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Frankreich ächzt unter beispielloser Mai-Hitzewelle: sieben Tote, Notrufe brechen Rekorde, acht Departements in Orange

Eine außergewöhnliche Hitzewelle hat Westfrankreich bereits im Mai erfasst, nationale Temperaturrekorde für diesen Monat gebrochen und mindestens sieben Todesopfer gefordert. Die Rettungsdienste melden einen starken Anstieg der Notrufe.

Rekordtemperaturen

Frankreich erlebt nach Angaben von Météo-France eine „beispiellose Hitzewelle für den Monat Mai im Westen des Landes". Am Montag, den 25. Mai 2026, wurde der heißeste Maitag seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Die Temperaturen lagen durchgehend über 35°C im Schatten; im Département Sarthe wurden am Pfingstmontag allein 33°C erreicht. Die Hitze soll anhalten, für Dienstag, den 26. Mai, werden erneut 35°C vorhergesagt.

Menschliche Bilanz und Notfallreaktion

Mindestens sieben Todesfälle stehen nach Angaben von Ouest France in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Extremwetter. Die Belastung des Gesundheitswesens nimmt zu. Wie BFMTV berichtet, verzeichnen die Notrufzentralen seit dem 22. Mai einen drastischen Anstieg der Anrufe. Im Département Manche stieg die Zahl der Anrufe um 30 %, die der ärztlichen Regulierungsfälle um 20 %. In Rennes gingen am Montag, dem 25. Mai, 2.450 Notrufe ein – ein Anstieg um 30 % gegenüber den sonst üblichen 1.800 Anrufen an einem Montag im gleichen Zeitraum –, zudem stiegen die Besuche in der Notaufnahme um 20 %. In der Region Paris verzeichnete das Département Val-d'Oise am Wochenende des 23./24. Mai einen Anstieg der Notrufe um 15 %, die Assistance Publique – Hôpitaux de Paris eine wöchentliche Zunahme um 7 %.

Orange Warnstufe für den Westen

Météo-France hat am Nachmittag des Montag, 25. Mai, für acht westliche Départements die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen: Finistère, Morbihan, Vendée, Ille-et-Vilaine, Manche, Mayenne, Maine-et-Loire und Loire-Atlantique. Die Warnung bleibt bestehen, da die Temperaturen weiter steigen. Ouest France weist zudem darauf hin, dass für einige dieser Gebiete eine Unwetterwarnung gilt.

Regierungsmobilisierung

Sébastien Lecornu wird laut Le Figaro am Donnerstag eine interministerielle Sitzung einberufen, um die Bereitschaft der staatlichen Dienste angesichts dieses außergewöhnlichen Hitzephänomens zu überprüfen. Das Treffen soll sich mit der laufenden Reaktion und der Koordinierung der Regierungsbehörden befassen.

Arbeitnehmerrechte bei extremer Hitze

Bei Temperaturen über 35°C stellen sich Fragen zur Arbeitssicherheit. Le Monde hat einen Artikel aus dem Jahr 2023 erneut veröffentlicht, der das französische Arbeitsrecht bei Hitzewellen erläutert: Arbeitnehmer haben das Recht, ihre Arbeit einzustellen, wenn der Arbeitgeber keine angemessenen Schutzmaßnahmen wie frisches Wasser, belüftete Räume oder angepasste Arbeitszeiten bereitstellt.

Schlüsselmomente der französischen Hitzewelle im Mai 2026
  1. Beginn des Temperaturanstiegs; Notrufaufkommen steigt landesweit.
  2. Val-d'Oise verzeichnet 15 % mehr Notrufe am Wochenende.
  3. Heißester Maitag in Frankreich; Météo-France gibt die höchste Warnstufe für acht westliche Départements aus; Rennes erhält 2.450 Notrufe.
  4. Temperaturen voraussichtlich erneut bei 35°C; sieben Todesfälle bestätigt; Unwetterwarnung für einige Gebiete.
  5. Sébastien Lecornu leitet interministerielle Sitzung zur Reaktion auf die Hitzewelle.
Rennes · Le Mans · Paris

5 Quellen

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