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Diplomatie·vor 3 Std.

Iran sagt, US-Friedensmemorandum werde am Sonntag nicht unterzeichnet, gibt amerikanischem Zögern die Schuld

Die Unterzeichnung des Islamabad-Memorandums zwischen Iran und den Vereinigten Staaten wird am Sonntag nicht stattfinden, teilte das iranische Außenministerium mit. Das Abkommen stehe aufgrund dessen, was es als amerikanische Unentschlossenheit bezeichnete, vor letzter Unsicherheit. Die Tür für die Unterzeichnung des 14-Punkte-Waffenstillstandsabkommens in den kommenden Tagen bleibe offen.

Die Ankündigung

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei, erklärte am Samstag, dass die Unterzeichnung des Islamabad-Memorandums nicht am Sonntag, dem 14. Juni, stattfinden werde, wie allgemein erwartet. Er führte die Verzögerung auf das zurück, was er als „Zögern“ der Vereinigten Staaten bezeichnete. „Wir müssen bei jeder Erwähnung des Unterzeichnungsdatums vorsichtig sein, aufgrund der Unentschlossenheit der anderen Seite“, sagte Baghaei gegenüber iranischen Staatsmedien.

Wichtige Aussagen zum US-Iran-Memorandum
  1. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums gibt bekannt, dass die Unterzeichnung des US-Friedensmemorandums nicht am 14. Juni stattfinden wird, und führt dies auf amerikanische Unentschlossenheit zurück.
  2. Der Zieltermin für die Unterzeichnung des Islamabad-Memorandums verstreicht ohne Abkommen; Iran erklärt, es sei in den kommenden Tagen weiterhin möglich.

Was das Memorandum enthält

Die Vereinbarung ist ein 14-Punkte-Sicherheitsmemorandum, das darauf abzielt, aktive Feindseligkeiten zu stoppen und einen breiten, multilateralen Waffenstillstand in der Region zu etablieren. Es wurde von Pakistan vermittelt, und einer Ankündigung aus Islamabad zufolge sollte es innerhalb von 24 Stunden elektronisch unterzeichnet werden, um die Bühne für technische Gespräche in der folgenden Woche zu bereiten. Baghaei betonte, dass sich das Dokument ausschließlich mit Sicherheitsfragen befasse und die Nuklearfrage nicht berühre.

Atomprogramm aus dem ersten Abkommen ausgeklammert

Die hochsensible Frage des angereicherten Nuklearmaterials Irans und der technischen Überwachungsmechanismen wird in einem separaten 60-tägigen diplomatischen Prozess behandelt. Diese Spur beginnt erst, wenn der Waffenstillstand erfolgreich umgesetzt ist und die Feindseligkeiten vor Ort beendet sind.

Was als Nächstes kommt

Trotz des Rückschlags schloss Baghaei die Möglichkeit nicht aus, dass das Memorandum „in den kommenden Tagen“ unterzeichnet werden könnte. Die Erklärung lässt die Tür für eine fortgesetzte Diplomatie offen, unterstreicht aber, dass der genaue Zeitpunkt nun von der US-Seite abhängt. Da für nächste Woche bereits technische Gespräche geplant sind, wird sich der Fokus darauf verlagern, ob die beiden Seiten die letzten Hürden schnell überwinden können.

Teheran · Islamabad

4 Quellen

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