Makroökonomie · Warschau
Polens Inflation im Mai bei 3,1 % bestätigt – weit unter Prognosen dank sinkender Gemüsepreise
Der polnische Verbraucherpreisindex stieg im Mai im Jahresvergleich um 3,1 % und blieb damit hinter der Konsensprognose von 3,7 % zurück, nachdem ein monatlicher Rückgang der Gemüsekosten die Lebensmittelpreise drückte, wie das Statistikamt am Montag bestätigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wnp.pl, Do Rzeczy, www.money.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der VPI stieg im Mai um 3,1 % statt der erwarteten 3,7 %, getrieben durch einen starken monatlichen Rückgang der Lebensmittelpreise.
Die Gemüsepreise fielen im Monatsvergleich um 7,8 % und zogen die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke um 1,0 % nach unten.
Die Kerninflation, ohne Lebensmittel und Energie, hielt sich im Jahresvergleich bei etwa 3,0 %.
Der reguläre Steuersatz gilt wieder ab dem 16. Juni, was die Inflation potenziell um 0,2 Prozentpunkte erhöhen könnte; eine spätere Mehrwertsteueranpassung könnte die Kraftstoffkosten weiter anheben.
Inflationsüberraschung
Die jährliche VPI-Inflation in Polen lag im Mai 2026 bei 3,1 % und damit unter den 3,2 % vom April, wie das Zentrale Statistikamt (GUS) berichtete. Der Wert lag deutlich unter den von Ökonomen erwarteten 3,7 % und entsprach einer früheren Schnellschätzung. Im Monatsvergleich fielen die Verbraucherpreise um 0,3 %.
„Wie üblich im Mai war das Gemüse, höchstwahrscheinlich neue Frühlingsware, der „Schuldige“ hinter dem starken Rückgang der Lebensmittelpreise. Auch der organisierte Tourismus trug dazu bei.“
Einbruch der Gemüsepreise
Die stärksten Preisrückgänge verzeichneten Lebensmittel und alkoholfreie Getränke, die im Monatsvergleich um 1,0 % sanken. Gemüse allein verbilligte sich um 7,8 % gegenüber April – ein monatlicher Rückgang, der laut Analysten der PKO BP nur im Mai 2014 und 2002 beobachtet wurde. Auch Fleisch und Fette verzeichneten deutliche Rückgänge. Die Kerninflation, die Lebensmittel und Energie ausschließt, blieb im Jahresvergleich bei etwa 3,0 %.
Aufschlüsselung nach Kategorien
Während sich die Gesamtinflation abschwächte, stiegen mehrere Kategorien im Jahresvergleich weiter an. Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerten sich um 5,0 %, Verkehr und Freizeit legten jeweils um 5,6 % zu, Gesundheitsdienstleistungen stiegen um 5,1 % und alkoholische Getränke sowie Tabak waren 6,4 % teurer. Restaurants und Beherbergungsdienstleistungen stiegen um 4,5 %. Bekleidung und Schuhe hingegen fielen im Jahresvergleich um 3,4 %.
- Wohnen & Energie
- 5 %
- Verkehr
- 5.6 %
- Gesundheit
- 5.1 %
- Alkohol & Tabak
- 6.4 %
- Restaurants & Hotels
- 4.5 %
- Bekleidung & Schuhe
- -3.4 %
Daten aus dem Artikeltext
Dynamik bei Kraftstoffen und Energie
Die Kraftstoffpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr um 12,3 %, gaben jedoch im Monatsvergleich um 0,1 % nach. Die Strom- und Gaspreise blieben stabil. Ökonomen der PKO BP merkten an, dass die Kraftstoffpreise im Juni bisher um etwa 7 % gefallen sind, eine geplante Wiederherstellung der Verbrauchssteuer am 16. Juni jedoch etwa 4–5 % hinzufügen wird. Premierminister Donald Tusk hat zudem eine Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz auf Kraftstoffe im Sommer signalisiert, ein Schritt, der die Endpreise an der Zapfsäule um etwa 14 % anheben könnte.
Ausblick und Risiken
Analysten erwarten, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten auf dem aktuellen Niveau stabilisiert oder sogar leicht sinkt. Die Wiederaufnahme des regulären Steuersatzes am 16. Juni könnte maximal 0,2 Prozentpunkte hinzufügen, was durch den anhaltenden Rückgang der weltweiten Ölpreise ausgeglichen wird. Eine spätere Mehrwertsteuererhöhung hätte größere Auswirkungen, ist aber noch nicht in der Basisprognose enthalten. Geopolitische Entwicklungen bleiben das größte Aufwärtsrisiko, obwohl die kurzfristigen Befürchtungen nachgelassen haben.
„Nach der Rückkehr zum höheren Mehrwertsteuersatz auf Kraftstoffe könnte die Inflation vorübergehend auf über 3,5 % im Jahresvergleich steigen, aber das Risiko, dass sie dauerhaft über diesem Niveau bleibt, ist gering.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Donald Tusk
- Polnischer Premierminister, der eine mögliche Rückkehr zu einer höheren Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe im Sommer ankündigte
- Orte
- Warschau
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