Bačka Topola bildet den Abschluss der Zwei-Spiele-Serie zwischen den Teams in diesem Länderspielfenster.
Opferzahlen und anhaltender regionaler Konflikt
Die sportlichen Begegnungen finden vor dem Hintergrund des am 7. Oktober 2023 begonnenen Konflikts statt, als Hamas-Kämpfer 1.221 Menschen in Israel töteten und mehr als 250 Geiseln verschleppten. Die anschließenden Militäroperationen im Gazastreifen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza, die die Vereinten Nationen als glaubwürdig einstufen, mehr als 74.000 Menschen getötet. Obwohl im Oktober 2025 eine formelle Waffenruhe in Kraft trat, kommt es in dem Gebiet weiterhin regelmäßig zu tödlichen Angriffen, während sich die beiden Nationalmannschaften auf ihr Spiel in Serbien vorbereiten.


