
Westeuropa verzeichnet den heißesten Juni der Geschichte, Hitzewellen verstärken sich
Westeuropa hat gerade den heißesten Juni aller Zeiten erlebt, mit Durchschnittstemperaturen 3,05°C über dem Normalwert. Auch die Meeresoberflächentemperaturen erreichten einen neuen Höchststand, was eine Reihe von Hitzewellen anheizte und verheerende Waldbrände auslöste.
Ein Monat der gebrochenen Rekorde
Der Juni 2026 war der heißeste Juni in der aufgezeichneten Geschichte Westeuropas. Laut dem Copernicus-Klimawandeldienst der EU erreichten die durchschnittlichen Lufttemperaturen in der Region 20,74°C, das sind 3,05°C über dem Durchschnitt von 1991-2020, und übertrafen damit den bisherigen Rekord vom Juni 2025. Global gesehen war es der zweitwärmste Juni aller Zeiten, mit Temperaturen 1,39°C über dem vorindustriellen Niveau.
Diese Rekorde zeigen ein Klimasystem, das weiterhin Wärme ansammelt. Die Folgen sind zunehmend intensive Hitzewellen und wachsende Risiken für Bevölkerungen, Ökosysteme und Infrastruktur.
Hitzewellenabfolge und Meereshitze
Die Hitzewelle im Juni trat nicht isoliert auf. Sie folgte auf eine ungewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle im Mai, und Anfang Juli baute sich bereits ein weiteres extremes Hitzeereignis über den westlichen Teilen des Kontinents auf. Auch die Meeresoberflächentemperaturen erreichten global einen neuen Juni-Rekord, wobei das westliche Mittelmeer und der Nordatlantik besonders warm waren. Copernicus stellte fest, dass die sich schnell entwickelnden El-Niño-Bedingungen im tropischen Pazifik dem globalen System zusätzliche Wärme hinzufügten.
Verwüstung durch Waldbrände in Südeuropa
Schwere Dürre und extreme Temperaturen begünstigten zusammen Waldbrände, insbesondere in Frankreich und Spanien. In Frankreich verbrannten mehr als 35.000 Hektar (das Vierfache des saisonalen Durchschnitts), und ein 22-jähriger Feuerwehrmann kam in den Alpen ums Leben. Spanien verzeichnete über 55.000 Hektar verbrannte Fläche, und Barcelona stellte mit 40,5°C einen neuen Allzeit-Temperaturrekord auf. Die EU aktivierte Notfallmechanismen, da die verbrannte Fläche im Block 56% über dem Normalwert für diese Jahreszeit lag.
- Frankreich
- 35000 ha
- Spanien
- 55000 ha
Gesundheitsauswirkungen und öffentliche Warnungen
Die Hitze hatte direkte gesundheitliche Folgen. Copernicus berichtete, dass die Hitzewelle im Juni in mehreren europäischen Ländern hitzebedingte Todesfälle verursachte. Im Vereinigten Königreich, wo Tagestemperaturen von bis zu 34°C vorhergesagt wurden und bis zu zehn Tage andauern sollten, ergab eine Umfrage, dass zwei Drittel der Bevölkerung aufgrund außergewöhnlich hoher Nachttemperaturen unter schwerer Schlaflosigkeit litten. Gesundheitsbehörden in ganz Europa warnten vor erhöhten Sterblichkeitsrisiken durch die extreme Hitze, obwohl die endgültigen Zahlen noch ausgewertet wurden.
- Eine frühe Hitzewelle treibt die Temperaturen in Teilen Westeuropas auf 40°C.
- Rekordhitzewelle: Westeuropas heißester Juni mit 20,74°C Durchschnittstemperatur, 3,05°C über dem Normalwert.
- Ein weiteres intensives Hitzeereignis beginnt sich in Westeuropa abzuzeichnen.


