
Peseschkian beklagt totalen Krieg und wirtschaftliche Belastung verschärfende US-Sanktionen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian räumte am 23. August 2026 tiefe innenwirtschaftliche Not ein und erklärte, die Nation stehe nach neuen US-Sanktionen unter totalem wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Druck.
Rede im Staatsfernsehen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hielt am 23. August 2026 eine Rede im Staatsfernsehen, in der er einräumte, dass das Land unter wachsendem äußeren Druck vor schweren inneren Schwierigkeiten stehe. Die Rede erfolgte als direkte Reaktion auf eine von den Vereinigten Staaten angekündigte Sanktionskampagne, die nach Angaben Washingtons darauf abzielt, den Zusammenbruch des iranischen Regimes herbeizuführen. Peseschkian bezeichnete die derzeitige Konfrontation als einen totalen Krieg, der die wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Bereiche umfasse, und verwies auf Strafmaßnahmen, die vom US-Präsidenten Donald Trump veranlasst wurden. Er erklärte, die iranische Regierung unternehme alle erdenklichen Maßnahmen, um eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage fast sechs Monate nach Kriegsbeginn zu verhindern.
Wir befinden uns in einem totalen Krieg auf wirtschaftlicher, militärischer und sicherheitspolitischer Ebene. Er erklärt unverblümt, dass er die erdrückendsten oder furchteinflößendsten Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Wirtschaftliche Not und Protestgeschichte
Die iranische Regierung ist mit sich verschärfenden innenpolitischen Krisen konfrontiert, die auf anhaltende Inflation, Versorgungsengpässe und Arbeitslosigkeit zurückzuführen sind. Peseschkian erklärte, seine Regierung arbeite daran, die Lebensbedingungen zu stabilisieren, damit die Bürger ihr Auskommen in Würde bestreiten könnten. Die wirtschaftliche Verschlechterung folgt auf wiederholte Wellen öffentlicher Unruhen im Iran in den letzten Jahren, die durch sinkende Kaufkraft und steigende Preise ausgelöst wurden. Ende Dezember weiteten sich Proteste gegen die steigenden Lebenshaltungskosten zu einer breiten Bewegung aus, die die staatliche Autorität in Frage stellte. Die iranischen Behörden meldeten bei diesen Demonstrationen mehr als 3.000 Todesopfer und führten die Gewalt auf terroristische Akte zurück, die von den USA und Israel orchestriert worden seien, während im Ausland ansässige Menschenrechtsorganisationen über Tausende Tote bei Razzien der staatlichen Sicherheitskräfte berichteten.
Wir bemühen uns von ganzem Herzen, Inflation, Existenzprobleme und Arbeitslosigkeit zu überwinden und die Zukunft der Menschen so zu sichern, dass sie in Würde und Stolz leben können.
Diplomatische Warnungen und justizielle Hinrichtung
Die iranischen Behörden verbanden ihre wirtschaftlichen Aussagen mit Warnungen an die internationale Gemeinschaft bezüglich der Durchsetzung der US-Sanktionen. Mohsen Rezai, Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, kündigte am 22. August 2026 an, dass Teheran jedes Land, das sich an den Wirtschaftsmaßnahmen beteilige, als Feind einstufen werde. Rezai rief ausländische Regierungen auf, sich nicht an der US-amerikanischen Druckstrategie zu beteiligen. Gleichzeitig gab die iranische Justiz am 23. August 2026 bekannt, dass die Behörden eine Person hingerichtet hätten, die wegen Tätigkeit für die USA und Israel während der Januar-Proteste verurteilt worden war.
Wir warnen alle Länder: Schließen Sie sich nicht dem Wirtschaftskrieg an, den die USA führen. Jedes Land, das sich an der Verhängung von Wirtschaftsbeschränkungen gegen uns beteiligt, wird als Feind betrachtet.
Konfrontation erreicht den sechsten Monat
Der Schlagabtausch spiegelt eine sich verschärfende Pattsituation nach der Ankündigung Washingtons vom 20. August 2026 wider, die iranische Regierung durch eine umfassende wirtschaftliche Isolierung zum Zusammenbruch zu bringen. Fast sechs Monate nach Kriegsausbruch haben die USA die Handels- und Finanzbeschränkungen gegen Teheran ausgeweitet. Die iranische Führung hat darauf reagiert, indem sie versucht, die Einhaltung der Sanktionen durch Dritte mit diplomatischen Drohungen zu unterbinden und gleichzeitig die innerstaatlichen Versorgungsengpässe zu bewältigen. Peseschkian bekräftigte, dass die staatlichen Institutionen trotz des Umfangs der ausländischen Sanktionen weiterhin der grundlegenden Wohlfahrt und wirtschaftlichen Resilienz Priorität einräumen würden.
- Die USA kündigen eine Sanktionskampagne an, die auf den Zusammenbruch des iranischen Regimes abzielt
- Mohsen Rezai warnt Drittstaaten vor der Teilnahme an US-Wirtschaftssanktionen
- Masoud Pezeshkian wendet sich im Staatsfernsehen an die Nation und erläutert die wirtschaftlichen Schwierigkeiten


