Die IOC-Ethikkommission erklärte, sie sei nicht zuständig für die Vorwürfe, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino durch seine Unterstützung für Donald Trump gegen die politischen Neutralitätsregeln verstoßen habe, und verwies auf die Unabhängigkeit der internationalen Verbände gemäß der Olympischen Charta.
FairSquare behauptete fünf klare Verstöße mit überzeugenden Beweisen sowie zwei weitere Indizienverstöße, darunter Infantinos Verleihung des FIFA-Friedenspreises an Trump im Dezember 2025.
Während der Fußball-WM prahlte Trump damit, Infantino wegen einer roten Karte für US-Stürmer Folarin Balogun angerufen zu haben; die Sperre wurde anschließend vom Vorsitzenden des FIFA-Disziplinarkomitees aufgehoben, obwohl die FIFA jeden Zusammenhang bestritt.
FairSquares erste Beschwerde im Dezember 2025 wegen des Friedenspreises wurde vom Norwegischen Fußballverband und 50 EU-Parlamentariern unterstützt; der IOC hatte zuvor Kritik an Infantinos Teilnahme an Trumps Friedensrat zurückgewiesen.

FairSquare, eine britische Menschenrechtsorganisation, reichte Anfang Juli 2026 eine zehnseitige Beschwerde ein, in der sie Gianni Infantino beschuldigte, wiederholt gegen die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees zur politischen Neutralität verstoßen zu haben. Die Gruppe behauptete fünf klare Verstöße, die durch „überzeugende Beweise“ gestützt würden, sowie Indizien für zwei weitere. Im Mittelpunkt der Beschwerde stand Infantinos öffentliche Unterstützung für den US-Präsidenten Donald Trump.
„Gianni Infantino hat wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen, indem er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, seine politische Unterstützung angeboten hat.“
Drei Episoden traten besonders hervor: der FIFA-Friedenspreis, den Infantino Trump im Dezember 2025 verlieh, nachdem der US-Präsident den Friedensnobelpreis angestrebt, aber nicht erhalten hatte; Infantinos Teilnahme an der ersten Sitzung von Trumps sogenanntem Friedensrat im Februar 2026; und Trumps Intervention bei Infantino während der Fußball-Weltmeisterschaft, nachdem der US-Stürmer Folarin Balogun im Achtelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die rote Karte erhalten hatte. Die automatische Sperre wurde aufgehoben, sodass Balogun im Achtelfinale gegen Belgien spielen konnte. Medienberichten zufolge wurde die Entscheidung unilateral von Mohammad al-Kamali, dem emiratischen Vorsitzenden des FIFA-Disziplinarkomitees, getroffen. Die FIFA bestand später darauf, dass die Entscheidung nichts mit Trump zu tun habe.
Die IOC-Ethikkommission wies die Beschwerde am 24. Juli 2026 zurück und erklärte, sie sei nicht zuständig. Ein Sprecher verwies auf die Garantie der Unabhängigkeit jedes internationalen Verbandes in der Olympischen Charta. Das Ethikgremium betonte, dass der IOC-Ethikkodex nur auf die Beziehung eines Verbandes zum IOC anwendbar sei, nicht auf seine interne Führung.
„Die IOC-Ethikkommission stellte fest, dass die vorliegende Beschwerde, auch in Bezug auf den FIFA-Präsidenten, ausschließlich Entscheidungen des internationalen Verbandes über seine Selbstverwaltung und -führung, einschließlich seiner Beziehungen zur Regierung, sowie die Umsetzung der Regeln seiner Sportart durch den internationalen Verband betrifft, beides fällt nicht in den Anwendungsbereich des IOC-Ethikkodexes.“
Der Sprecher fügte hinzu, die Beschwerde falle nicht in die Zuständigkeit der IOC-Ethikkommission.
Infantino ist kraft seines Amtes als FIFA-Präsident IOC-Mitglied. FairSquare hatte bereits im Dezember 2025 eine Beschwerde beim eigenen Ethikgremium der FIFA eingereicht, nachdem Infantino Trump den Friedenspreis verliehen hatte. Dieser Beschwerde schlossen sich der Norwegische Fußballverband und 50 Mitglieder des Europäischen Parlaments an. Der IOC sah sich bereits Anfang dieses Jahres mit Fragen zu Infantinos Teilnahme an Trumps Friedensrat konfrontiert, wies die Kritik jedoch damals zurück. Erst Ende Juni 2026 verschärfte der IOC die Sprache in seiner Charta, die die Unabhängigkeit des olympischen Sports von staatlichem, gesellschaftlichem oder wirtschaftlichem Druck betont. FairSquare wurde am 24. Juli darüber informiert, dass seine neueste Beschwerde abgelehnt worden war.
Infantino hat stets die Autonomie der FIFA-Rechtsprechungsorgane betont. Nach der Balogun-Kontroverse schrieb er, die zuständigen Ausschüsse seien unabhängig und arbeiteten autonom, indem sie das FIFA-Disziplinarreglement anwendeten und Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der Fakten des jeweiligen Falles träfen. FairSquare argumentierte jedoch, dass das Verhaltensmuster im Widerspruch zu Infantinos Pflichten als IOC-Mitglied stehe.
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Die IOC-Ethikkommission erklärte, sie sei nicht zuständig für die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation, FIFA-Präsident Gianni Infantino habe durch seine Unterstützung für Donald Trump gegen die politischen Neutralitätsregeln verstoßen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Der Tagesspiegel und Frankfurter Allgemeine. Veröffentlicht .