
Iranisches Staatsfernsehen sendet Drohung gegen Barron Trump und setzt 10 Millionen Dollar Kopfgeld aus
Der iranische Staatsrundfunk IRIB TV3 sendete ein KI-generiertes Video, das 10 Millionen Dollar für Informationen über den 20-jährigen Barron Trump auslobte und eine Untersuchung des US-Geheimdienstes Secret Service auslöste.
Staatssender kündigt Kopfgeld auf den Sohn des Präsidenten an
Der iranische Staatsrundfunk IRIB TV3 sendete ein dreiminütiges Video, das sich gegen den 20-jährigen Barron Trump richtet, den jüngsten Sohn des US-Präsidenten Donald Trump. Das auf Kanal 3 ausgestrahlte und von mit den Islamischen Revolutionsgarden verbundenen Medien verbreitete Material trug den Titel „Wo und wie sollen wir Barron Trump töten?“. Der Clip behauptete, ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar (umgerechnet 8,5 Millionen Euro) für verwertbare Informationen über seine Bewegungen auszusetzen. Die Sendung richtete diese finanzielle Aufforderung speziell an Videospieler der Generation Z, die auf Plattformen wie FIFA, Discord und Xbox aktiv sind.
Behauptungen zu Überwachung und Sicherheitslücken
Das Video enthielt unbelegte Behauptungen über den Tagesablauf, den Studienort und die Personenschutzmaßnahmen von Barron Trump. Es wurde behauptet, dass sich Mitarbeiter des Secret Service an seiner Bildungseinrichtung als Studenten tarnen, um in der Studentenschaft unterzutauchen. Der Clip behauptete zudem, dass eine unbekannte Frau erfolgreich Sicherheitsvorkehrungen umgangen habe, um an einem privaten Treffen mit ihm teilzunehmen, und später Informationen an die Produzenten weitergab. Darüber hinaus wurde in dem Material behauptet, dass er über nicht überwachte Sprachanrufe und Textnachrichten auf Xbox kommuniziert, wobei der 19-jährige konservative Medienpersönlichkeit Bo Loudon als ein Verbindungsmann identifiziert wurde, der seine privaten sozialen Treffen koordiniert.
Die Sendung behauptete, dass digitale Aktivitäten den Sohn des Präsidenten direkt exponierten.
Barron ist extrem isoliert. Er gibt seinen Freunden nie seine Handynummer. Aber niemand kann völlig im Dunkeln bleiben.
Die Erzählung behauptete, dass Online-Interaktionen ausreichende Daten liefern, um ihn zu lokalisieren, und endete mit einer direkten Warnung.
Es ist keine schwierige Aufgabe, Barron Trump sehr nahe zu kommen.
Muster von Medienkampagnen gegen die Trump-Familie
Die Sendung reiht sich in eine Serie gezielter Medienveröffentlichungen iranischer staatsnaher Medien gegen Mitglieder der Trump-Familie ein. Im Juli veröffentlichte die Nachrichtenagentur Tasnim ein Video, das die New Yorker Abläufe der First Lady Melania Trump detailliert beschrieb. Diese frühere Produktion schlug vor, Modestylisten finanzielle Summen zu zahlen, um ihre Kleidung mit Nervengas zu kontaminieren, und endete mit direkten Bezügen auf Barron Trump.
- US-Drohnenangriff tötet Qassem Soleimani während Donald Trumps erster Amtszeit.
- Ajatollah Ali Chamenei stirbt bei US-israelischen Angriffen, was in Iran Rufe nach Vergeltungsjustiz auslöst.
- Tasnim veröffentlicht Video über Melania Trump und Teheran zeigt Plakat mit Drohung gegen Donald Trump.
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Im selben Monat stellten die Behörden in Teheran eine Werbetafel am Platz der Islamischen Revolution auf, die Donald Trump in einem Sarg mit der englischen Aufschrift „We will kill Trump“ zeigte. Staatliche Fernsehsendungen behaupteten zudem, die Fahrtrouten der Präsidentenkolonnen zwischen den Präsidentenresidenzen in Florida und New York sowie nahegelegene Flughäfen zu überwachen.
Vergeltungsmotive und offizielle US-Reaktion
Iranische Medien stellten diese Sendungsdrohungen in den Kontext des Konzepts Qisas, des islamischen Prinzips der Vergeltungsjustiz. Kommentatoren führten zwei konkrete Ereignisse als Rechtfertigung an: den US-Drohnenangriff von 2020, bei dem General Qassem Soleimani während Donald Trumps erster Amtszeit getötet wurde, und den Tod von Ajatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Militärschlägen am 28. Februar.
Der US-Geheimdienst Secret Service bestätigte, dass ihm die Videoausstrahlung bekannt ist und er die gegen Barron Trump gerichteten Drohungen aktiv untersucht. Nachrichtenorganisationen stellten fest, dass keine der Behauptungen zu Sicherheitsverletzungen, digitaler Überwachung oder Bewegungsverfolgung von unabhängigen Quellen bestätigt wurden.


