Regierung · Karaj und Teheran
Iran richtet drei Männer hin, die wegen Angriffen bei den Januar-Protesten in Karaj verurteilt wurden
Irans Staatsmedien berichteten am 8. November 2026, drei Männer seien hingerichtet worden, nachdem der Oberste Gerichtshof ihre Todesurteile bestätigt hatte. Die Justiz wirft ihnen bewaffnete Angriffe auf öffentliche Gebäude in Karaj während der Januar-Proteste vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, NOS, newsORF.at und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Irans Staatsmedien berichteten am 8. November 2026, Hassan Dioband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh seien hingerichtet worden, nachdem der Oberste Gerichtshof ihre Urteile wegen der Angriffe in Karaj am 8. und 9. Januar bestätigt hatte.
Die iranischen Behörden erklären, 3.117 Menschen seien bei der Niederschlagung gestorben, während HRANA mehr als 7.000 nennt und NOS eine Schätzung von deutlich mehr als 7.000 zitiert.
Notícias ao Minuto zählt mindestens 39 protestbezogene Erhängungen, Iran International mindestens 70 Hinrichtungen zwischen dem 7. Januar und dem 5. Oktober, und Amnesty International zählte mindestens 2.159 Hinrichtungen im Iran im Jahr 2025.
- April 2026Reza Zanganeh Anfang April an seinem Arbeitsplatz festgenommen, laut IHRDC
- August 2026IHRDC meldet das erste Urteil gegen Zanganeh
- 8.11.Drei Männer hingerichtet, nachdem der Oberste Gerichtshof ihre Urteile bestätigt hatte
Drei Hinrichtungen in Karaj
Irans Staatsmedien berichteten am 8. November 2026, drei Männer seien hingerichtet worden, nachdem der Oberste Gerichtshof ihre Todesurteile bestätigt hatte. Die Männer – in Berichten Hassan Dioband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh genannt – wurden wegen bewaffneter Angriffe auf öffentliche Einrichtungen in Karaj verurteilt, einer Stadt 50 Kilometer westlich von Teheran, während der Massenproteste am 8. und 9. Januar. Die Nachrichtenagentur Mizan der Justiz erklärt, die Männer hätten Schusswaffen, Handgranaten und Molotowcocktails eingesetzt, öffentliche Gebäude in Brand gesetzt und eine Stromstation beschädigt, wodurch in einigen Gebieten der Strom ausfiel. Laut Mizan handelten die drei nach früheren Anweisungen koordiniert und wurden nach einer Geheimdienstuntersuchung festgenommen. Ein portugiesischsprachiger Bericht schreibt den Nachnamen des ersten Mannes als Divband.
Vorwürfe und Mitangeklagte
Mizan behauptete, die Männer hätten Operationen für Israel, die Vereinigten Staaten und feindliche Gruppen durchgeführt; die Justiz legte dies als Grundlage des Verfahrens dar. Sämtliches Eigentum der hingerichteten Männer wurde beschlagnahmt. Acht weitere Angeklagte im selben Verfahren erhielten Haftstrafen von fünf bis zehn Jahren. Griechische Berichte unter Berufung auf die Justiz besagen, Dioband sei am 11. Januar festgenommen worden, zehn weitere, denen vorgeworfen wird, sich den Unruhen auf Anweisung angeschlossen zu haben, seien danach festgenommen worden. Einzelheiten zur Hinrichtung selbst wurden laut newsORF nicht veröffentlicht. Die gemeldeten Meilensteine des Falls sind unten aufgeführt.
Opferzahlen und die weitere Repressionswelle
Die iranischen Behörden erklären, 3.117 Menschen seien bei der Niederschlagung der Proteste gestorben, die aus der wirtschaftlichen Lage entstanden und zeitweise die Beendigung der Islamischen Republik forderten. HRANA, eine in den USA ansässige oppositionelle Menschenrechtsgruppe, beziffert die Zahl auf über siebentausend, während der niederländische Sender NOS eine Schätzung von deutlich mehr als 7.000 Getöteten nennt. Notícias ao Minuto zählt mindestens 39 Menschen, die wegen protestbezogener Verurteilungen gehängt wurden, darunter diese drei, während newsORF mindestens 40 Männer zählt, die im Zusammenhang mit den Protesten hingerichtet wurden. Zwei Männer wurden Anfang November hingerichtet, nachdem sie wegen angeblicher Beteiligung am Tod von vier Polizisten in Isfahan verurteilt worden waren. Das in London ansässige Iran International zählt mindestens 70 Hinrichtungen zwischen dem 7. Januar und dem 5. Oktober, die Hälfte davon im Zusammenhang mit den Januar-Protesten, und Menschenrechtsgruppen gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen höher liegen.
Menschenrechtsbedenken und der Fall Zanganeh
Human Rights Watch erklärte in einem Bericht vom September, die iranischen Verfahren seien hastig, Geständnisse würden teils durch Folter erlangt und Hinrichtungen öffentlich vollstreckt, um Dissidenten einzuschüchtern. Amnesty International zählte mindestens 2.159 Hinrichtungen im Iran im Jahr 2025, die höchste Jahreszahl seit 1981. Das in den USA ansässige Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC) berichtete im August über das erste Urteil gegen Zanganeh, der nach seinen Angaben 27 Jahre alt war, als Techniker und Mechaniker für ausländische Fahrzeuge arbeitete und Anfang April an seinem Arbeitsplatz festgenommen wurde. Seine Familie weist die Vorwürfe zurück und führt sie auf seine Arbeit und frühere Geschäftsreisen ins Ausland zurück. Das Zentrum erklärt, es habe keine überprüfbaren Informationen über die Verhöre oder das Verfahren, und es sei unklar, auf welche Beweise sich das Urteil stützte. Eine Berufung beim Obersten Gerichtshof blieb erfolglos.
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Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoTeheran richtet drei Männer wegen Teilnahme an den Januar-Protesten hinTeerão executa três homens por participarem nos protestos de janeiro · Original auf Portugiesisch
- NOSIran richtet drei Männer unter anderem wegen Brandstiftung bei Protesten hinIran executeert drie mannen voor onder meer brandstichting bij protesten · Original auf Niederländisch
- newsORF.atIran richtete drei Menschen nach Massenprotesten hin
- Spiegel OnlineIrans Regime richtet drei Männer nach Protesten hin
- Orte
- Iran, Teheran, Israel, Vereinigte Staaten
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