
Erling Haaland verklagt Norwegian Air Shuttle wegen WM-Werbeanzeige mit Pferdeschwanz
Manchester-City-Stürmer Erling Haaland und York Promotions Ltd. haben Norwegian Air Shuttle in Oslo vor Gericht gebracht – wegen eines Instagram-Posts, der ein Verkehrsflugzeug mit seiner markanten Frisur zeigt.
Rechtsstreit über die WM-Vermarktung
Manchester Citys Angreifer Erling Braut Haaland und seine britische Vermarktungsfirma York Promotions Ltd. haben ein gerichtliches Verfahren gegen Norwegian Air Shuttle ASA eingeleitet. Die beim Amtsgericht Oslo eingereichte Klage wirft der Fluggesellschaft vor, die Persönlichkeitsrechte des 26-jährigen Stürmers rechtswidrig genutzt zu haben, um während der Fußball-Weltmeisterschaft kommerzielle Flugtickets zu bewerben. Haalands Rechtsvertreter Thomas Hagen bestätigte die formale Einreichung der Klage, nachdem die norwegische Zeitung Verdens Gang Gerichtsakteneinträge zu dem Verfahren veröffentlicht hatte. Nach Angaben des Anwaltsteams der Kläger hat die Fluggesellschaft unverwechselbare persönliche Merkmale, die mit Haaland verbunden werden, ohne kommerzielle Lizenzierung oder Zustimmung des Spielers in Werbematerial verwendet.
Der Fall betrifft die rechtswidrige Verwendung von Haalands unverwechselbaren Merkmalen durch Norwegian bei der Vermarktung von Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft.
Pferdeschwanz-Fotomontage und Social-Media-Kampagne
Der kommerzielle Streit geht auf eine digitale Marketingkampagne zurück, die über Social-Media-Kanäle verbreitet wurde, darunter der offizielle Instagram-Account von Norwegian Air Shuttle. Während des WM-Turniers veröffentlichte die Billigfluggesellschaft ein bearbeitetes Foto, das eines ihrer Passagierflugzeuge mit einem blonden Pferdeschwanz auf dem Rumpf zeigte. Das Bild ahmte Haalands damalige markante Frisur nach, kombiniert mit einem Werbeslogan, wonach die Airline nie norwegischer ausgesehen habe. Nach Einwänden gegen die unerlaubte Nutzung seines Bildes entfernte die Fluggesellschaft die Fotomontage von ihren öffentlichen Profilen. Der Rechtsstreit geht weiter, obwohl der Stürmer sich kürzlich die langen Haare abschneiden ließ und damit das physische Markenzeichen veränderte, das in dem Werbepost zu sehen war.
- Norwegen nimmt vor seiner Qualifikation 2026 an der Weltmeisterschaft teil
- Norwegen erreicht das WM-Viertelfinale und Norwegian Air Shuttle veröffentlicht das Pferdeschwanz-Bild
- Haaland und York Promotions reichen Klage gegen Norwegian Air Shuttle ein
- Das Amtsgericht Oslo eröffnet die erste Anhörung zwischen Haaland und der Fluggesellschaft
Reaktion der Airline und Aussichten auf eine Einigung
Norwegian Air Shuttle bestätigte, die formelle Klageschrift erhalten zu haben, und bezeichnete das Gerichtsverfahren als schwer nachvollziehbar und bedauerlich. Vertreter der Fluggesellschaft erklärten, die veröffentlichten Social-Media-Posts seien spontane Fan-Reaktionen gewesen, mit denen man gemeinsam mit den heimischen Anhängern die Nationalmannschaft anfeuern wollte. Unternehmenssprecherin Catharina Solli bedauerte, dass die Jubelbotschaften in einem Rechtsstreit mündeten, und betonte, die Airline hoffe auf einen konstruktiven Dialog mit Haalands Management. Auch Pressesprecher Eivind Hammer Myhre erklärte, das Unternehmen suche eine gütliche Lösung, damit die Fluggesellschaft auch künftig norwegische Sportler bei Wettbewerben unterstützen könne.
Wie fast ganz Norwegen haben wir in diesem Sommer die Nationalmannschaft mit ein paar spontanen Posts angefeuert, die auf Social-Media-Trends basierten. Es ist bedauerlich, dass diese Ermutigungen mit einer Klage beantwortet wurden, aber wir hoffen auf einen vernünftigen Dialog, damit wir auch in Zukunft unsere gemeinsamen Sporthelden unterstützen können.
Turnierkontext und angesetzte Gerichtsverhandlung
Die Marketingkampagne fiel mit Norwegens erster WM-Teilnahme seit 1998 zusammen, als die Nationalmannschaft in Nordamerika bis ins Viertelfinale vorstieß. Haaland führte das Team als Kapitän durch das Turnier und erzielte sieben Tore in fünf Spielen, ehe Norwegen eine 2:1-Niederlage nach Verlängerung gegen England hinnehmen musste. Der kommerzielle Streit geht nun in ein förmliches Gerichtsverfahren über, das norwegische Werberegeln und den Schutz von Persönlichkeitsrechten betrifft. Das Amtsgericht Oslo hat die erste Anhörung zwischen Haaland, York Promotions Ltd. und Norwegian Air Shuttle ASA für den 9. Oktober 2026 angesetzt.


