
Mindestens fünf Tote, mehrere Verletzte bei Wohnungsbrand in Antwerpen; über 200 aus Hochhaus in Linkeroever evakuiert
Ein Feuer, das am späten Mittwochvormittag in einem zehnstöckigen Wohnhaus im Antwerpener Stadtteil Linkeroever ausbrach, hat mindestens fünf Menschenleben gefordert und mehrere Personen verletzt. Es löste eine Massenevakuierung und einen stundenlangen, komplexen Löscheinsatz aus.
Was geschah
Ein Feuer brach um 9:53 Uhr am Mittwoch in einem zehnstöckigen Wohnblock an der August-Vermeylenlaan im Antwerpener Stadtteil Linkeroever aus. Flammen und dichter schwarzer Rauch füllten schnell das Gebäude, in dem mehr als 200 Menschen auf über 120 Wohnungen verteilt leben. Die örtliche Feuerwehr beschrieb den Vorfall zunächst als „wütenden Brand“ im achten Stock, obwohl die Behörden später bestätigten, dass das Feuer aufgrund eines technischen Problems im Erdgeschoss ausgebrochen war. Zeugen berichteten, vor dem Brand eine Explosion gehört zu haben, und einige erwähnten laufende Elektroarbeiten, die genaue Ursache wird jedoch noch untersucht.
Opfer und Rettungsmaßnahmen
Die belgische Polizei bestätigte, dass mindestens fünf Menschen bei dem Brand ums Leben kamen – eine Zahl, die von einem früheren Bericht von sechs nach unten korrigiert wurde. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, darunter Schwerverletzte, die in nahegelegene Krankenhäuser gebracht wurden, und Leichtverletzte, die vor Ort behandelt wurden. Die Feuerwehr hatte aufgrund des dichten Rauchs im Gebäude nahezu keine Sicht. Während des Einsatzes entdeckte ein Feuerwehrmann um 14:12 Uhr eine lebende Person auf einem Balkon im neunten Stock, die noch immer an die Wand geduckt war. Ein weit verbreitetes Video zeigte einen Mann, der von seinem Balkon in das Fenster eines Nachbarn kletterte, um dem schwarzen Rauch zu entkommen.
Es ist ein sehr komplexer Brand.
Chronologie und Eindämmung
Der Brand wurde gegen 17:30 Uhr für vollständig gelöscht erklärt, mehr als sechs Stunden nach dem ersten Notruf. Die Rettungskräfte setzten einen medizinischen Interventionsplan ein, um die Krankenhäuser zu entlasten. Ein Zeitstrahl der wichtigsten Ereignisse fasst den Tag zusammen:
- Notruf meldet einen wütenden Brand im zehnstöckigen Gebäude in der August-Vermeylenlaan.
- Polizei bestätigt, dass der Brand im Erdgeschoss aufgrund eines technischen Problems ausgebrochen ist.
- Feuerwehrleute finden eine lebende Person auf einem Balkon im neunten Stock inmitten dichten Rauchs.
- Brand nach mehr als sechs Stunden vollständig gelöscht; keine weiteren Opfer gefunden.
Offizielle Reaktionen und Ermittlungen
Polizeisprecherin Kim Bastiaens erklärte, dass ein Brandexperte und ein forensisches Labor damit beauftragt worden seien, die genaue Ursache zu ermitteln. Sie erwähnte Berichte über Arbeiten an der Elektroverteilung, warnte jedoch, dass noch keine Bestätigung vorliege. Premierminister Bart de Wever sprach auf sozialen Medien sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften für ihre Arbeit, während König Filip für den Nachmittag einen Besuch am Ort des Geschehens plante. Der ehemalige Antwerpener Bürgermeister Bob Cools, ein Bewohner des Gebäudes, wurde evakuiert und mit seiner Frau ins Krankenhaus gebracht.
Diese Elemente werden selbstverständlich Teil der anschließenden Ermittlungen sein.
Die Bewohner des betroffenen Gebäudes und eines angrenzenden Blocks wurden vorübergehend in einem nahegelegenen Pflegezentrum untergebracht. Die Behörden versendeten mobile Warnungen, in denen die Anwohner aufgefordert wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Lüftung abzuschalten, da starker Rauch in der Luft war.


