
Harlan Cobens „I Will Find You“ landet mit einem Gefängnisausbruch in Maine und gemischten Kritiken bei Netflix
Die achtteilige Miniserie mit Sam Worthington und Britt Lower erzählt von einem Vater, der aus dem Gefängnis flieht, nachdem Beweise auftauchen, dass der Sohn, dessen Mord ihm zur Last gelegt wurde, möglicherweise noch lebt.
Die Handlung
David Burroughs (Sam Worthington) verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an seinem dreijährigen Sohn Matthew. Als seine ehemalige Schwägerin Rachel (Britt Lower), eine diskreditierte Journalistin, ihn mit einem Foto besucht, das ein Kind zeigt, das Matthew ähnelt (einschließlich eines charakteristischen Muttermals), bricht David aus dem Gefängnis aus. Unterstützt von Rachel deckt er eine Verschwörung auf, die eine Fruchtbarkeitsklinik, eine wohlhabende Familie und eine Entführung umfasst. Der wahre Täter ist Hayden Payne (Milo Ventimiglia), der glaubte, Matthew sei sein leiblicher Sohn. Nach fünf Jahren, die Matthew bei den Paynes versteckt war, hat er seine wahre Identität vergessen.
Kritische Rezeption
Die Kritiken gehen stark auseinander.
The Hollywood Reporter bemerkt eine Lawine von Wiederholungen:„I Will Find You“ ist mit Abstand der schwächste Teil in Netflix‘ erfolgreicher Whodunnit-Reihe bisher.
Doch Variety findet die Serie fesselnd:Es gibt keinen Handlungspunkt, der nicht mindestens ein halbes Dutzend Mal wiederholt wird.
Der achtteilige Mystery-Thriller ist eine packende und immersive Geschichte über die Tiefen der elterlichen Liebe.
Absurdität angenommen
Mehrere Medien äußern sich zu den abstrusen Wendungen.
The Independent beschreibt eine gehirnerschmelzende Wirkung:Coben erreicht mit typischer Rücksichtslosigkeit neue Höhen der Absurdität.
Am Ende der acht Episoden hatte sich mein Gehirn in Suppe verwandelt.
Ein US-amerikanisches Setting
Im Gegensatz zu den meisten früheren Netflix-Adaptionen von Cobens Werken (die die Handlungen nach Großbritannien verlegten) spielt „I Will Find You“ im Heimatland des Autors, den Vereinigten Staaten – genauer gesagt in Briggs, Maine. Diese Rückkehr auf amerikanischen Boden verleiht der Serie ein glanzvolleres, hochbudgetiertes Gefühl, obwohl Kritiker anmerken, dass das Rezept unverändert bleibt: ein weißer Mann mittleren Alters, der sich überfordert, Cliffhanger an jeder Ecke und eine Verschwörung, die bis ins Gefängnis selbst reicht.
Darstellerleistungen
Worthingtons intensive, raue Darstellung wird mit Kiefer Sutherland in 24 verglichen, während Lower durch ihre Rolle in „Severance“ Glaubwürdigkeit einbringt. Die erfahrenen Schauspieler Chi McBride und Logan Browning verleihen der Serie Gewicht, aber die Serie lebt weitgehend von der Katz-und-Maus-Dynamik zwischen dem flüchtigen Vater und dem FBI.


