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Konflikte·vor 3 Std.

Iran vergräbt angereichertes Uran in befestigten Tunneln, nachdem US-Beschlagnahmungspläne bekannt werden

Teheran hat Tunnel zum Einsturz gebracht und Sprengminen um seinen Vorrat von rund einer halben Tonne hochangereichertem Uran gelegt, was den Zugang im Vorfeld eines möglichen US-Iran-Abkommens zur Vernichtung des Materials dramatisch erschwert.

Unterirdische Befestigungen

In den letzten Wochen hat der Iran systematisch den Zugang zu seinem angereicherten Uran versperrt, Tunnel zum Einsturz gebracht und Zugänge mit Sprengminen gesichert, so fünf mit US-Geheimdienstbewertungen vertraute Quellen, die von CNN zitiert werden. Das Material, etwa 500 Kilogramm hochangereichertes Uran, sei nun deutlich schwerer, gefährlicher und zeitaufwändiger zu erreichen als noch vor einem Monat, so die Quellen. Ein Großteil des Vorrats soll unter dem Atomkomplex Isfahan in Zentraliran vergraben sein, kleinere Mengen an anderen Standorten. Experten bezeichnen jede Bergungsmission nun als extrem risikoreich, die schweres Räumgerät und Minenräumoperationen erfordert. Die Befestigungsoffensive beschleunigte sich, nachdem Präsident Donald Trump im Mai öffentlich signalisiert hatte, die USA könnten das Militär mit der Beschlagnahmung des Urans beauftragen.

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US-Militärplanung und die Entscheidung zum Stopp

Mitte Mai bereiteten die US-Streitkräfte eine Bodenoperation im Iran zur Sicherstellung des Nuklearmaterials vor, doch der Plan wurde als zu riskant eingestuft und schließlich von Präsident Trump gestoppt, so dieselben Quellen gegenüber CNN. Die amerikanische Seite hatte detaillierte Szenarien für eine Bodenintervention ausgearbeitet, bevor der Präsident sie in letzter Minute stoppte. Trump selbst äußerte später in einem Fox-News-Interview mit Sean Hannity im Mai Zweifel und fragte sich, ob der Iran die Bestände unbemerkt verschieben könne. Zwei der Geheimdienstquellen deuteten an, dass Trumps öffentliche Äußerungen über den spezifischen Vorrat Teheran dazu bewogen haben könnten, seine Verteidigung weiter zu verstärken.

Ein Abkommen zeichnet sich ab – und seine Widersprüche

Washington und Teheran verhandeln über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus, wobei die Sicherung des angereicherten Urans eine der zentralen US-Prioritäten darstellt. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagte am Freitag, dem 13. Juni, vor Reportern, dass sich die beiden Seiten einem Abkommen nähern, das Iran verpflichten würde, das Uran an die USA zu übergeben. Das Material würde vor Ort vernichtet und dann aus dem Land entfernt werden, so derselbe Beamte. Dennoch bleiben öffentliche Aussagen amerikanischer und iranischer Offizieller widersprüchlich, und die genauen Bedingungen sind noch unklar. Ein Entwurf des vermeintlichen Abkommens gelangte am Freitag an eine halbamtliche iranische Nachrichtenagentur, was eine wütende Reaktion Trumps in den sozialen Medien auslöste.

Zeitleiste der Eskalation und Verhandlungen
  1. US-Streitkräfte schließen Pläne für eine Bodenoperation zur Beschlagnahmung des iranischen angereicherten Urans ab.
  2. Präsident Trump deutet in einem Fox-News-Interview öffentlich die Existenz und den Standort des Vorrats an.
  3. Iran beginnt laut Geheimdienstquellen, Tunnel zum Einsturz zu bringen und Sprengminen an Atomstandorten zu legen.
  4. Hoher US-Vertreter sagt, ein Abkommen sei nah; ein Entwurfstext wird durchgesickert, was Trumps wütende Reaktion auslöst.

Das Bergungsdilemma

Selbst für den Iran ist die Rückgewinnung des Urans zu einem komplexen und gefährlichen Unterfangen geworden. Quellen sagten CNN, dass schweres Räumgerät und Minenräumteams benötigt würden, was jede Extraktion zu einer langsamen, gefährlichen Mission mache. Scott Rocker, ehemaliger Leiter des Nuclear Material Removal Office der US-amerikanischen National Nuclear Security Administration, deutete an, dass die Maßnahmen jede internationale Bemühung zur Überprüfung oder Beseitigung des Vorrats erschweren würden. Weder die iranische Mission bei den Vereinten Nationen noch das Weiße Haus reagierten sofort auf Anfragen um Stellungnahme. Die Befestigungen stellen eine weitere Hürde für das vorgeschlagene Trump-Teheran-Abkommen dar und werfen ungelöste Fragen auf, wer letztlich die gefährliche Bergung durchführen würde und unter welchen Sicherheitsbedingungen.

Isfahan · Washington, D.C.

4 Quellen

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