
Iran-nahe Hacker behaupten, FBI-Drohnen gekapert zu haben, und drohen mit der WM 2026
Die Iran-nahe Hackergruppe Handala erklärte am Freitag, sie habe monatelangen Zugang zu FBI-Überwachungsdrohnen gehabt, und veröffentlichte eine Erklärung, die Teams der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 warnte: FPV-Drohnen sind überall.
Die Bedrohung durch Handala
Am 12. Juni 2026 veröffentlichte das iranisch verbundene Hackerkollektiv Handala eine Erklärung, in der es behauptete, FPV-Drohnen (First Person View) des FBI kompromittiert zu haben. Die Gruppe erklärte, sie habe „monatelang“ Zugriff gehabt und könne „jedes Bild und jeden Verdächtigen“ abfangen, die von den Drohnen erfasst wurden, die mit Gesichtserkennung und automatischen Kennzeichenlesegeräten ausgestattet sind. Handala übermittelte seine Botschaft über die SITE Intelligence Group, eine private Firma, die die Aktivitäten von Dschihadisten im Internet überwacht.
Verstärkt lieber die Sicherheit eurer Weltmeisterschaft. Wir mögen einige dieser Mannschaften wirklich nicht. Vergesst nicht: FPVs sind überall; ihr wisst nie, wann eine direkt in eurem Teambus landet.
FBI-Drohnen und WM-Sicherheit
Das FBI setzt Drohnen rund um die amerikanischen Stadien ein, die das Turnier ausrichten, um sich vor unbemannten Fluggeräten zu schützen. Drohnenflüge sind über allen US-Spielstätten und über Fan-Events im Zusammenhang mit der Meisterschaft verboten, die von den USA, Mexiko und Kanada gemeinsam ausgerichtet wird. Das 48-Mannschaften-Turnier begann am 11. Juni.
SITE zweifelt an Beweisen
Handala veröffentlichte Fotos und Videos, die angeblich von den gehackten Drohnen stammten. SITE stellte jedoch die Echtheit des Materials in Frage. Laut der Überwachungsfirma wurde eines der Videos im Dezember 2024 von einer Softwareplattform erstellt, um zu veranschaulichen, wie eine US-Polizeibehörde drohnengestützte Technologie zur Bewertung von Tornadoschäden einsetzte.
Vorherige Hacks und Kontext der US-Vergeltung
Die Gruppe hatte zuvor im März 2026 einen Einbruch in das private E-Mail-Konto von FBI-Direktor Kash Patel für sich beansprucht und persönliche Fotos und andere Inhalte online gestellt. Handala stellt seine Cyberoperationen als Vergeltung für den US-israelischen Angriff auf eine iranische Schule am 28. Februar dar, der nach unbestätigten iranischen Berichten mehr als 175 Menschen tötete und den breiteren Nahost-Krieg auslöste. Das US-Außenministerium bietet eine Belohnung von bis zu 10 Millionen Dollar für Informationen, die zur Identifizierung von Handala-Mitgliedern führen.
- US-israelischer Angriff auf eine iranische Schule tötet Berichten zufolge mehr als 175 Menschen und löst den Nahost-Krieg aus.
- Handala behauptet, das E-Mail-Konto von FBI-Direktor Kash Patel gehackt zu haben, und veröffentlicht persönliche Fotos online.
- Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt, ausgerichtet von den USA, Mexiko und Kanada.
- Handala gibt bekannt, monatelangen Zugriff auf FBI-FPV-Drohnen gehabt zu haben, und droht WM-Teams.
Reaktion des Bundes und offene Fragen
Das Justizministerium hatte bereits nach den Februar-Angriffen vor möglichen iranischen Cyberangriffen gewarnt. Bislang hat keine US-Behörde die Behauptung von Handala über den Drohnen-Hack bestätigt, und das FBI hat sich zu dem angeblichen Einbruch nicht geäußert. Die Drohung der Gruppe kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundespolizei bereits eine umfangreiche luftgestützte Sicherheitsperimeter über mehreren amerikanischen Städten verwaltet.

