
Griechische F-4 Phantom stürzt bei Flugschau in Tanagra ab – zwei Piloten der griechischen Luftwaffe getötet
Zwei Offiziere der griechischen Luftwaffe starben am Samstag, als ihre F-4E Phantom II während eines Demonstrationsfluges bei der Flugschau Athens Flying Week in Tanagra in eine Industriezone stürzte.
Tödlicher Absturz bei Flugschau
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-4E Phantom II der griechischen Luftwaffe stürzte am Samstagnachmittag während der Flugschau Athens Flying Week 2026 auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra ab. Die beiden Besatzungsmitglieder an Bord, der 40-jährige Episminagos Ioannis Mplesias und der 37-jährige Sminagos Dimitrios Petrou, kamen bei dem Absturz ums Leben. Nach Angaben des Generalstabs der griechischen Luftwaffe gehörte das Flugzeug zur 338. Staffel des 117. Kampfgeschwaders und stürzte um 14:55 Uhr etwa drei Seemeilen südöstlich des 114. Kampfgeschwaders ab. Beide Offiziere waren erfahrene Militärflieger mit jeweils mehr als 1.500 Flugstunden. Der Demonstrationsflug war dazu vorgesehen, taktische Manöver vor Tausenden von Zuschauern auf dem Flugfeld vorzuführen.
Notfallmaßnahmen und Schäden am Boden
Das Flugzeug begann nach einer Rechtskurve etwa zwei bis drei Seemeilen von der Landebahn entfernt an Höhe zu verlieren. Es sank innerhalb einer Minute rapide und stürzte etwa vier Kilometer vom Startpunkt entfernt in einer Industriezone zwischen Oinofyta und Dilesi ab. Der Hauptteil des Rumpfes traf das Dach einer gewerblichen Fabrik, während Wrackteile über eine Fläche von 200 bis 700 Metern verstreut wurden und Höfe und Parkhäuser trafen. Zwei ausländische Staatsangehörige, die sich in der nahegelegenen Einrichtung Ritsona aufhielten, erlitten leichte Kratzer durch umherfliegende Trümmer. Der Absturz entfachte ein Feuer, das durch Fabrikmaterialien und starke Winde angefacht wurde, was den Einsatz von 95 Feuerwehrleuten, 29 Fahrzeugen, spezialisierten EMAK-Rettungsteams und Löschflugzeugen erforderte. Die Behörden gaben über das 112-System eine Notfallwarnung heraus, bevor sie das Feuer am späten Samstagabend unter Kontrolle brachten.
- F-4E Phantom II stürzt drei Seemeilen südöstlich des Stützpunkts Tanagra ab
- EKAV-Rettungskräfte bergen die Leichen beider Piloten in der Nähe der Absturzstelle
- Feuerwehr bringt Fabrikbrand mit 95 Feuerwehrleuten und 29 Fahrzeugen unter Kontrolle
- Griechische Streitkräfte halten drei Tage offizielle Trauer
Untersuchung des Sinkflugs
Such- und Rettungsteams des Nationalen Zentrums für Notfallversorgung (EKAV) erreichten den Ort vor 17:00 Uhr und fanden die Leichen beider Piloten in einem angrenzenden Olivenhain. Ermittler der griechischen Luftwaffe haben eine formelle Untersuchung der Ereigniskette, die zum Aufprall führte, eingeleitet. Die Untersuchungskommission prüft Videoaufnahmen von Rundfunkmedien, offiziellen Kameras der Flugschau und Mobiltelefonen von Zuschauern aus verschiedenen Blickwinkeln. Experten untersuchen die Kommunikation zwischen Cockpit und Flugsicherungsturm, um festzustellen, ob die Piloten vor dem Sinkflug mechanische Ausfälle gemeldet haben. Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Piloten den Schleudersitz vor dem Aufprall nicht auslösen konnten, und die Ermittler prüfen, ob die Besatzung das fallende Flugzeug bewusst von Zuschauertribünen und Wohngebieten wegsteuerte.
Offizielle Reaktion und Trauer
Nach dem Absturz ordnete der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias drei Tage offizielle Trauer in den gesamten Streitkräften an, von Samstag, 5. September bis Montag, 7. September 2026. Der Verteidigungsminister sprach den Familien und Kollegen der verstorbenen Flieger sein Beileid aus.
Die Nachricht vom Tod zweier Luftwaffenpiloten bei dem Unfall auf der Athens Flying Week erfüllt uns alle mit tiefer Trauer.
Auch lokale Gemeinschaften in ganz Griechenland trauerten um den Verlust der beiden Offiziere. Der Bürgermeister von Nord-Tzoumerka, Nikos Vaitsis, veröffentlichte eine Botschaft, in der er um Sminagos Petrou trauerte, dessen Familie aus dem Dorf Pramanta stammt.
Mein Dimitris... Wir alle in Pramanta trauern heute um deinen ungerechten Verlust.
