
Güterzug entgleist nahe Wierchomla, sechs leere Waggons stürzen in den Poprad; Bergung geht in den zweiten Tag
Am Freitagnachmittag entgleiste ein Güterzug mit leeren Waggons nahe Wierchomla in Südpolen, wobei sechs Wagen von den Gleisen abkamen und einige in den Poprad stürzten. Niemand wurde verletzt, und der Fahrer wurde negativ auf Alkohol und Drogen getestet.
Entgleisung auf der Strecke 96
Ein Güterzug auf dem Weg von Muszyna nach Kędzierzyn-Koźle entgleiste am Freitag, dem 17. Juli 2026, um 15:35 Uhr auf dem Abschnitt Wierchomla–Piwniczna der Bahnstrecke 96. Sechs leere Waggons verließen die Gleise, und einige von ihnen rutschten in den Poprad. Niemand wurde verletzt. Eine Bewohnerin des nahe gelegenen Kąty, Anna, schilderte den Moment der Gazeta Wyborcza.
Plötzlich hörten wir einen kräftigen Pfiff. Kurz darauf erschien eine Staubwolke über dem vorbeifahrenden Zug, und dann gab es einen Knall und ein Platschen.
Sofortmaßnahmen und Nachtarbeit
Einsatzkräfte und Mitarbeiter von PKP Polskie Linie Kolejowe (PKP PLK) trafen schnell ein. In der Nacht stellte ein Spezialkran neben der Strecke zwei entgleiste Waggons um 1:15 Uhr wieder auf die Gleise. Weitere 17 Waggons, die zum Zugverband gehört hatten, wurden auf ein Nebengleis in Nowy Sącz überführt, wo die Staatliche Kommission für Eisenbahnunfalluntersuchung sie inspizieren wird. Von der Seite Muszyna erreichte zudem ein Spezialrettungsfahrzeug den Ort, um die verbleibenden Waggons für den Abtransport vorzubereiten.
Bergungsfortschritt am Samstag
Bis 16:00 Uhr am Samstag, dem 18. Juli, hatten die Einsatzkräfte sieben weitere Waggons von den Gleisen entfernt. Die Arbeiten zur Wiedereinsetzung der restlichen Waggons laufen weiter. Die Gleisreparatur hat begonnen, aber die Infrastruktur wurde an mindestens zwei Stellen beschädigt. PKP PLK erklärte, dass der Wiederaufbau der Gleise eine Voraussetzung für die Bergung der noch im Poprad liegenden Waggons sei. Ein schwerer Kran ist bereits für diesen Einsatz vor Ort.
Unser Ziel ist es, die volle Funktionsfähigkeit der Bahnstrecke so schnell und sicher wie möglich wiederherzustellen, unter Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards.
- Sechs leere Waggons entgleisen auf dem Abschnitt Wierchomla–Piwniczna; einige fallen in den Poprad.
- Spezialkran hebt zwei entgleiste Waggons wieder auf die Gleise.
- 17 Waggons zur Inspektion durch die Staatskommission auf ein Nebengleis in Nowy Sącz überführt.
- Spezialrettungsfahrzeug trifft aus Muszyna ein, um die verbleibenden Waggons für den Abtransport vorzubereiten.
- Sieben weitere Waggons von den Gleisen entfernt; Gleisreparatur beginnt.
Ermittlungen und Fahrerstatus
Die Staatliche Kommission für Eisenbahnunfalluntersuchung arbeitet am Unfallort, um die Ursache zu ermitteln. PKP-Cargo-Sprecherin Julita Sołtysiak bestätigte, dass der Fahrer getestet wurde und nüchtern war, ohne Drogen in seinem System.
Der Fahrer wurde getestet, was ergab, dass er nüchtern war und keine Drogen in seinem System nachgewiesen wurden.
Auswirkungen auf Fahrgäste
Die Strecke 96 bleibt zwischen Nowy Sącz und Krynica-Zdrój gesperrt. Für die Fahrgäste von POLREGIO und PKP Intercity wurden Busse als Ersatzverkehr eingerichtet. Ersten Schätzungen zufolge werden die Störung und die Bergungsarbeiten noch mindestens einen weiteren Tag, möglicherweise mehrere Tage, andauern, bevor der normale Bahnverkehr wieder aufgenommen werden kann.


