
Novak Djokovic besiegt Alexander Zverev in Peking und erreicht das Halbfinale der China Open
Novak Djokovic hat bei den China Open einen Satzrückstand wettgemacht und den Weltranglistenzweiten Alexander Zverev mit 4:6, 6:4, 6:4 bezwungen – und damit Jannik Sinners Rang als Nummer eins der Welt gewahrt.
Dreisatzsieg in Peking
Novak Djokovic hat am Sonntag das Halbfinale der China Open erreicht und im Viertelfinale den Weltranglistenzweiten Alexander Zverev in drei Sätzen bezwungen. Der 39-jährige Serbe kam nach verlorenem ersten Satz zurück und sicherte sich auf den Hartplätzen der chinesischen Hauptstadt einen 4:6, 6:4, 6:4-Erfolg. Zverev wehrte im letzten Aufschlagspiel des dritten Satzes den ersten Matchball ab, doch Djokovic nutzte die zweite Gelegenheit zum Sieg. Dem Auftritt war am Vortag eine schwierige Partie gegen den Chinesen Yunchaokete Bu vorausgegangen. Mit dem Erfolg buchte Djokovic sein Halbfinalticket und baute seine makellose Bilanz bei dem Turnier in Peking weiter aus.
Folgen für die Weltrangliste
Das Ergebnis verändert unmittelbar das Rennen um die Spitze der ATP-Weltrangliste vor dem Saisonfinale. Zverev war in Peking angetreten mit der Chance, am 19. Oktober den derzeitigen Weltranglistenersten Jannik Sinner an der Spitze abzulösen. Um die Nummer eins zu werden, hätte der Deutsche sowohl den ATP-500-Titel in Peking als auch das anschließende Masters-1000-Turnier in Shanghai gewinnen müssen. Zverev hat über das Kalenderjahr hinweg konstante Ergebnisse geliefert und in einer schwierigen Saison für Sinner und Carlos Alcaraz zwei Grand-Slam-Titel gewonnen, darunter die US Open. Die Viertelfinalniederlage in Peking macht dieses Szenario vorerst zunichte: Sinner verlängert seine Amtszeit als Weltranglistenerster, während Zverev sich auf Shanghai vorbereitet – ohne den Italiener im Teilnehmerfeld.
Meilensteine und Turnierserien
Djokovics Viertelfinalsieg markiert mehrere statistische Meilensteine im Profitennis der Herren. Mit 39 Jahren ist er der älteste Spieler, der seit 1974 einen Gegner aus den Top zwei der Weltrangliste bezwungen hat. Der Erfolg verlängerte zudem seine ungeschlagene Bilanz bei den China Open auf 32 Siege bei null Niederlagen; 2026 war er nach elf Jahren Abwesenheit zu dem Turnier zurückgekehrt. Djokovic hält damit in der Open Era die längste Serie ohne Niederlage bei einem einzelnen Turnier und übertrifft Rafael Nadals 31:0-Start bei den French Open sowie Thomas Musters 20:0-Lauf bei den Mexican Open in Mexiko-Stadt. Seine einzige frühere Niederlage in Peking hatte er 2008 im Halbfinale der Olympischen Spiele gegen Nadal kassiert.
- Novak Djokovic (China Open)
- 32 Siege
- Rafael Nadal (French Open)
- 31 Siege
- Thomas Muster (Mexican Open)
- 20 Siege
Langlebigkeit und künftige Ziele
Das Viertelfinale von Peking steht neben Djokovics Halbfinalsieg bei den Australian Open gegen Sinner als eines seiner stärksten Matchergebnisse der Saison 2026. Der Serbe hat nach dem Karriere-Golden-Slam im Einzel bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, wo er im Finale Carlos Alcaraz mit 7:6(3), 7:6(2) besiegte und damit zu Nadal, Steffi Graf, Serena Williams und Andre Agassi stieß, seinen Turnierplan bewusst ausgedünnt. Obwohl er mit 37 Jahren jeden großen Titel des Sports gewonnen hatte, visiert Djokovic weiterhin die absolute Spitze an – darunter eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Casey Wasserman, Chef des Organisationskomitees von Los Angeles, bestätigte, dass Djokovic wiederholt seine Absicht bekundet, bei künftigen Spielen anzutreten.
Ich komme, und ich spiele.


