Das Foreign, Commonwealth and Development Office (FCDO) hat seinen Hinweis am Samstag, 17. Oktober, aktualisiert und britische Staatsangehörige aufgefordert, alle nicht zwingenden Reisen in nahezu das gesamte Land zu unterlassen. Zuvor hatte der Hinweis nur einzelne Städte und Gebiete umfasst, die Änderung ist daher eine Hochstufung. Das FCDO rät weiterhin von jeglichen Reisen innerhalb von 10 km zur Grenze zum Jemen ab. Britische Staatsangehörige werden zudem aufgefordert, sich von Ölinfrastruktur und militärischen Einrichtungen fernzuhalten.
„Wir raten britischen Staatsangehörigen, den King-Khalid-Flughafen zu meiden, bis er gesichert ist, und den Anweisungen der saudi-arabischen Behörden zu folgen.“
Laut FCDO haben Huthi-Raketen und -Drohnen seit dem 13. Juli 2026 mehrere Gebiete Saudi-Arabiens zum Ziel genommen, genannt werden Abha, Dschisan, Nadschran, Riad, Dschidda, Dammam und Yanbu. Die Behörde warnt vor einer erhöhten Gefahr für Flughäfen, Militärstandorte, Häfen, Energieinfrastruktur und die Schifffahrt im Roten Meer und rechnet mit weiteren Angriffen und Störungen. Der Hinweis nennt auch die Möglichkeit erneuter Angriffe durch den Iran. Ein Angriff auf den King-Khalid-Flughafen in Riad am Samstag, 10. Oktober, tötete mindestens 13 Menschen und verletzte Hunderte. Der Flughafen war Stand 18. Oktober weiterhin geschlossen. POLITICO berichtete von mindestens 19 Toten in der Eskalation, Tausenden betroffenen Flügen und Turbulenzen an den Weltmärkten.
Der ägyptische Nationale Verteidigungsrat unter Vorsitz von Präsident Abdel Fattah al-Sisi beschloss, „alle möglichen Formen der Unterstützung“ zu leisten, damit Saudi-Arabien seine Sicherheit verteidigen kann. Das geht aus einer am Sonntag, 18. Oktober, veröffentlichten Präsidialerklärung hervor. Sisi hatte das Parlament um eine Dringlichkeitssitzung gebeten, um das Militär zu ermächtigen, dem Königreich zu helfen, falls es um Beistand ersucht. Über eine mögliche Truppenentsendung sollte nach Angaben zweier Abgeordneter und lokaler Medien erst am Montag, 19. Oktober, abgestimmt werden. Die Ankündigung erfolgte einen Monat nach einem Besuch des saudi-arabischen Kronprinzen. Saudi-Arabien drängt Verbündete seit Längerem auf militärische Hilfe; der saudi-arabische Verteidigungsminister traf am selben Tag den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, wie die Nachrichtenagentur WAM meldete.
Der Golfkooperationsrat, dem Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait, Oman, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate angehören, verurteilte die Huthi-Angriffe in einer am Sonntag, 18. Oktober, nach einem Treffen der Außenminister in Manama veröffentlichten Erklärung. Darin hieß es, ein Angriff auf ein Mitglied treffe alle sechs Staaten; zudem wurde Saudi-Arabiens Recht auf Selbstverteidigung unterstützt. Die Minister drängten auf eine strengere Durchsetzung des UN-Waffenembargos gegen die Gruppe und forderten Staaten auf, sie als terroristische Organisation einzustufen. Sie begrüßten eine Erklärung des UN-Sicherheitsrats vom 15. Oktober, in der die Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien und die Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer verurteilt wurden. Die international anerkannte Regierung des Jemen wandte sich wegen eines Angriffs auf den Präsidentenpalast in Aden, ihrem vorübergehenden Sitz, schriftlich an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und den Sicherheitsrat.
Die Koalition erklärte, über Riad seien in der Nacht zwei Drohnen abgefangen, eine dritte über der Ostprovinz abgeschossen und im Süden zwei ballistische Raketen abgefangen worden. Sie meldete den Tod zweier Hubschrauberpiloten nahe der Grenze zum Jemen durch eine nach ihren Angaben „technische Fehlfunktion“ – die ersten militärischen Todesfälle seit Beginn der Eskalation. Die Huthi behaupteten, einen Apache-Hubschrauber abgeschossen zu haben. Die Verwaltung des 99 Stockwerke hohen Kingdom-Center-Turms in Riad wies die Mitarbeiter an, „bis auf Weiteres“ von zu Hause zu arbeiten, ohne einen Grund zu nennen. Im Jemen erklärten regierungsnahe Kommandeure, am Samstag seien bei Kämpfen in der Provinz Lahij acht Soldaten getötet worden; landesweit seien mehr als 233.000 Menschen vertrieben worden.
Die Huthi und die von Saudi-Arabien geführte Koalition haben im vergangenen Jahrzehnt mit wechselnder Intensität gekämpft. Nach einer vierjährigen Waffenruhe eskalierte der Konflikt, als die Huthi im September 2026 strategisches Gebiet entlang der Küste des Roten Meeres einnahmen. Die Huthi bezeichneten die Angriffe als Vergeltung für „brutale saudi-arabische Aggression“ gegen Gebiete unter ihrer Kontrolle im Jemen, während Saudi-Arabien Vergeltung angekündigt hat. Nach dem Scheitern einer Waffenruhe flammten die Kämpfe erneut auf; POLITICO beschreibt die jüngste Front als Teil des Iran-Kriegs.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenKonflikte · Riad, Kairo und Aden
Das britische Außenministerium rät inzwischen von allen nicht zwingenden Reisen in nahezu das gesamte Staatsgebiet Saudi-Arabiens ab, während Ägypten militärische Unterstützung zusagt und die Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi andauern.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, BBC, POLITICO und weiteren Medien. Geändert .