Regierung · San Sebastián, Madrid und Saragossa

Baskische Regierung gewährt Halbfreiheit für ehemaligen ETA-Kommandoführer Henri Parot

Die baskische Justizbehörde gewährte Henri Parot, einem ehemaligen ETA-Kommandoführer, der wegen 39 Morden verurteilt wurde, den dritten Strafvollzugsgrad, sodass er das Gefängnis Zubieta im Rahmen eines Halbfreiheitsregimes verlassen kann, vorbehaltlich möglicher Berufungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

San Sebastián, Madrid, Saragossa, Sevilla · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 1.10.Baskische Regierung übernimmt offiziell die Verwaltung der regionalen Gefängnisse
  2. Juli 2025Behörden gewähren Parot teilweise Tagesfreigänge nach Artikel 100.2
  3. 9.09.Baskische Justizbehörde genehmigt Parots Aufstieg in den dritten Strafvollzugsgrad

Entscheidung der baskischen Justizbehörde

Das baskische Justizministerium unter der Leitung von María Jesús San José gewährte dem ehemaligen ETA-Kommandoführer Henri Parot am 9. September 2026 den dritten Strafvollzugsgrad. Der administrative Schritt folgt einer Bewertung und einem Vorschlag des Behandlungsausschusses des Gefängnisses Zubieta in Gipuzkoa, in dem Parot inhaftiert war. Nach spanischen Strafvollzugsbestimmungen bietet die Einstufung in den dritten Grad ein Halbfreiheitsregime, das es Insassen erlaubt, das Gefängnis tagsüber für Arbeit oder Gemeinschaftsaktivitäten zu verlassen. Parot, der 1990 inhaftiert wurde und 26 Verurteilungen mit insgesamt fast 4.800 Jahren Haft für 39 Morde anhäufte, hat 36 Jahre der gesetzlichen Höchstgrenze von 40 Jahren in Spanien verbüßt. Die Staatsanwaltschaft der Audiencia Nacional muss nun den Fall prüfen und entscheiden, ob sie vor dem Zentralen Strafvollzugsüberwachungsgericht Berufung einlegt.

Geschichte des Argala-Kommandos

Parot, ein französischer Staatsbürger, begann Ende der 1970er Jahre für die ETA zu operieren und verübte seinen ersten tödlichen Anschlag im November 1978 in Irún gegen den Bauunternehmer José Luis Legasa zusammen mit Jean-Pierre Erremundeguy. Später führte er das Argala-Kommando an, eine mobile Einheit, die ausschließlich aus französischen Staatsbürgern bestand und die Grenze überquerte, um Anschläge auszuführen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrte. Die Zelle führte 22 Anschläge durch, die 38 Todesopfer forderten, darunter die Tötung von General Guillermo Quintana Lacaci und den Autobombenanschlag auf die Guardia-Civil-Kaserne in Saragossa am 11. Dezember 1987, bei dem 11 Menschen, darunter fünf Kinder, getötet und 88 weitere verletzt wurden. Parot wurde am 2. April 1990 in Santiponce bei Sevilla verhaftet, nachdem er bei einer Verkehrskontrolle auf Guardia-Civil-Beamte geschossen hatte. Sein Renault 14 enthielt 320 Kilogramm Amonal-Sprengstoff, der für das Polizeihauptquartier, das andalusische Parlament und ein El Corte Inglés-Kaufhaus bestimmt war.

Reueerklärung und Übergang zur Halbfreiheit

Der Schritt zum dritten Strafvollzugsgrad folgt früheren Änderungen der Haftbedingungen von Parot seit Juli 2025, als die Behörden ihm die Anwendung von Artikel 100.2 der Strafvollzugsordnung gewährten. Dieser Rahmen erlaubte ihm, von Montag bis Freitag das Gefängnis für ehrenamtliche Tätigkeiten zu verlassen, musste jedoch jede Nacht zurückkehren. Parot erhielt 2025 auch eine sechstägige vorübergehende Freigangserlaubnis, die von einem Überwachungsrichter der Audiencia Nacional genehmigt wurde, nachdem er einen Brief mit Gewaltverzicht eingereicht hatte.

„Ich halte es für notwendig, das Leid anzuerkennen, das meine frühere Mitgliedschaft in der ETA verursacht hat, und zu versuchen, es so weit wie möglich wiedergutzumachen.“

Henri Parot, Ehemaliger ETA-Kommandoführer

Kritik von Opferverbänden

Opferorganisationen reagierten mit Kritik an der Entscheidung der baskischen Verwaltung. Das Kollektiv der Terrorismusopfer (Covite) unter der Leitung von Consuelo Ordóñez bezeichnete die Entscheidung als inakzeptabel und erklärte, Parot habe keine aufrichtige öffentliche Entschuldigung angeboten oder sich nachweislich von der ETA und ihrem politischen Unterstützungsnetzwerk distanziert.

„Henri Parot hat öffentlich keine aufrichtige Reue für seine Verbrechen gezeigt, noch hat er einen klaren, eindeutigen und überprüfbaren Bruch mit der ETA und dem politischen und sozialen Umfeld vollzogen, das seine Morde rechtfertigte und legitimierte.“

Consuelo Ordóñez

Auch die Vereinigung der Terrorismusopfer (AVT) kritisierte die Entscheidung und wies darauf hin, dass seit der Übernahme der Gefängnisverwaltung durch die baskische Regierung am 1. Oktober 2021 124 ETA-Häftlinge den dritten Strafvollzugsgrad erhalten haben, 28 die Anwendung von Artikel 100.2 und 62 die bedingte Entlassung. Laut AVT verbleiben nur 32 ETA-Mitglieder im normalen Strafvollzug. Daniel Portero, Präsident von Dignidad y Justicia, kritisierte die Maßnahme ebenfalls und erklärte, Parot habe nicht zur Aufklärung ungelöster Morde beigetragen.

Änderungen des ETA-Häftlingsstatus unter baskischer GefängnisverwaltungHäftlinge
Dritter Strafvollzugsgrad
124 Häftlinge
Artikel 100.2 angewendet
28 Häftlinge
Bedingte Entlassung
62 Häftlinge
Normaler Strafvollzug
32 Häftlinge

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