Konflikte · Rom und Beirut
Israel und Libanon führen Rom-Gespräche, während Hisbollah-Tunnelnetzwerk in den Mittelpunkt rückt
Heute nehmen israelische und libanesische Vertreter in Rom direkte politische Gespräche wieder auf. Die Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens und das ausgedehnte Tunnelsystem der Hisbollah im Südlibanon stehen im Mittelpunkt der Tagesordnung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, DIE WELT und ZEIT ONLINE. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Israelische und libanesische Vertreter treffen sich am 4. August 2026 in Rom; das Tunnelnetzwerk der Hisbollah wird voraussichtlich ein zentraler Punkt der direkten politischen Gespräche sein.
Das Hisbollah-Tunnelsystem umfasst Kommandozentralen, Waffenlager und Versorgungskorridore, die sich über mehrere Regionen bis in den nördlichen Bekaa-Tal erstrecken, jedoch nicht landesweit miteinander verbunden sind.
Israel hat wiederholt gewarnt, dass die Eliteeinheit Radwan der Hisbollah die Tunnel für einen groß angelegten grenzüberschreitenden Angriff nutzen könnte, ähnlich dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023.
Am Wochenende führte Israel eine der schwersten Zerstörungswellen seit dem Waffenstillstand im Juni durch, darunter die Sprengung eines Tunnels nahe der Burg Beaufort mit rund 700 Tonnen Sprengstoff.
UNIFIL-Friedenstruppen entdeckten im vergangenen Sommer ein ausgedehntes Tunnelnetzwerk im Südlibanon, was das internationale Wissen über die unterirdische Infrastruktur der Hisbollah erweiterte.
Das Rom-Treffen
Vertreter der israelischen und libanesischen Regierung treffen sich am 4. August 2026 in Rom zu weiteren politischen Gesprächen über ihr bilaterales Sicherheitsabkommen. Aus libanesischen Regierungskreisen verlautet, dass das unterirdische Tunnelnetzwerk der Hisbollah ein zentrales Thema sein wird. Die direkten Gespräche finden vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen entlang der israelisch-libanesischen Grenze statt, wo ein seit Juni bestehender fragiler Waffenstillstand durch jüngste israelische Militäroperationen auf die Probe gestellt wurde.
Die unterirdische Infrastruktur der Hisbollah
Die vom Iran unterstützte Hisbollah hat über Jahrzehnte eine unterirdische militärische Struktur aufgebaut, die Israel als direkte Bedrohung betrachtet. Das Tunnelnetzwerk umfasst nach Angaben von Beobachtern und Experten Kommandozentralen, Waffenlager, Abschusspositionen, Versorgungskorridore und geschützte Durchgänge, die es Kämpfern ermöglichen, sich unentdeckt zu bewegen. Das System erstreckt sich über mehrere Regionen und reicht bis in den nördlichen Teil der Bekaa-Ebene, ist jedoch nicht landesweit miteinander verbunden.
„Die Tunnel sind eine 'extrem wichtige' Komponente der militärischen Infrastruktur der Hisbollah.“
Der libanesische Militärexperte Munir Shehadeh erklärte, dass die Verlagerung militärischer Infrastruktur in den Untergrund das Schlachtfeld grundlegend verändert habe. Israel verfügt über überlegene Luftstreitkräfte, Satellitenaufklärung, Drohnen, elektronische Überwachung und präzisionsgelenkte Waffen. Shehadeh sagte, die Tunnelstrategie ziele darauf ab, Kämpfer, Waffen und Kommandozentralen zu schützen und gleichzeitig Operationen unter schweren Luftangriffen aufrechtzuerhalten. Im Laufe der Jahre investierte die Hisbollah massiv in ihre Untergrundkampffähigkeit, und das System erfüllte viele seiner beabsichtigten Ziele, auch wenn es nicht verhindern konnte, dass Israel in den Südlibanon eindrang und bedeutende Teile der militärischen Infrastruktur der Organisation zerstörte. Satellitenbilder zeigen, dass israelische Sprengoperationen in mehreren südlibanesischen Dörfern massive Zerstörungen verursacht haben.
Israelische Warnungen und Operationen
Israel hat wiederholt vor der Gefahr gewarnt, dass Hisbollah-Kämpfer die Tunnel für einen groß angelegten Angriff auf Nordisrael nutzen könnten, der dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 nachempfunden ist. Die Washington Post berichtete vor mehr als zwei Jahren unter Berufung auf einen Hisbollah-Vertreter, dass die Eliteeinheit Radwan für offensive Missionen einschließlich grenzüberschreitender Angriffe auf Israel geschaffen wurde.
Das israelische Militär zerstört seit mehreren Jahren Hisbollah-Tunnel im Libanon, darunter einige, die bis auf israelisches Territorium reichten. Libanesischen Berichten zufolge wurden bei diesen Operationen wiederholt Wohngebäude beschädigt. Die UN-Friedenstruppen im Libanon erklärten ebenfalls, sie hätten im Sommer 2025 ein ausgedehntes Tunnelnetzwerk im Süden des Landes entdeckt. Zuletzt zerstörte die israelische Armee einen Tunnel der schiitischen Gruppe nahe der historisch und strategisch bedeutenden Burg Beaufort im Südlibanon, wobei Berichten zufolge rund 700 Tonnen Sprengstoff eingesetzt wurden. Sowohl israelische als auch libanesische Quellen geben an, dass die Burg selbst keinen Schaden erlitt. Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Wochenende von einer weiteren schweren Zerstörungswelle in mehreren Städten, die als eine der schwersten seit Beginn des Waffenstillstands im Juni beschrieben wurde.
Experteneinschätzung
Experten sehen das Tunnelsystem als kalkulierte Reaktion auf die militärische Überlegenheit Israels. Indem die Hisbollah Vermögenswerte in den Untergrund verlagert, versucht sie, Vorteile in der Luftüberlegenheit und Aufklärung zu neutralisieren. Die Strategie hat jedoch Grenzen: Israelische Bodeninvasionen und präzise Sprengoperationen haben der Infrastruktur der Gruppe dennoch erhebliche Verluste zugefügt, wie Satellitenbilder und Berichte aus dem Südlibanon bestätigen.
„Das Ziel war der Aufbau einer unterirdischen militärischen Infrastruktur, die Kämpfer, Waffen und Kommandozentralen schützt und gleichzeitig Operationen unter intensiven Luftangriffen aufrechterhält.“
Vor diesem Hintergrund wird das heutige Treffen in Rom voraussichtlich zeigen, ob das Sicherheitsabkommen die Tunnelbedrohung angehen kann, während die fragile Ruhe entlang der Grenze erhalten bleibt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Orte
- Rom, Beirut, Washington, D.C.
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