
Homan räumt mögliches Überprüfungsversagen nach ICE-Schießerei in Maine ein
Tom Homan sagt, die interne Ermittlung untersuche, wie ein Beamter mit Missbrauchsvorwürfen freigegeben werden konnte, nachdem zwei tödliche Schießereien innerhalb einer Woche die Kongresskontrolle über Trumps Abschiebetruppe verstärken.
Tödliche Schießereien in Maine und Texas
Zwei ICE-Beamte waren innerhalb einer Woche an tödlichen Schießereien beteiligt, was die Durchsetzungsoperationen der Behörde erschütterte. In Maine wurde der 25-jährige kolumbianische Staatsangehörige Johan Sebastián Durán Guerrero, der seinen legalen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hatte, erschossen. Der als David Brouillette identifizierte Beamte, ein Armeeveteran, befindet sich laut Portland Press Herald in Schutzhaft. Eine zweite tödliche Schießerei ereignete sich in Houston, Texas. Die aufeinanderfolgenden Todesfälle veranlassten Heimatschutzminister Markwayne Mullin, eine vorübergehende Aussetzung aller Fahrzeugkontrollen anzuordnen. Präsident Donald Trump machte diese Entscheidung fast sofort rückgängig und bestand darauf, die Kontrollen wieder aufzunehmen, da sie ein notwendiges Instrument in seinem Feldzug zur Ergreifung und Abschiebung von Einwanderern ohne legalen Status seien.
Vergangenheit des Beamten wirft Überprüfungsfragen auf
Gerichtsdokumente und Interviews ergaben, dass Brouillette von zwei Ex-Frauen des Missbrauchs beschuldigt worden war. Eine Ex-Frau sagte gegenüber CNN, sie habe während der Ehe schwere häusliche Gewalt erlebt und er habe immer gewalttätiges Verhalten gezeigt, und fügte hinzu, falls ihr jemals etwas zustoße, müsse man bei ihm nachsehen. Ein Richter ordnete zeitweise an, dass Brouillette alle Schusswaffen abgeben müsse. Brouillette bestritt die Vorwürfe. Auf CNN's State of the Union gefragt, ob jemand mit dieser Vorgeschichte ICE-Beamter hätte werden dürfen, antwortete Homan, wenn die Vorwürfe wahr seien, hätte der Beamte die Sicherheitsüberprüfung nie bestehen dürfen.
Wenn das Fakten sind, glaube ich nicht, dass er jemals die Sicherheitsüberprüfung hätte bestehen dürfen.
Homan sagte, eine interne Ermittlung untersuche nun, wie der Überprüfungsprozess versagt haben könnte, einschließlich der Frage, ob die Informationen nicht verfügbar waren oder übersehen wurden. "Wie konnte der Überprüfungsprozess versagen? War diese Information nicht verfügbar? Wussten sie nichts davon?", fragte er.
Politische Reaktion und Bodycam-Pflicht
Nach den Schießereien erließ der amtierende ICE-Direktor David Venturella eine Anweisung, die vorschreibt, dass bei allen Fahrzeugkontrollen mindestens eine Bodycam aktiv sein muss. Homan bestätigte die Änderung und erklärte, dass "bei allen Fahrzeugkontrollen mindestens eine Bodycam vor Ort ist, um das gesamte Ereignis aufzuzeichnen." Die Anweisung folgte auf die kurze Pause und Trumps Rücknahme. Homan sagte auch, er verfolge nicht, ob die an den Schießereien beteiligten Beamten beurlaubt worden seien, merkte jedoch an, dass sie laut Richtlinie in der Regel bis zum Abschluss der Ermittlungen beurlaubt würden.
Druck des Kongresses und Beschwerden über übermäßige Gewalt
Abgeordnete beider Parteien haben Bedenken hinsichtlich der Ausbildung und Taktik des Ministeriums für Innere Sicherheit geäußert. Während einer nichtöffentlichen Unterrichtung für den Ausschuss für Innere Sicherheit des Repräsentantenhauses drängten Demokraten ICE-Beamte auf Antworten. Den Abgeordneten wurde mitgeteilt, dass es 56 Beschwerden über übermäßige Gewalt gegen ICE-Beamte gegeben habe. Einige Mitglieder verließen die Unterrichtung mit mehr Fragen als Antworten. Das Weiße Haus hat im Rahmen seiner Massenabschiebe-Kampagne tägliche Verhaftungsquoten festgelegt, was den Druck auf die rasch vergrößerte Truppe erhöht.
- ICE-Beamter David Brouillette erschießt Johan Sebastián Durán Guerrero, einen kolumbianischen Staatsangehörigen mit legalem US-Aufenthaltsstatus
- Ein zweiter tödlicher Schusswechsel durch einen ICE-Beamten ereignet sich in Houston, Texas
- Heimatschutzminister Markwayne Mullin ordnet eine vorübergehende Aussetzung aller Fahrzeugkontrollen an
- Präsident Trump überstimmt die Aussetzung und besteht darauf, dass die Fahrzeugkontrollen wieder aufgenommen werden
- Der amtierende ICE-Direktor David Venturella verlangt mindestens eine laufende Bodycam bei allen Fahrzeugkontrollen
- Tom Homan bestätigt, dass die interne Ermittlung den Überprüfungsprozess untersucht, der Brouillette freigegeben hatte
Breitere Auswirkungen auf Trumps Abschiebeagenda
Die Vorfälle haben ein Schlaglicht auf die Eile des Ministeriums für Innere Sicherheit geworfen, Tausende neuer ICE-Beamten zu rekrutieren, auszubilden und zu entsenden, um Trumps Abschiebeziele zu erreichen. Homan räumte ein, dass auch die Ausbildung überprüft werde. Die aggressive Durchsetzungshaltung der Regierung hat Fragen aufgeworfen, ob Überprüfung und Aufsicht mit der raschen Ausweitung Schritt halten. Homan sagte, es seien Änderungen vorgenommen worden, aber es bleibe unklar, ob die Maßnahmen die Kritiker im Kongress zufriedenstellen oder die zugrunde liegenden Bedenken hinsichtlich des Verhaltens von Beamten ausräumen würden.
