Makroökonomie · London

Bank of England hält Leitzins bei 3,75 % – Waffenruhe zwischen USA und Iran dämpft Inflationssorgen

Die Bank of England hat ihren Leitzins am Donnerstag bei 3,75 % belassen. Sie bewertete eine vorsichtige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sowie schwächere Inflationsdaten als ausreichend, um vor einer weiteren Zinserhöhung Zeit zu gewinnen – obwohl zwei geldpolitische Entscheidungsträger widersprachen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, Reuters, Sky News und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 12.06.Vorsichtige Waffenruhe zwischen USA und Iran zeichnet sich ab
  2. 17.06.Britische Inflation bleibt im Mai unerwartet bei 2,8 %
  3. 18.06.Bank of England belässt Leitzins bei 3,75 % (7-2-Abstimmung)

Entscheidung bleibt stabil

Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England stimmte mit 7 zu 2 dafür, den Leitzins bei 3,75 % zu belassen, wo er seit Beginn des US-iranischen Konflikts im Februar liegt. Die Entscheidung entsprach den Prognosen der Ökonomen und spiegelte eine vorsichtige Einschätzung der weiterhin unsicheren Inflationsrisiken wider.

Dissens wächst, aber Mehrheit bleibt vorsichtig

Chefvolkswirt Huw Pill und das externe Ausschussmitglied Megan Greene sprachen sich für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt aus. Sie argumentierten, dass ein frühzeitiges Handeln nötig sei, um sogenannte Zweitrundeneffekte durch die gestiegenen Energiekosten zu verhindern. Die übrigen sieben Mitglieder, darunter Gouverneur Andrew Bailey, entschieden sich abzuwarten und verwiesen auf die vorsichtige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie auf schwächer als erwartet ausgefallene Inflationsdaten.

Inflation und Wachstum: ein gemischtes Bild

Die Verbraucherpreisinflation blieb im Mai unerwartet bei 2,8 % – ein 13-Monats-Tief – da ein Rückgang der Lebensmittelpreise die gestiegenen Flug- und Benzinpreise ausglich. Die Bank warnte jedoch, dass die höheren Energiepreise der vergangenen vier Monate „inflationswirksamen Druck in der Pipeline“ erzeugt hätten, und sie erwarte weiterhin, dass die Inflation bis zum vierten Quartal 3,25 % übersteigen werde. Die britische Wirtschaft schrumpfte im April um 0,1 %, obwohl die BoE ihre Schätzung des zugrunde liegenden vierteljährlichen Wachstums leicht auf 0,2 % anhob.

Geopolitik und Energie

Das Aufkommen einer vorsichtigen Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise unter 80 Dollar pro Barrel gedrückt und die Hoffnung genährt, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnte – einer der Hauptkanäle, der die britische Inflation anheizt. Die Bank betonte jedoch, dass die Nachhaltigkeit der Waffenruhe weiterhin unsicher sei. Gouverneur Bailey bezeichnete den Ölpreisrückgang als „ermutigend“, sagte aber, es sei zu früh, um Entwarnung zu geben.

Marktreaktion

Das Pfund Sterling fiel um 0,6 % auf rund 1,3212 Dollar – den niedrigsten Stand seit Anfang April – und gab auch gegenüber dem Euro nach. Die Rendite zweijähriger britischer Staatsanleihen stieg um 7 Basispunkte auf 4,2 %, während der FTSE-100-Index um 1 % nachgab. Die Swap-Sätze, die die Hypothekenzinsen beeinflussen, sind von ihrem Höchststand im Mai um etwa 0,35 bis 0,40 Prozentpunkte gefallen, was die Erwartung nährt, dass Kreditgeber wie HSBC und Barclays die Hypothekenzinsen weiter senken könnten.

Analysten äußern sich

„Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran beseitigt, falls es Bestand hat, ein erhebliches Risiko für die künftige Inflation. Die Zinsentscheider werden zwar nichts als selbstverständlich hinnehmen wollen, doch die Anzeichen deuten darauf hin, dass der Inflationsdruck derzeit ausreichend eingedämmt ist, um die Zinsen nicht noch weiter in restriktiveres Terrain führen zu müssen.“

Jeremy Batstone-Carr, Europastratege bei Raymond James Wealth Management

„Die BoE hat wahrscheinlich Spielraum, um den Energieschock zu bewerten, bevor sie entschlossen handelt. Die jüngsten taubenhaften Daten erinnern den MPC daran, dass ein zu frühes Handeln die Wachstumsaussichten erheblich dämpfen könnte.“

Simon Dangoor, Leiter des Fixed Income Macro Investing bei Goldman Sachs Asset Management

„Die beiden Stimmen für eine Erhöhung zeigen, dass einige Entscheidungsträger weiterhin besorgt über den zugrunde liegenden Inflationsdruck sind. Aber mit dem jüngsten Rückgang der Energiepreise und den schwächeren Inflationsdaten von gestern entwickeln sich die Ereignisse im Einklang mit – oder möglicherweise sogar besser als – dem Szenario A der Bank aus der letzten Sitzung, das mit einer Beibehaltung der Zinsen in diesem Jahr vereinbar war.“

Luke Bartholomew, Stellvertretender Chefvolkswirt bei Aberdeen

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen