Wirtschaft · New York, Frankfurt und Wien

Intel-Aktie fällt um 30 Prozent – Tech-Ausverkauf drückt Nasdaq 100 auf Drei-Monats-Tief

Schwache Intel-Prognose und Zweifel an den KI-Ausgaben drückten den Nasdaq 100 am 30. Oktober auf ein Drei-Monats-Tief, während der DAX unter der Marke von 26.000 Punkten schloss.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, Handelsblatt, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Frankfurt, Wien · Vereinigte Staaten, Deutschland, Österreich
Wie es dazu kam
  1. 29.10.DAX schließt 1,3 Prozent höher bei 26.040 Punkten, dem höchsten Schlussstand seit Anfang September
  2. Donnerstagabend, 29. OktoberIntel legt eine Prognose für das vierte Quartal vor, die hinter den Erwartungen zurückbleibt
  3. 30.10.Intel-Aktie fällt um bis zu 30 Prozent, Amazon notiert bis zu 6 Prozent tiefer
  4. Schluss am Freitag, 30. OktoberDAX schließt laut Handelsblatt 0,9 Prozent tiefer bei 25.808 Punkten

Intels Prognose löst den Ausverkauf aus

Die Aktie von Intel fiel im Handel am 30. Oktober 2026 um fast 30 Prozent, nachdem der Chiphersteller einen schwachen Ausblick für das vierte Quartal gegeben hatte. Intel erwartet in diesem Quartal einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar; die Zahl wird durch schwächere Nachfrage nach PCs und einen Produktionsausfall in Israel belastet. Die Ergebnisse des dritten Quartals übertrafen die Erwartungen, doch der Ausblick enttäuschte die Anleger, und die Bank of America strich ihre Kaufempfehlung. Höhere Preise für Speicherchips haben den PC-Absatz gedrückt, und Lieferkettenprobleme bei Rechenzentrums-Chips erhöhen den Druck zusätzlich. Vor Mitte 2027 rechnet das Unternehmen nicht mit einer Besserung. ORF bezifferte den Tagesverlust an Intels Marktwert auf 140 Milliarden US-Dollar, der Standard schätzte ihn auf mehr als 137 Milliarden.

Amazon und die Frage nach den KI-Ausgaben

Die Amazon-Aktie fiel laut ORF um bis zu 6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli, während das Handelsblatt einen zwischenzeitlichen Rückgang von bis zu 8 Prozent meldete, der sich auf etwa 2 Prozent verengte. UBS machte enttäuschende Umsätze bei der Cloud-Sparte AWS für den Verlust verantwortlich, die gleichwohl um 39 Prozent wuchs. Amazon meldete für die vergangenen zwölf Monate einen freien Cashflow von minus 42,4 Milliarden US-Dollar, Alphabet im Quartal minus 9,1 Milliarden. Bei Meta wurde der freie Cashflow erstmals seit 2012 negativ, und SpaceX verbrannte rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazität bleibt hoch, doch der Markt fragt zunehmend, wie lange der KI-Boom finanziert werden kann, während der freie Cashflow der großen Cloud-Anbieter schrumpft.

Der Nasdaq und die Magnificent Seven

Der Nasdaq 100 fiel rund drei Stunden vor Handelsschluss um 3,7 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief und steuerte auf einen Monatsverlust von 6,8 Prozent zu. Reuters errechnete, dass die im Index gelisteten Unternehmen allein am 30. Oktober eine Billion US-Dollar an Marktwert verloren und im Oktober zwei Billionen. Zum Handelsbeginn lag der Dow Jones mit 52.204 Punkten nahezu unverändert, der S&P 500 rund 1 Prozent tiefer bei 7.628 Punkten und der Nasdaq Composite 2,5 Prozent tiefer bei 25.522 Punkten. Die sieben großen Tech-Werte haben sich voneinander entfernt. Ihre 60-Tage-Korrelation erreichte fast 0,8, fiel Mitte Oktober auf 0,12 und lag zuletzt bei 0,2 – unter dem Durchschnitt von 0,49. Sören Hettler, Analyst bei der DZ Bank, sagte:

„Die Ära der „Magnificent Seven“ als geschlossene Gruppe von Börsenhochfliegern scheint vorbei zu sein.“

Sören Hettler

Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank, erklärte die Divergenz so:

„Meiner Ansicht nach liegt das vor allem daran, dass der Markt vier Jahre nach der Veröffentlichung von ChatGPT stärker zwischen den Unternehmen unterscheidet und ihre jeweiligen KI-Strategien genauer bewertet.“

Ulrich Stephan, Anlagestratege

Europäische Märkte schließen schwächer

Der DAX schloss am 30. Oktober unter 26.000 Punkten. Das Handelsblatt meldete einen Schlussstand von 25.808 Punkten, ein Minus von 0,9 Prozent, während n-tv den Index zuvor mit 25.818 Punkten und 0,8 Prozent im Minus angegeben hatte. Trotz des Rückgangs legte der Index in der Woche um 2,5 Prozent und im Oktober um 2,5 Prozent zu. Am 29. Oktober war er um 1,3 Prozent auf 26.040 Punkte gestiegen, den höchsten Schlussstand seit Anfang September. Im Euro Stoxx 50 fielen Siemens Energy um 7,6 Prozent, Infineon um 6,7 Prozent und ASML um 6,3 Prozent, während Bayer angesichts der Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung 2027 um 4,6 Prozent zulegte. Matt Britzman, Chefanalyst bei Hargreaves Lansdown, beschrieb die Stimmung mit den Worten, erst werde verkauft und dann gefragt. Das Wachstum der Eurozone verlangsamte sich im dritten Quartal, und die französische Wirtschaft schrumpfte, während die deutschen Importpreise im Monatsvergleich um 2,1 Prozent und im Jahresvergleich um 10,4 Prozent stiegen. WTI-Rohöl notierte über 100 Dollar und steuerte auf einen Zuwachs von etwa 14 Prozent im Oktober zu, da der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran die Energiepreise hochhielt. Die LBBW warnte, ein erneuter US-Militärschlag gegen Iran nach den Zwischenwahlen würde weiteres Öl ins Feuer gießen.

Größte Bewegungen bei deutschen und europäischen Aktien am 30. Oktober 2026%
Siemens Energy
-7.6 %
Infineon
-6.7 %
ASML
-6.3 %
Bayer
4.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Die kommende Woche

In der Woche ab dem 2. November stehen für die Märkte die US-Zwischenwahlen und eine Flut von Quartalszahlen von Apple, AMD und Palantir an. Der US-Arbeitsmarktbericht wird am 6. November erwartet. Die Bank of England dürfte am Donnerstag, 5. November, erstmals seit drei Jahren die Zinsen anheben. Die Anleger werden prüfen, ob der KI-Handel nach dem Ausverkauf, mit dem der Oktober endete, Bestand hat.

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