
Tom Cruise und Alejandro Inarritu führen neue Kinostarts mit Polit-Satire Digger an
Alejandro Gonzalez Inarritus Polit-Satire Digger kommt am 1. Oktober 2026 in die Kinos und führt eine Reihe internationaler Starts an, zu der auch Ildiko Enyedis Silent Friend und der Psychothriller Verity gehören.
Alejandro Gonzalez Inarritu inszeniert die Polit-Satire Digger
Alejandro Gonzalez Inarritu, der zweifache Oscar-Preisträger und Regisseur von Babel und The Revenant, bringt seine Polit-Satire Digger am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, auf die Kinoleinwand. Die 128-minütige amerikanisch-britisch-mexikanische Koproduktion ist ein erhebliches finanzielles Engagement von Warner Bros, das mehr als 150 Millionen Dollar für das Projekt bereitstellte. Tom Cruise spielt Digger Rockwell, einen arroganten Öltycoon, der die reichsten 0,1 Prozent der Gesellschaft verkörpert. Unter schwerem Make-up und Prothesen, die ihn um fünfzehn bis zwanzig Jahre altern lassen, porträtiert Cruise einen Konzernmogul, der auf seinem Grundstück in Grönland eine Umweltkatastrophe bewältigen muss. Ein schweres Methanleck spaltet den Boden und schickt eine gewaltige, gefrorene Landmasse unkontrolliert in Richtung des europäischen Kontinents.
Chaos im Weißen Haus und institutionelle Lähmung
Statt die Katastrophe verantwortungsvoll anzugehen, arbeitet Rockwell mit einem unberechenbaren Präsidenten der Vereinigten Staaten zusammen, dargestellt von John Goodman, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Notlage unter Kontrolle sei. Die Erzählung zieht strukturelle Parallelen zu Stanley Kubricks Dr. Seltsam und untersucht die Absurdität der Regierung, während der Präsident durch persönliche Gesundheitskämpfe mit Krebs schreit und zugleich territoriale Interessen in Grönland verfolgt. Militärführer und Berater, gespielt von Robert John Burke, Michael Stuhlbarg und Cullen Moss, plädieren für Militärschläge und argumentieren, dass die Bombardierung des abgetrennten Geländes die einzig gangbare Lösung sei. Unterdessen versucht ein Forscherteam unter der Leitung einer indisch-amerikanischen Wissenschaftlerin, gespielt von Riz Ahmed, die Krise mit Gelassenheit zu bewältigen, doch die politische Führung ignoriert ihren wissenschaftlichen Rat. Sandra Hüller und Jesse Plemons vervollständigen die Hauptbesetzung in einer Erzählung, die Umweltverantwortungslosigkeit, Sexismus, Rassismus und politische Korruption ins Visier nimmt.
- Digger
- 128 Min.
- Silent Friend
- 147 Min.
Ildiko Enyedi präsentiert das Mehr-Epochen-Drama Silent Friend
Neben Hollywood-Produktionen ist auch das internationale Autorenkino prominent vertreten mit dem Start von Silent Friend, einem 147-minütigen Drama der ungarischen Regisseurin Ildiko Enyedi, die zuvor mit On Body and Soul bekannt wurde. Die über mehrere Epochen verlaufende Erzählung entfaltet sich im Botanischen Garten einer deutschen Universität und dreht sich um einen imposanten Ginkgo biloba, der über Generationen hinweg als stummer Zeuge dient. Luna Wedler und Lea Seydoux führen die Besetzung durch drei verschiedene zeitliche Handlungsstränge. Der Film folgt einer asiatischen Neurowissenschaftlerin, die während der Pandemie 2020 auf dem Universitätsgelände isoliert ist, einem Studenten der 1970er Jahre, dessen Sichtweise sich beim Betrachten einer Geranie wandelt, und der ersten Studentin der Universität im frühen 20. Jahrhundert, die beim Fotografieren botanischer Exemplare universelle Muster entdeckt.
Dokumentarfilme, Historienabenteuer und Animationen erweitern das Programm
Der Kinokalender für die Woche ab dem 1. Oktober 2026 umfasst mehrere weitere internationale und Studio-Veröffentlichungen. Das französische Kino blickt mit De Gaulle auf historische Führung zurück und erkundet das Vermächtnis des bedeutenden französischen Staatsmanns. Der Dokumentarfilm NAZA dokumentiert den gegenwärtigen geopolitischen Konflikt und zeigt die harten Realitäten und die Zerstörung moderner Kriegsführung. Der Psychothriller The Diary of Verity führt eine Geschichte gefährlicher Geheimnisse mit Anne Hathaway und Dakota Johnson ein. Zum Kinoprogramm gehört außerdem The Uprising, ein Historienabenteuer mit Andrew Garfield, sowie Familienprogramm mit dem Animationsfilm Tad and the Magic Lamp.


