Kurz gefasst
Der Medianpreis von 2.445 Euro pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2026 lag laut INE 18,4 % über dem gleichen Quartal des Vorjahres und 4,6 % über dem ersten Quartal.
Die Transaktionen sanken um 9,0 % auf 37.854 von 41.608 im Vorjahr, nach einem Rückgang von 10,5 % im ersten Quartal 2026.
Médio Tejo führte mit einem Plus von 25,4 %, gefolgt von Oeste mit 24,0 % und der Halbinsel Setúbal mit 22,2 %.
In 10 von 24 großen Gemeinden beschleunigten sich die Preise, nach 11 im ersten Quartal; Loures legte um 9,7 Prozentpunkte zu, Guimarães verlor 13,4 Prozentpunkte.
Rekordanstieg bei sinkenden Verkäufen
Das portugiesische Statistikamt INE hat am Freitag, 23. Oktober 2026, seine neuesten Zahlen zu den lokalen Wohnungspreisen veröffentlicht. Der Medianpreis der 37.854 im zweiten Quartal 2026 verkauften Wohnungen erreichte 2.445 Euro pro Quadratmeter, 18,4 % mehr als im gleichen Quartal des Jahres 2025. Das ist eine leichte Abschwächung gegenüber dem Anstieg von 19,8 % im ersten Quartal, den PÚBLICO als höchsten je verzeichneten Zuwachs bezeichnete. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Median um 4,6 %.
Über einen längeren Zeitraum fällt der Anstieg deutlich steiler aus. Die von PÚBLICO zitierten INE-Daten beziffern den Zuwachs zwischen dem zweiten Quartal 2025 und dem gleichen Zeitraum 2026 auf etwa 93 %, was bedeutet, dass sich die Preise in fünf Jahren nahezu verdoppelt haben. Der letzte verzeichnete Rückgang der Hauspreise datiert aus dem Jahr 2013, als Portugal unter einem von der Troika verordneten Finanzanpassungsprogramm stand.
Die Nachfrage entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Die Zahl der Transaktionen sank um 9,0 %, von 41.608 im zweiten Quartal 2025 auf 37.854 im gleichen Zeitraum 2026. Bereits im ersten Quartal waren die Verkäufe um 10,5 % zurückgegangen, sodass der Rückgang der Transaktionen anhielt, während die Preise weiter stiegen.
- 2. Quartal 2025
- 41608 Transaktionen
- 2. Quartal 2026
- 37854 Transaktionen
Daten aus dem Artikeltext
Anstiege in allen Subregionen
Die Preise stiegen in allen 26 NUTS-III-Subregionen im Vergleich zum Vorjahr. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Médio Tejo (25,4 %), Oeste (24,0 %), Lezíria do Tejo und die Azoren (beide 23,9 %) sowie die Halbinsel Setúbal (22,2 %). Der Großraum Lissabon verzeichnete einen Anstieg von 18,4 %, was der nationalen Rate entspricht.
- Médio Tejo
- 25.4 %
- Oeste
- 24 %
- Lezíria do Tejo
- 23.9 %
- Azoren
- 23.9 %
- Halbinsel Setúbal
- 22.2 %
- Großraum Lissabon
- 18.4 %
- Terras de Trás-os-Montes
- 5.2 %
Daten aus dem Artikeltext
Das Preisniveau ist im Großraum Lissabon mit 4.030 Euro pro Quadratmeter am höchsten, gefolgt von der Algarve mit 3.500, der Halbinsel Setúbal mit 3.069, Madeira mit 2.816 und dem Großraum Porto mit 2.669. Der niedrigste Medianpreis wurde in Beiras e Serra da Estrela mit 759 Euro pro Quadratmeter verzeichnet, während der kleinste Jahresanstieg in Terras de Trás-os-Montes mit 5,2 % zu verzeichnen war.
Ausländische Käufer zahlten mehr als Einheimische. Im Großraum Lissabon lag der Medianpreis pro Quadratmeter für Käufer mit Steuerwohnsitz im Ausland um 47,0 % höher als für Käufer mit Steuerwohnsitz in Portugal. Im Großraum Porto betrug die Differenz 37,5 %.
Unterschiede zwischen den Gemeinden
Unter den 24 Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern beschleunigten sich die Preise im zweiten Quartal in 10, nach 11 im ersten Quartal. Die stärksten Beschleunigungen verzeichneten Loures (plus 9,7 Prozentpunkte) und Matosinhos (plus 9,5 Punkte), während Guimarães mit minus 13,4 Prozentpunkten die stärkste Verlangsamung aufwies.
Lissabon und Porto verlangsamten sich um 8,9 bzw. 5,4 Prozentpunkte. Lissabon bleibt mit 5.299 Euro pro Quadratmeter die teuerste Gemeinde, vor Cascais mit 5.200 und Oeiras mit 4.704.
- Lissabon
- 5299 €/m²
- Cascais
- 5200 €/m²
- Oeiras
- 4704 €/m²
Daten aus dem Artikeltext
PÚBLICO berichtete zudem über die teuerste Gemeinde des Landes, in Lissabon, wo ein 30 Quadratmeter großes T0 (Studio) einen Medianpreis von mehr als 223.000 Euro hat, also über 7.400 Euro pro Quadratmeter.