
Beloved Foundation erhält 70 Hilfsgesuche für Brandopfer von Crans-Montana und sucht weitere Gelder
Die Beloved Foundation hat rund 70 Hilfsgesuche erhalten und Zehntausende Franken an Opfer des Bar-Brands von Crans-Montana ausgezahlt, während sie über ihre Stiftungsmittel von 24 Millionen Franken hinaus zusätzliche Gelder sucht.
Bearbeitung der Opfergesuche
Die Beloved Foundation, die zur Unterstützung von Überlebenden und Angehörigen des Silvesterbrands in der Bar Le Constellation in Crans-Montana gegründet wurde, hat rund 70 formelle Hilfsgesuche verzeichnet. Stiftungsdirektor Christian Cardon bestätigte die Zahl in einem Interview mit der Schweizer Zeitung Le Matin Dimanche. Mehrere Anträge haben bereits die endgültige Genehmigung erhalten, während andere eingereichte Dossiers noch von den Stiftungsmitarbeitern aktiv geprüft werden. Mehrere Zehntausend Schweizer Franken wurden bereits direkt an die Betroffenen überwiesen. Cardon merkte an, dass die Stiftung in der ersten Bearbeitungsphase keinen einzigen Antrag abgelehnt habe.
Bislang gab es keine Ablehnungen.
Umfang der Hilfe und rechtliche Koordination
Der Aufgabenbereich der Stiftung umfasst Bildung, langfristige psychologische Unterstützung und finanzielle Nothilfe für Familien, die durch die Tragödie in Not geraten sind. Eine beträchtliche Anzahl von Gesuchen stammt von jüngeren Opfern, die Unterstützung für eine berufliche Umschulung suchen, nachdem sie bei dem Brand behindernde Verletzungen erlitten haben. Beloved finanziert zudem spezifische Initiativen und Hilfsprojekte, die von Angehörigen der Opfer organisiert werden, sowie direkte Härtefallhilfen für Einzelpersonen, die in plötzliche Armut geraten sind. Die Organisation koordiniert sich mit den Schweizer Opferhilfebehörden nach dem Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten (LAV/LAVI) und konzentriert ihr Kapital strikt darauf, Deckungslücken zu schließen, anstatt bestehende öffentliche Hilfen zu duplizieren.
Wir kümmern uns um Rehabilitationsmaßnahmen, die zur Genesung oder Wiedereingliederung der Patienten beitragen.
Gründung und Finanzierungsstruktur
Der Kanton Wallis initiierte die Gründung der Beloved Foundation am 27. März 2026, um die Opferhilfe nach der Katastrophe von Le Constellation zu koordinieren, bei der 41 Menschen ums Leben kamen und 115 verletzt wurden. Die Organisation verwaltet 24 Millionen Schweizer Franken an direkten Spenden und formellen finanziellen Zusagen. Die Finanzierung erfolgt durch die Kantone Wallis und Waadt, die Gemeindeverwaltung von Crans-Montana sowie verschiedene private Spender. Die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard, Vertreterin der Partei Die Mitte, ist Präsidentin des Stiftungsrats und überwacht die strategische Verteilung der verfügbaren Mittel. Die Stiftung wurde als spezielle philanthropische Einrichtung konzipiert, um dem Ausmaß der Katastrophe im Walliser Skiort gerecht zu werden.
- Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana fordert 41 Tote und 115 Verletzte.
- Der Kanton Wallis gründet die Beloved Foundation zur Unterstützung der Opfer.
- Beloved Foundation meldet 70 eingegangene Hilfsgesuche und sucht zusätzliche Mittel.
- Verletzte
- 115 Personen
- Tote
- 41 Personen
Langfristige finanzielle Perspektive
Obwohl die Stiftung über eine anfängliche Zuweisung von 24 Millionen Schweizer Franken verfügt, hat ihre Führung eine Kampagne zur Sicherung weiterer Spenden gestartet. Leuthard wies darauf hin, dass sich die medizinischen, beruflichen und persönlichen Bedürfnisse der Opfer weiterentwickeln und langfristig bestehen bleiben. Cardon bekräftigte diese Position und erklärte, dass die schweren körperlichen Verbrennungen und Traumata der 115 überlebenden Verletzten eine kontinuierliche finanzielle Unterstützung über viele Jahre hinweg erfordern. Der Stiftungsrat strebt den Aufbau größerer Reserven an, damit Unterstützungsprogramme, Umschulungsbeihilfen und Familienhilfefonds während des mehrjährigen Rehabilitationsprozesses ohne Unterbrechung arbeiten können.
Auch wenn der finanzielle Rahmen beträchtlich ist, werden wir angesichts der psychischen und physischen Folgen der Tragödie zusätzliche Mittel benötigen, um unsere Arbeit über mehrere Jahre hinweg zu leisten.

