Irland empfängt Österreich in der Nations League – Protestpläne und politische Folgen überschatten die Dubliner Partie
Die Mannschaft von Heimir Hallgrímsson trifft am Donnerstagabend im Aviva Stadium auf den Tabellenführer der Gruppe B3, Österreich – nach einer Woche voller kritischer Prüfung und geplanter Proteste im Zusammenhang mit den Spielen gegen Israel.
Stimmung vor dem Spiel und Protestpläne
Die Republik Irland trifft am Donnerstag um 19:45 Uhr im Aviva Stadium auf den Tabellenführer der Gruppe B3, Österreich, in der UEFA Nations League. Der Aufbau rund um die Partie wurde von politischer Kritik nach den Spielen Irlands gegen Israel dominiert. Die Kampagne Stop the Game plant Demonstrationen rund um die Lansdowne Road und hat eine Versammlung um 14 Uhr am Kreisverkehr Newbridge Avenue/Herbert Road nahe dem Marian College angesetzt. Die Gruppe hatte im Mai beim Freundschaftsspiel gegen Katar an derselben Stätte bereits mit Tennisbällen protestiert. Die übertragenden Sender RTE2 und der RTE Player beginnen um 19 Uhr mit der Live-Berichterstattung; die irischen Behörden bereiten sich auf mögliche Störungen vor den Drehkreuzen vor.
Wir sitzen hier in einer Pressekonferenz vor einem Spiel gegen Österreich, und wir haben hier kaum je über Fußball gesprochen.
Ausschussanhörung und Spannungen im Kader
Die politischen Folgen erreichten am Mittwoch das Parlament, als Führungskräfte der Football Association of Ireland (FAI) Fragen vor dem Oireachtas-Ausschuss für Kunst, Medien, Kommunikation, Kultur und Sport beantworteten. FAI-Präsident Paul Cooke verteidigte die Entscheidung, gegen Israel zu spielen, und verwies auf eine Mehrheit von 68 Prozent bei einer außerordentlichen Generalversammlung im Juli. Auf Nachfragen der Abgeordneten Joanna Byrne und Daniel Ennis räumte FAI-Fußballdirektor John Martin Kommunikationsversäumnisse bei der Rücksprache mit dem Kader ein und merkte an, die Verantwortlichen hätten nicht direkt mit den Torhütern gesprochen. Torhüter Gavin Bazunu hatte sich von der Partie am Sonntag in Ungarn zurückgezogen, doch Trainer Heimir Hallgrímsson erklärte, Bazunu sei für Donnerstag wieder zur Mannschaft gestoßen. Hallgrímsson wies zudem Gerüchte über eine Spaltung des Kaders zurück und lobte den Southampton-Mittelfeldspieler Finn Azaz.
Da spricht die Fußballgemeinschaft.
Taktische Anpassungen und Österreichs Vorbereitung
Auf dem Platz reist Österreich als Tabellenführer der Gruppe B3 nach Dublin, nach zwei 3:1-Heimsiegen in Folge gegen Israel und den Kosovo in Linz. Österreichs Trainer Ralf Rangnick rotierte in diesen beiden Spielen 24 Spieler und muss ohne den Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer von Borussia Dortmund auskommen, der eine Pause von der Nationalmannschaft einlegt. Der Bayern-München-Mittelfeldspieler Konrad Laimer steht nach seiner Genesung von einer Adduktorenverletzung zur Verfügung, während Ex-Kapitän David Alaba in der Transferperiode zu Udinese wechselte. Rangnick verwies auf die gegensätzlichen Auftritte Irlands in den ersten Partien: eine 0:1-Niederlage im Kosovo, gefolgt von einer 3:0-Halbzeitführung gegen Israel in Debrecen, nachdem Ryan Manning auf die Position des linken Außenverteidigers gerückt war.
Kosovo, die hatten fast keine Chancen, Kosovo war die bessere Mannschaft. Israel war völlig anders, Irland ist sehr offensiv ins Spiel gekommen und hat verdient gewonnen.
Sicherheitsmaßnahmen und Reiseplan
UEFA und FAI betrachten die Partie gegen Österreich als operationellen Test für die Euro 2028, bei der das Aviva Stadium sieben Turnierspiele ausrichten wird. An Garda Síochána hat ein stadtweites Sicherheitsaufgebot aufgestellt, das den Protokollen entspricht, die galten, als 20.000 Anhänger von Atalanta und Bayer Leverkusen 2024 das Europa-League-Finale in Dublin besuchten. Nach dem Spiel gegen Österreich reist der irische Kader zum Rückspiel gegen Israel am Sonntag nach Bačka Topola im Norden Serbiens. Diese Partie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nachdem die FAI das Spiel wegen Sicherheitsbedenken nach den Protesten im Mai aus Dublin verlegt hat.
- 68 % der FAI-Delegierten stimmen bei einer außerordentlichen Generalversammlung dafür, gegen Israel zu spielen
- Der Kosovo besiegt Irland 1:0, während Österreich die Gruppe B3 mit einem 3:1 gegen Israel eröffnet
- Irland besiegt Israel in Debrecen 3:0, Österreich schlägt den Kosovo in Linz 3:1
- FAI-Funktionäre sagen vor einem Sportausschuss des Oireachtas in Dublin aus
- Irland empfängt Österreich im Aviva Stadium in Dublin
- Irland reist nach Serbien, um in Bačka Topola unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Israel zu spielen


