Indiens erste private Rakete Vikram 1 erreicht die Umlaufbahn, Premierminister Modi preist ‚wesentlichen Moment‘ der Raumfahrt
Skyroots Vikram 1 hob um 12:05 Uhr Ortszeit von Sriharikota ab und brachte Demonstrationssatelliten in eine 450 km hohe Umlaufbahn, womit ein neues Kapitel für Indiens kommerzielle Raumfahrtambitionen aufgeschlagen wird.
Start erfolgreich
Indiens erste privat entwickelte Rakete, die 23 Meter lange Vikram 1 von Skyroot, hob am Samstag, den 18. Juli 2026, um 12:05 Uhr Ortszeit (06:35 GMT) vom Satish-Dhawan-Weltraumbahnhof in Sriharikota im Süden Indiens ab. Die dreistufige Trägerrakete erreichte nach einem Flug von etwas mehr als 15 Minuten ihre Betriebsumlaufbahn in 450 km Höhe, teilte das Unternehmen mit. An Bord befanden sich Demonstrationssatelliten, die von indischen Kleinstunternehmen entwickelt wurden, was die erste Mission zu einer Schau für das wachsende private Raumfahrtökosystem des Landes machte.
Hallo Weltraum, wir sind da! Die erste Mission von Vikram-1 ist ein Erfolg. Indiens erster privater Raketenstart ist gelungen.
Der Start macht Skyroot zum ersten privaten indischen Unternehmen, das eine Rakete in die Umlaufbahn bringt – ein Meilenstein, der auf die Entscheidung der Regierung von 2020 folgt, den Raumfahrtsektor für private Firmen zu öffnen. Vikram 1 ist für die Beförderung von Nutzlasten von bis zu 350 kg in eine niedrige Erdumlaufbahn ausgelegt und zielt auf den Markt für kleine Satelliten ab.
Politische und brancheninterne Reaktionen
Premierminister Narendra Modi, der sich für die Privatisierung der Raumfahrt eingesetzt hat, bezeichnete das Ereignis als einen wesentlichen Moment für das Raumfahrtprogramm des Landes.
Dies ist ein wesentlicher Moment in Indiens Reise in den Weltraum. Die wachsende Beteiligung des Privatsektors eröffnet neue Grenzen und beschleunigt Innovation. Dieser Erfolg wird viele junge Menschen ermutigen, größer zu träumen und furchtlos zu innovieren.
Der ehemalige ISRO-Vorsitzende K. Sivan begrüßte ebenfalls den Einstieg des Privatsektors und wies darauf hin, dass der Bau und Start einer Rakete die Beherrschung komplexer Technologien erfordere.
Dies ist besonders bei Skyroot der Fall.
Indiens Raumfahrtambitionen
Der erfolgreiche Flug reiht sich in eine Reihe von Errungenschaften der staatlichen indischen Raumfahrtorganisation ISRO ein. Die ISRO brachte 2014 eine Sonde in eine Marsumlaufbahn und war damit die erste asiatische Nation, der dies gelang, und landete 2023 einen Rover auf dem Mond – beide zu Kosten, die weit unter denen anderer Raumfahrtnationen lagen. Die Behörde strebt nun an, möglicherweise bereits 2027 einen Astronauten mit eigenen Fähigkeiten in die Umlaufbahn zu bringen. Modi hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 einen Inder auf dem Mond zu landen, ein Ziel, das das Land mit 1,5 Milliarden Menschen in eine elitäre Gruppe von Mondforschern katapultieren würde.
- Die Mars Orbiter Mission der ISRO erreicht die Marsumlaufbahn, womit Indien die erste asiatische Nation ist, die den Planeten erreicht.
- Chandrayaan-3 landet einen Rover auf dem Mond; Indien wird das vierte Land, das eine weiche Landung erreicht.
- Skyroots Vikram 1, die erste private indische Rakete, erreicht von Sriharikota aus die Umlaufbahn.
- Die ISRO will ihre erste bemannte Orbitalmission starten und einen indischen Astronauten ins All schicken.
- Premierminister Modi strebt die Landung eines Inders auf dem Mond an.
Ein wachsender kommerzieller Markt
Die politische Änderung von 2020 ermöglichte privaten Unternehmen den Bau und Betrieb von Raketen und Satelliten und beendete damit das Monopol der ISRO. Die Reform hat eine heimische Raumfahrtindustrie mit mehr als 400 Kleinstunternehmen hervorgebracht, deren derzeitige Jahreseinnahmen auf 8 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Beamte hoffen, diese Zahl innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 40 bis 50 Milliarden US-Dollar auszubauen. Das erfolgreiche Debüt von Vikram 1 dürfte Investitionen beschleunigen und weitere private Akteure anziehen. Die Nutzlastkapazität von 350 kg positioniert die Rakete, um die wachsende globale Nachfrage nach Starts kleiner Satelliten zu bedienen – ein Segment, in dem sich Indiens Kosteneffizienz als entscheidend erweisen könnte. Die 8 Milliarden US-Dollar sind ein Bruchteil der globalen Raumfahrtwirtschaft, aber Indiens Kosten Vorteil hat es zu einem attraktiven Ziel für die Satellitenfertigung und Startdienstleistungen gemacht.
- Aktuell (2026)
- 8 Mrd. USD
- Ziel (2036)
- 40 Mrd. USD


