
Fed-Protokoll zeigt Spaltung bei Zinserhöhungen unter Warsh, während Iran-Waffenstillstand neuen Inflationsschub droht
Protokolle von Kevin Warshs erstem Treffen als Vorsitzender zeigten eine gespaltene Federal Reserve, wobei einige Amtsträger zu Zinserhöhungen neigten. Donald Trumps Warnung, dass der Iran-Waffenstillstand scheitern könnte, verlieh der Lage neue Dringlichkeit und löste einen Ölpreissprung aus.
Falkenhaftes Signal bei Warshs erstem Treffen
Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der Sitzung vom 16.–17. Juni zeigten einen gespaltenen Offenmarktausschuss der Federal Reserve. Einige Amtsträger gaben an, sie hätten eine sofortige Zinserhöhung unterstützen können, während andere eher abwarten wollten. Die Abstimmung über die Beibehaltung des Leitzinses bei 3,5–3,75 % war einstimmig, aber der Ausschuss strich eine langjährige Tendenz zu künftigen Zinssenkungen.
In solchen Szenarien gaben fast alle dieser Teilnehmer an, dass eine gewisse Straffung der Geldpolitik wahrscheinlich gerechtfertigt wäre, um die Inflation auf 2 Prozent zurückzuführen.
Inflation und die Bedrohung durch den Iran-Krieg
Die Diskussion wurde von der wiederauflebenden Inflation dominiert, die im Mai auf Jahressicht bei 4,1 % lag – mehr als doppelt so hoch wie das Fed-Ziel von 2 % und ein Drei-Jahres-Hoch. Der Krieg mit Iran hat die Energiekosten in die Höhe getrieben, und Trumps Aussage vom Mittwoch, der Waffenstillstand könne vorbei sein, ließ die Ölpreise stark steigen. Die Teilnehmer nannten zudem die KI-getriebene Nachfrage und Zölle als Aufwärtsrisiken.
Warsh gestaltet Kommunikation um
Vorsitzender Kevin Warsh nutzte sein erstes Treffen, um die traditionell detaillierte Kommunikation der Fed einzuschränken. Die Erklärung nach der Sitzung wurde drastisch gekürzt und jegliche Vorausschau auf Zinsschritte gestrichen. Die Protokolle selbst wurden nur geringfügig gestrafft, aber Warsh brach mit der Tradition, indem er sich weigerte, irgendwelche Wirtschaftsprognosen vorzulegen, wie die FT berichtet.
Globale Inflationswarnungen
Am selben Tag warnte der IWF, dass die Inflation weiterhin eine Bedrohung für die Weltwirtschaft darstelle. Die Märkte preisen nun eine höhere Wahrscheinlichkeit weiterer Straffungen ein, falls der Iran-Konflikt eskaliert.
- FOMC hält Zinsen bei 3,5–3,75 %, streicht Lockerungstendenz.
- Trump sagt, Iran-Waffenstillstand sei vielleicht ‚vorbei‘; Ölpreise steigen.
- Fed-Protokolle offenbaren falkenhafte Neigungen, Zinserhöhungsdebatte.


