Film & Medien · Telluride und Bryan
Dokumentarfilm über Elizabeth Holmes verkauft am Startwochenende 2.000 Vorstellungen in Nordamerika aus
You Can See Everything, unter der Regie von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, lief am Freitag, 23. Oktober 2026, in den US-Kinos an. Der fast drei Stunden lange Film begleitet die Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes in den 34 Tagen, bevor sie ihre Haft in einem Bundesgefängnis in Texas antrat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, Neue Zürcher Zeitung, The Irish Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mehr als 2.000 Vorstellungen in Nordamerika waren am Startwochenende ab Freitag, 23. Oktober 2026, ausverkauft, wie in Berichten zitierte US-Medien melden.
US-Medienberichte legen nahe, dass You Can See Everything der erste Dokumentarfilm werden könnte, der für den Oscar als bester Film nominiert wird.
Der Film begleitet Holmes in den 34 Tagen, bevor sie ihre Haft im Bundesgefängnis in Bryan, Texas, antrat, um eine elf Jahre lange Strafe wegen Überweisungsbetrugs und Verschwörung zu verbüßen.
- 2003Holmes, damals 19, verlässt Stanford und gründet Theranos
- 2015John Carreyrou veröffentlicht eine Investigation über Theranos im Wall Street Journal
- 2016Das FBI beschuldigt Holmes, Investoren, Ärzte und Patienten betrogen zu haben
- Januar 2022Holmes wird zu elf Jahren Haft verurteilt
Eine geheime Vorführung und ein langer Film
You Can See Everything, unter der Regie von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, dauert fast drei Stunden und zeichnet Elizabeth Holmes in den 34 Tagen auf, bevor sie sich im Bundesgefängnis in Bryan, Texas, meldete. Der Film wurde erstmals als geheime Überraschungsvorführung beim Filmfestival Telluride gezeigt, etwa vierzig Tage vor dem US-Start. Die Besucher mussten ihre Telefone in verschließbare Taschen stecken, und Wachen mit Nachtsichtgeräten beobachteten den Saal. Es folgten ein Teaser und dann ein Trailer, und das Interesse wuchs von da an nur noch.
Fielder, ein in Kanada geborener Satiriker, bekannt für Nathan for You, hatte nicht geplant, vor der Kamera aufzutreten. Holmes und ihr Partner wollten eine wohlwollende Aufzeichnung ihrer letzten Wochen mit der Familie vor der Haft, doch sie zog Fielder in das Projekt hinein, und die beiden liefern sich über weite Strecken des Films Wortgefechte.
Holmes' Aufstieg und Fall
Holmes verließ die Stanford University 2003 mit 19 Jahren, um Theranos zu gründen, ein Gesundheits-Start-up, das ein komplettes Bluttestpaket aus wenigen Tropfen versprach. Ihr kleines Gerät namens Edison sollte rund 200 Tests ausführen, von Cholesterinwerten bis zum Krebsscreening. Das Unternehmen wurde mit 9 Milliarden Dollar bewertet. 2015 veröffentlichte John Carreyrou eine Investigation im Wall Street Journal, und spätere Überprüfungen ergaben, dass die Theranos-Ergebnisse nur zu 12 % korrekt waren. Ein Jahr später beschuldigte das FBI Holmes, Investoren, Ärzte und Patienten betrogen zu haben. Im Januar 2022 wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt.
Kinostart und Resonanz
Der Film lief am Freitag, 23. Oktober 2026, in den US-Kinos an. Mehr als 2.000 Vorstellungen waren in Nordamerika am Startwochenende ausverkauft, und viele Kinos blieben in den folgenden Tagen voll gebucht. US-Medienberichte legen nahe, dass er der erste Dokumentarfilm werden könnte, der für den Oscar als bester Film nominiert wird. Die ersten Kritiken waren überwiegend positiv.
Der Start im Ausland erfolgt etappenweise. Am 3. Dezember kommt der Film in die Kinos in Deutschland und der Schweiz, und der spanische Verleih Avalon bringt ihn am 12. Februar 2027 in die spanischen Kinos. Australische Zuschauer müssen etwa einen Monat nach dem nordamerikanischen Start warten, was der Guardian mit dem Wunsch der Studios erklärt, das Einspielergebnis am Startwochenende zu maximieren.
- Film startet in den US-Kinos
- Film startet in Deutschland und der Schweiz
- Film startet in Spanien über Avalon
Wie der Film Holmes zeichnet
In einer Szene sagt Holmes zu Fielder, sie habe in ihrem Leben nie gelogen, und die ganze Angelegenheit sei ein Missverständnis gewesen. Vor der Kamera beharrt sie auf ihrer Unschuld.
„Ich weiß, dass ich kein Verbrechen begangen habe.“
Kritiker beschreiben den Film als Rorschach-Test, bei dem keine zwei Zuschauer dasselbe sehen, und als Film-Noir-Thriller um eine manipulative Hauptfigur. Margaret O'Mara, Geschichtsprofessorin an der University of Washington in Seattle und Autorin eines Buchs über das Silicon Valley, argumentiert, die Geschichte sei zu seltsam, um erfunden worden zu sein. Ihr Reiz liege, so O'Mara, gerade darin, dass sie tatsächlich passiert ist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RzeczpospolitaWird „You Can See Everything“ eine Filmrevolution?"Zobaczysz wszystko" będzie filmową rewolucją? · Original auf Polnisch
- Neue Zürcher ZeitungWarum halb Amerika über "You Can See Everything" spricht
- The Irish TimesUnmöglich, den Blick von Elizabeth Holmes im neuesten Dokumentarfilm über die Theranos-Betrügerin abzuwendenImpossible to look away from Elizabeth Holmes in latest documentary on the Theranos fraudster · Original auf Englisch
- EL PAÍSWarum „You can see everything“, der Dokumentarfilm über Elizabeth Holmes, Gespräche, Netzwerke, Halloween-Kostüme dominiert und sogar nach Oscar riechtPor qué 'You can see everything', el documental sobre Elizabeth Holmes, copa conversaciones, redes, disfraces de Halloween y hasta huele a Oscar · Original auf Spanisch
- Elizabeth Holmes
- Gründerin von Theranos, zu elf Jahren Haft verurteilt und Gegenstand des Dokumentarfilms
- Nathan Fielder
- In Kanada geborener Satiriker, der den Dokumentarfilm mit inszenierte und selbst vor der Kamera auftritt
- Lance Oppenheim
- Co-Regisseur von You Can See Everything
- John Carreyrou
- Journalist, dessen Artikel im Wall Street Journal 2015 Theranos auffliegen ließ
- Margaret O'Mara
- Geschichtsprofessorin an der University of Washington und Autorin von The Code
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