Verkehr · Berlin und Hamburg
Bahnstrecke Berlin–Hamburg nach zehn Monaten wieder offen – Verspätungen am ersten Tag und politische Kritik überschatten Neustart
Nach mehr als zehn Monaten Sperrung rollen wieder Züge auf Deutschlands meistbefahrener Fernverkehrsstrecke. Der erste Morgen brachte großflächige Verspätungen, und Politiker forderten von der Deutschen Bahn eine ehrlichere Projektabrechnung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, RTBF, ZEIT ONLINE und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Direkte Berlin-Hamburg-Züge am frühen Sonntag wieder aufgenommen; Güterzüge fuhren bereits in der Nacht zuvor und ein Teilstück Hamburg–Schwerin wurde Mitte Mai wiedereröffnet.
Mehrere ICE-Züge verspäteten sich am Sonntag trotz verlängerter Übergangsfahrpläne. Die DB warnte vor möglichen Anlaufschwierigkeiten.
SPD- und CDU-Verkehrssprecher forderten die DB auf, Projektschwächen einzuräumen und verlässlichere Zeitpläne für künftige Korridorsanierungen festzulegen.
Während der Sperrung wurden 165 km Gleise erneuert, 61 km repariert, 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert.
Ab nächstem Monat wird eine Fahrzeit von 107 Minuten versprochen; ein Übergangsfahrplan mit längeren Reisezeiten gilt bis zum 30. Juni.
- 13.06.Güterzüge nehmen Betrieb auf der sanierten Strecke wieder auf
- 14.06.Erste Personenverkehrszüge nehmen Betrieb wieder auf; erste Verspätungen gemeldet
- 1.07.Regulärer Fahrplan tritt mit 107‑Minuten-Ziel in Kraft
Direkte Bahnverbindungen zwischen Berlin und Hamburg sind am frühen Sonntag wieder aufgenommen worden, nachdem eine Generalsanierung den 290 Kilometer langen Korridor im August 2025 stillgelegt hatte. Die Wiedereröffnung erfolgte rund sechs Wochen später als das ursprüngliche Ziel am 30. April, was die Deutsche Bahn mit einem strengen Winter und gefrorenem Boden begründete.
Wiedereröffnung nach zehn Monaten
Güterzüge waren am Samstagabend die ersten, die die sanierte Strecke nutzten. Der erste Fernverkehrszug, ein Intercity-Express, verließ den Hamburger Hauptbahnhof um 5:36 Uhr mit einer leichten Verspätung. Eine teilweise Wiedereröffnung Mitte Mai hatte den durchgehenden Verkehr zwischen Hamburg und Schwerin bereits wiederhergestellt, aber der Sonntag markierte die Rückkehr zur vollen Anbindung.
Verspätungen am Morgen
Obwohl die Bahn die Fahrzeiten während einer Übergangsphase bis zum 30. Juni verlängert hatte, mussten Reisende zusätzliche Wartezeiten in Kauf nehmen. Der ICE 604, der Berlin um 9:37 Uhr verlassen und nach dem Übergangsfahrplan um 11:35 Uhr in Hamburg ankommen sollte, wurde für 11:45 Uhr angekündigt – eine Reise von 128 Minuten. Auch andere frühe Verbindungen verspäteten sich. Die Deutsche Bahn hatte darauf hingewiesen, dass eine Inbetriebnahme dieses Ausmaßes anfängliche Kinderkrankheiten mit sich bringen könne, und empfahl Reisenden, vor Fahrtantritt die Abfahrtsanzeigen zu prüfen.
Umfang der Sanierung
Während der Korridorsanierung wurden 165 Kilometer Gleise erneuert und weitere 61 Kilometer instand gesetzt. Die Arbeiter installierten 249 neue Weichen und modernisierten 28 Bahnhöfe. Während der Streckensperrung wurden Fern- und Güterzüge über Stendal und Uelzen umgeleitet, und die Fahrgäste im Regionalverkehr waren auf einen Fuhrpark von mehr als 200 Ersatzbussen angewiesen.
Politischer Druck
Oppositions- und Koalitionspolitiker nutzten die Wiedereröffnung, um eine ehrliche Bilanz zu fordern.
„Bei aller Erleichterung über das Ende der Umleitungen dürfen wir die gravierenden Schwachstellen dieses Mammutprojekts nicht schönreden. Die Bilanz zeigt Schattenseiten, die wir ohne jede Beschönigung benennen müssen.“
„Für die anstehenden Korridorsanierungen brauchen wir verlässliche Zeitpläne und transparente Kommunikation, die die Zusagen gegenüber den Bürgern einhält.“
Troff-Schaffarzyk, eine SPD-Verkehrsexpertin, sagte, Bauzeitpläne und Puffer für kritische Infrastruktur müssten robuster kalkuliert und krisenfest gemacht werden.
Was als Nächstes passiert
Der Übergangsfahrplan gilt bis zum 30. Juni. Ab dem 1. Juli verspricht der reguläre Fahrplan eine Reisezeit von 107 Minuten zwischen Berlin und Hamburg. Der frühere DB-Chef Hartmut Mehdorn hatte einst von einer 90-minütigen Verbindung gesprochen, ein Ziel, das nach der frisch sanierten Strecke in weiter Ferne bleibt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Berliner ZeitungStrecke Berlin - Hamburg wieder offen: Am ersten Morgen ist fast jeder Zug verspätet
- RTBFRail en Allemagne : la stratégique connexion ferroviaire Berlin-Hambourg est rouverte après 10 mois de travaux - RTBF Actus
- ZEIT ONLINEBahnstrecke Hamburg-Berlin: Züge von Hamburg nach Berlin fahren nach Sanierung wieder
- stern.deZüge von Hamburg nach Berlin rollen nach Sanierung wieder
- Anja Troff-Schaffarzyk
- SPD-Verkehrsexpertin, die die Handhabung der Sanierung des Korridors Berlin–Hamburg durch die Deutsche Bahn kritisierte
- Björn Simon
- CDU-Verkehrssprecher im Bundestag, der verlässliche Fahrpläne und transparente Kommunikation von der DB forderte
- Hartmut Mehdorn
- ehemaliger Deutsche-Bahn-Vorstandsvorsitzender, der einst von einer 90-minütigen Verbindung Berlin–Hamburg sprach; als historischer Vergleichswert genannt
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