
USA greifen iranische Brücken, Bahnhof und Flughafen in der sechsten Angriffsnacht nahe der Straße von Hormus an
Amerikanische Luftangriffe trafen zwei Brücken, einen Bahnhof und einen Flughafen im Süden Irans, töteten drei Menschen und verletzten mindestens zwölf, während die US-Kampagne zur Schwächung der militärischen Fähigkeiten Irans in die sechste Nacht in Folge ging.
Angriffe im Süden Irans
Amerikanische Streitkräfte starteten in der Nacht zum 16. Juli eine neue Welle von Luftangriffen gegen den Iran, die sechste Nacht in Folge seit dem Scheitern einer vorübergehenden Waffenruhe. Die Operation, die vom US Central Command (CENTCOM) bestätigt wurde, zielte auf militärische und kritische Infrastruktur im Süden des Landes, nahe der Straße von Hormus. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen auf der Insel Qeschm, der Hafenstadt Bandar Abbas, Buschehr, Ahvaz, Bandar Lengeh und Gebieten nahe der Grenze zu Pakistan. Am frühen Nachmittag, gegen 18:10 Uhr Ortszeit, trafen US-Raketen Stellungen nahe der Insel Qeschm, wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten. Die Provinzregierung von Hormozgan erklärte, die Insel sei wiederholt getroffen worden. Später gab CENTCOM den Beginn einer breiteren Operation um 21:30 Uhr Ortszeit bekannt. Anschließend wurden zwei Brücken in Bandar Hamir, der Bahnhof in Bandar Abbas und der Flughafen in Iranshahr getroffen, wobei der Angriff auf den Flughafen gegen 23:00 Uhr stattfand und starke Erschütterungen verursachte.
- US-Raketen treffen nahe der Insel Qeschm, so die Agenturen Fars und Tasnim.
- CENTCOM kündigt neue Angriffswelle an; Explosionen in Bandar Abbas.
- Flughafen Iranshahr getroffen; zwei Brücken in Bandar Hamir getroffen, 3 Tote und 9 Verletzte.
- Bahnhof Bandar Abbas getroffen, 2 Verletzte; Stromleitungen beschädigt; Explosionen in Buschehr, Ahvaz, Bandar Lengeh.
Opfer und Schäden
Die Brückenangriffe in Bandar Hamir töteten drei Menschen und verletzten neun weitere, wie der iranische Staatsrundfunk IRIB berichtete. Der Bahnhof von Bandar Abbas wurde getroffen, wobei zwei Menschen verletzt wurden. In Buschehr wurde mindestens eine Person verletzt. Stromleitungen im Gebiet von Bandar Abbas wurden beschädigt, was zu Stromausfällen führte. Das iranische Energieministerium rief die Bürger auf, den Einsatz von Klimaanlagen einzuschränken, um eine stabile Stromversorgung in den südlichen Provinzen zu gewährleisten, wo die Temperaturen über 50 Grad Celsius liegen. Die BBC bestätigte durch visuelle Analyse, dass mindestens eine Brücke westlich von Bandar Abbas getroffen wurde. Vom Angriff auf den Flughafen Iranshahr wurden keine Opfer gemeldet.
- Brücken Bandar Hamir
- 12 Personen
- Bahn Bandar Abbas
- 2 Personen
- Buschehr
- 1 Personen
US-Operation und Begründung
CENTCOM erklärte, die Operation ziele darauf ab, „die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen". Die Angriffe folgten auf eine Warnung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, dass die USA iranische Brücken und Energieanlagen angreifen könnten, falls Teheran nicht zu den Verhandlungen zurückkehre. Die USA führen seit dem Ende einer vorübergehenden Waffenruhe Luftangriffe durch, wobei dies die sechste Welle ist. Die Operation begann um 14:00 Uhr Eastern Time, so CENTCOM.
Die Operation zielt darauf ab, die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen.
Irans Reaktion und Warnungen
Das iranische Militär bezeichnete die Straße von Hormus als „nicht verhandelbare rote Linie" und drohte mit einer entschlossenen Reaktion auf jede weitere Eskalation der USA. Teheran wiederholte auch seine Drohung, „die gesamte Infrastruktur in der weiteren Region" anzugreifen, falls die USA kritische iranische Einrichtungen angreifen. Staatsmedien bezeichneten die USA in ihrer Berichterstattung als den „amerikanischen Feind".
Die Straße von Hormus ist eine nicht verhandelbare rote Linie.
Breiterer Kontext und Seeblockade
Die Luftangriffe sind Teil einer breiteren Auseinandersetzung um die Kontrolle der Straße von Hormus, einem Engpass für etwa 20 % des globalen Ölflusses. Parallel dazu gab CENTCOM bekannt, dass US-Marines im Golf von Oman einen Öltanker im Rahmen einer laufenden Seeblockade geentert haben. Die Eskalation dauert trotz einer von Pakistan vermittelten Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts und zur Sicherung eines dauerhaften Friedensabkommens an.

