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Kreuzfahrtschiff Hondius darf nach tödlichem Hantavirus-Ausbruch und Quarantäne in Rotterdam wieder auslaufen

Die MV Hondius hat die Genehmigung erhalten, den Betrieb wieder aufzunehmen, nachdem die Rotterdamer Gesundheitsbehörden bestätigt haben, dass das Schiff nach einem Hantavirus-Ausbruch, bei dem drei Passagiere starben, wirksam gereinigt und desinfiziert wurde.

Das Kreuzfahrtschiff Hondius, das aufgrund eines Hantavirus-Ausbruchs an Bord weltweit für Besorgnis gesorgt hatte, hat am Samstag die Genehmigung erhalten, nach einer gründlichen Reinigung und Desinfektion wieder in See zu stechen. Die endgültige Freigabe erfolgte durch das städtische Gesundheitsamt Rotterdam-Rijnmond (GGD Rotterdam-Rijnmond) nach einer abschließenden Inspektion am Freitag.

Aus gesundheitlicher Sicht gibt es keine Hindernisse mehr, die Hondius in Dienst zu stellen.

GGD Rotterdam-Rijnmond

Der Ausbruch und die Evakuierung

Die MV Hondius war auf dem Weg von Ushuaia, Argentinien, zum Kapverdischen Archipel, als der Ausbruch die Reise unterbrach. Drei Passagiere starben an dem Hantavirus, einem seltenen Virus, für das es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Die Weltgesundheitsorganisation zählt 13 bestätigte oder wahrscheinliche Fälle im Zusammenhang mit diesem Vorfall, darunter die drei Todesfälle.

Die Passagiere wurden nach Teneriffa auf den spanischen Kanarischen Inseln evakuiert und anschließend per Flugzeug in ihre Heimatländer zurückgebracht. Das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff setzte seine Reise anschließend nach Rotterdam, dem größten Hafen Europas, fort, wo es am 18. Mai eintraf und die verbleibende Besatzung unter Quarantäne gestellt wurde.

Reinigungs- und Inspektionsprozess

Der Reinigungsprozess begann am Dienstag der vergangenen Woche. Eine erste Inspektion durch die GGD ergab Mängel, die zusätzliche Reinigungsarbeiten erforderlich machten. Nach Abschluss dieser zusätzlichen Maßnahmen wurde am Freitag eine abschließende Inspektion durchgeführt. Infektionsschutzexperten stellten fest, dass die Hondius wirksam gereinigt und die Desinfektion gemäß den festgelegten Richtlinien durchgeführt worden war.

Die Hondius wurde wirksam gereinigt und die Desinfektion wurde gemäß den Richtlinien abgeschlossen.

GGD Rotterdam-Rijnmond

Möglicher Ursprung des Virus

Das Hantavirus könnte an Bord gelangt sein, nachdem Passagiere bei einem Vogelbeobachtungsausflug auf einer Mülldeponie in Argentinien möglicherweise mit Ratten in Kontakt gekommen waren, der wahrscheinlichen Quelle des Ausbruchs. Drei Passagiere, darunter ein niederländisches Paar, starben an der Anden-Variante des Virus. Rémi Bouysset, CEO von Oceanwide Expeditions, erklärte, dass alle Anzeichen darauf hindeuten, dass das Virus nicht vom Schiff selbst stammt, sondern von einem der Passagiere an Bord gebracht wurde.

Dies basiert auf derzeit verfügbaren medizinischen und epidemiologischen Informationen, einschließlich der Richtlinien von WHO-Experten und relevanten Gesundheitsbehörden. Die Untersuchung des genauen Ortes, an dem das Virus möglicherweise übertragen wurde, ist noch im Gange.

Rückkehr in den Dienst

Oceanwide Expeditions, der in Vlissingen ansässige Eigentümer des Schiffes, hatte bereits zu Beginn dieser Woche angekündigt, dass das Schiff Rotterdam bald verlassen werde, sobald die Inspektionen abgeschlossen seien. Das Unternehmen plant, sein Kreuzfahrtprogramm ab dem 13. Juni wieder aufzunehmen. Es ist noch nicht bekannt, wann das Schiff Rotterdam in Richtung seines Heimathafens Vlissingen, wo die Reederei ansässig ist, verlassen wird. Am Samstagnachmittag lag die Hondius noch immer in einem abgesperrten Bereich des Rotterdamer Hafens fest.

Zeitleiste des Hantavirus-Ausbruchs auf der Hondius
  1. Hondius trifft in Rotterdam ein; verbleibende Besatzung unter Quarantäne gestellt.
  2. Reinigungsprozess auf dem Schiff im Rotterdamer Hafen beginnt.
  3. GGD Rotterdam-Rijnmond führt nach zusätzlicher Reinigung abschließende Inspektion durch.
  4. Gesundheitsbehörden erklären Schiff für virusfrei und genehmigen Rückkehr in den Dienst.
  5. Oceanwide Expeditions plant Wiederaufnahme der planmäßigen Kreuzfahrten.
Rotterdam · Vlissingen · Teneriffa · Ushuaia

6 Quellen

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