
VAE beschuldigt Iran des Raketenangriffs auf Adnoc-Öltanker in der Straße von Hormus
Ein im Besitz der VAE befindlicher Adnoc-Öltanker wurde am 8. August in der Straße von Hormus von einer Rakete getroffen. Die VAE machen Iran dafür verantwortlich, während die diplomatischen Bemühungen zur Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße ins Stocken geraten sind.
Angriff auf den Tanker
Am Samstag, den 8. August 2026, gaben die Vereinigten Arabischen Emirate bekannt, dass ein Öltanker des staatlichen Unternehmens Adnoc in der Straße von Hormus angegriffen worden sei. Das Außenministerium der VAE verurteilte den sogenannten feindseligen iranischen Raketenangriff auf das Schiff, während es die Straße passierte. Es wurden keine Opfer gemeldet. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO berichtete separat, dass ein Schiff von einem Projektil unbekannter Herkunft getroffen worden sei, was einen Brand verursachte, der unter Kontrolle gebracht wurde. Die UKMTO erklärte, die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Umweltauswirkungen gemeldet worden. Iran hatte sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht zu dem Vorfall geäußert.
Muster der Angriffe
Adnoc erklärte am Freitag, den 7. August, dass 15 seiner Schiffe seit Kriegsbeginn Ende Februar in der Straße angegriffen worden seien, darunter allein in der letzten Woche drei. Die VAE und andere mit Washington verbündete Golfstaaten werden von Teheran regelmäßig als Vergeltung für die am 28. Februar gestartete amerikanisch-israelische Offensive gegen Iran ins Visier genommen. Vor dem Konflikt passierte ein Fünftel der weltweiten Kohlenwasserstoffe die Straße von Hormus. Das Außenministerium der VAE erklärte, die Nutzung der Straße als Druckmittel oder wirtschaftliche Erpressung stelle eine direkte Bedrohung für die regionale Stabilität und die globale Energiesicherheit dar, und forderte Iran auf, die aggressiven Angriffe einzustellen.
Die Nutzung der Straße von Hormus als Druckmittel oder wirtschaftliche Erpressung stellt eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region und ihrer Bevölkerung sowie für die globale Energiesicherheit dar.
Diplomatische Spur und Hindernisse
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte am Samstag, dass die Verhandlungen zwischen Iran und Oman, dessen Küsten ebenfalls an die Straße grenzen, der Endphase entgegengehen. Teheran erklärte, man habe sich mit Maskat auf eine Transitroute für Schiffe geeinigt, die Gespräche verzögerten sich jedoch aufgrund technischer Probleme. Araghchi warnte davor, dass der Abschluss der Verhandlungen nicht bedeute, dass Hormus wieder geöffnet werde, und verwies auf weitere zu erörternde Bedingungen und Entschädigungen aufgrund von Verstößen gegen das Mitte Juni mit den Vereinigten Staaten vereinbarte Protokoll, das eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.
Der Abschluss der Verhandlungen bedeutet natürlich nicht, dass Hormus wieder geöffnet wird.
Die Revolutionsgarden traten der diplomatischen Spur entgegen und erklärten, die Wiedereröffnung der Straße folge einem eigenen Mechanismus und habe nichts mit den Verhandlungen zwischen Iran und Oman zu tun. Sie fügten hinzu, der Feind sei gezwungen, Irans Bedingungen für die Öffnung der Straße zu akzeptieren und sich nicht in die laufenden Verhandlungen zwischen Iran, Oman und anderen Ländern einzumischen.
Trumps Behauptungen und regionale Neuausrichtung
Der Angriff erfolgt im Anschluss an Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump am Donnerstag, den 6. August, der sagte, der Konflikt werde bald enden und Iran könne nicht mehr lange durchhalten. Trump behauptete, die Verhandlungen seien auf Kurs und er sei in die Verhandlungen eingebunden, und pries eine schnelle Einigung zur Wiedereröffnung der Straße an. Iranische Quellen teilten lokalen Medien mit, dass eine Wiedereröffnung von Washington abhänge, das seine Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten habe. Am Freitag, den 7. August, besiegelten die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan in Mekka einen gemeinsamen Verteidigungspakt.
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