Regierung · Reykjavík
Islands Walfangflotte sticht trotz Protesten und geplantem Verbot wieder in See
Zwei Walfangschiffe von Hvalur sind nach zweijähriger Pause von Reykjavík aus in See gestochen, während ein Aktivist kurzzeitig einen Mast besetzte und die Regierung für diesen Herbst ein vollständiges Verbot vorschlagen will.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von iDNES.cz, ČT24, vrtnws.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Hvalur schickte am 19. Juni zwei Walfangschiffe von Reykjavík aus, um eine kommerzielle Walfangpause zu beenden, die 2024 begann.
Das Meeres- und Süßwasserforschungsinstitut setzte die Grenzen auf 150 Finnwale und 168 Zwergwale fest, ein Rückgang um 28 % bzw. 23 %.
Ein isländischer Demonstrant kettete sich an einen Mast; die Polizei entfernte ihn, als das Schiff am nächsten Tag in den Hafen zurückkehrte.
Ein Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs wird voraussichtlich in der Herbstsitzung des Parlaments eingebracht.
Island gesellt sich zu Norwegen und Japan, die das IWC-Moratorium von 1986 missachten, während Japan seine Jagd als wissenschaftlich bezeichnet.
- 19.06.Zwei Hvalur-Schiffe verlassen Reykjavík; ein Aktivist kettet sich an einen Mast.
- 20.06.Polizei entfernt den Aktivisten; das Schiff kehrt vorübergehend in den Hafen zurück.
- 1.09.Regierung wird voraussichtlich einen Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs in der Herbstsitzung einbringen.
Rückkehr nach zweijähriger Pause
Islands einziges verbliebenes Walfangunternehmen Hvalur hat diese Woche zwei Schiffe auslaufen lassen und damit eine kommerzielle Walfangpause beendet, die 2024 begann. Die Schiffe verließen den Hafen von Reykjavík am Abend des 19. Juni, wie isländische Medien berichten, und sollten am Wochenende in offene Gewässer fahren, um Finn- und Zwergwale zu jagen.
Die letzte Walfanggenehmigung wurde 2024 erteilt, doch Hvalur entschied sich in jenem Jahr gegen eine Ausfahrt mit Verweis auf die globale wirtschaftliche Unsicherheit und die Auswirkungen der Importzölle von Trump. 2025 blieb die Branche untätig.
Quoten und ein schrumpfender Markt
Vor der Saison, die von Mitte Juni bis Mitte September läuft, empfahl das Isländische Meeres- und Süßwasserforschungsinstitut deutlich niedrigere Fangmengen. Die jährliche Quote wurde auf 150 Finnwale festgesetzt – ein Rückgang um 28 Prozent gegenüber dem Referenzniveau von 2018–2025 – und auf 168 Zwergwale, ein Minus von 23 Prozent.
Joanna Swabe von Humane World for Animals erklärte, es gebe keine humane Methode, einen Wal zu töten, und das Fleisch sei bei den meisten Isländern unerwünscht.
„Es ist zutiefst entmutigend zu sehen, wie das isländische Walfangschiff den Hafen verlässt, um eine weitere Saison des Walfangs zu beginnen, trotz überwältigender Beweise, dass es keine humane Art gibt, einen Wal zu töten.“
Protest und Polizeieinsatz
Als die Schiffe zur Abfahrt bereit waren, kletterte ein isländischer Aktivist auf den Mast eines Schiffes und kettete sich an die Konstruktion. Von der Captain Paul Watson Foundation verbreitete Bilder zeigten ihn im Ausguck sitzend. Er sagte dem lokalen Medium Vísir, er wisse nicht, was er sonst tun könne, um den Walfang in seinem Land zu bekämpfen. Als das Schiff am 20. Juni vorübergehend in den Hafen zurückkehrte, holte die Polizei ihn mit einem Kran an Land und geleitete ihn ab. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Politischer Kurs in Richtung Verbot
Der Walfang ist in Island seit Jahren umstritten. 2023 stoppte die damalige Lebensmittel- und Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir die Praxis aus Gründen des Tierschutzes, gerade als die Schiffe auslaufen wollten, obwohl sie zwei Monate später unter strengeren Auflagen wieder aufgenommen wurde. Die derzeitige Regierung plant, in diesem Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Walfang vollständig verbieten würde.
Die Meeresschutzexpertin Mona Schweizer von Pro Wildlife beschrieb einen Trend weg vom Walfang, der nicht umkehrbar sei, und stellte fest, dass die isländische Gesellschaft sich gegen die Jagd wende und Japan – einst ein wichtiger Abnehmer – als Exportmarkt an Bedeutung verliere.
„Diese Jagd ist seit langem wirtschaftlich unrentabel und politisch nicht mehr zu rechtfertigen.“
Globaler Kontext
Island ist neben Norwegen und Japan eines von nur drei Ländern, die noch kommerziellen Walfang erlauben. Die Internationale Walfangkommission verhängte 1986 ein weltweites Moratorium, doch Island und Norwegen setzen die Praxis offen fort, während Japan Wale unter dem Etikett der „wissenschaftlichen Forschung“ jagt, deren Fleisch auf Märkten landet. Die Wiederaufnahme erfolgt Wochen, nachdem bei einer eintägigen Jagd auf den Färöer-Inseln über 700 Delfine und Wale getötet wurden, bei der zwei Sea-Shepherd-Freiwillige festgenommen wurden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- iDNES.cz"Je to velmi skličující vidět." Island navzdory protestům obnovil lov velryb
- ČT24 - Nejdůvěryhodnější zpravodajský web v ČR - Česká televizeIsland navzdory protestům obnovil lov velryb
- vrtnws.beWalvisvaarder in IJsland vaart na 2 jaar opnieuw uit voor commerciële walvisjacht | VRT NWS Nieuws
- Frankfurter AllgemeineIsland: Kommerzieller Walfang beginnt nach zwei Jahren Pause wieder
- Joanna Swabe
- Leitende Beamtin bei Humane World for Animals
- Mona Schweizer
- Meeresschutzexpertin bei Pro Wildlife
- Svandís Svavarsdóttir
- Ehemalige isländische Lebensmittel- und Fischereiministerin, die den Walfang 2023 vorübergehend stoppte
- Orte
- Reykjavík
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