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Sicherheit·29. Mai

Großbrand im Wald bei Warschau: 100 Hektar in Flammen, Brandstiftung vermutet

Am Donnerstagnachmittag brach im powiat wołomiński bei Warschau ein Kronenfeuer aus, das sich auf 100 Hektar ausbreitete und einen massiven Löscheinsatz auslöste. Die Behörden vermuten Brandstiftung, nachdem ein zweiter Brandherd entdeckt wurde.

Brandausbruch und Ausbreitung

Am Donnerstag, 28. Mai, um 13:30 Uhr entdeckte eine Waldkamera ein Feuer nahe Międzyleś im powiat wołomiński. Innerhalb weniger Minuten trieb starker Wind die Flammen in die Kronen der Kiefern und verwandelte den Brand in ein sich schnell ausbreitendes Kronenfeuer, das sich über die Kreise wołomiński und miński ausdehnte. Bis Freitagmorgen erstreckte sich der Einsatzbereich auf über 300 Hektar, wobei etwa 100 Hektar Wald aktiv brannten. Eine gewaltige Rauchwolke, die sich über mehr als 100 Kilometer erstreckte, war auf Satellitenbildern und Radarscans sichtbar und wurde vom Meteorologen Tomasz Wasilewski als Flammagenitus-Wolke beschrieben.

Löscheinsatz

Über 800 Feuerwehrleute der Staatlichen Feuerwehr (PSP) und der Freiwilligen Feuerwehren (OSP) wurden aus ganz Polen mobilisiert, darunter Einheiten aus Białystok, Olsztyn, Lublin und Posen. Der Einsatz umfasst mehr als 220 Löschfahrzeuge, die in fünf taktischen Sektoren arbeiten, Glutnester ablöschen und Wasserversorgungsleitungen aufbauen. Die Luftunterstützung wurde am Freitag um 06:00 Uhr mit einem Polizeihubschrauber Black Hawk und vier Löschflugzeugen vom Typ Dromader wieder aufgenommen. Mit Wärmebildkameras ausgestatte Drohnen und eine Bayraktar-Drohne überwachen die Lage auf erneute Aufflammungen. Darüber hinaus trafen um 07:00 Uhr 100 Soldaten der Territorialverteidigung zur Unterstützung ein, und 500 Polizisten sichern den Umkreis, wobei die Nationalstraße DK50 gesperrt ist. Die Behörden appellieren an die Anwohner, den Wasserverbrauch einzuschränken, um den Löschwasserdruck aufrechtzuerhalten.

Die Nacht wurde für sehr harte Arbeit genutzt. Es ist uns gelungen, das Feuer auf seinem aktuellen Stand zu halten. Es breitet sich nicht weiter aus. Das Gebiet umfasst etwa 300 Hektar.

Die Feuerwehr steht in Kontakt mit dem Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft, das uns alle paar Augenblicke über die Windsituation informiert.

Ursachenermittlung

Die Umstände deuten zunehmend auf Brandstiftung hin. Nadleśniczy Piotr Serafin der Forstverwaltung Mińsk berichtete, dass das Feuer zunächst von einer Kamera auf einem Aussichtsturm entdeckt wurde, die Besatzung eines Löschflugzeugs jedoch einen zweiten Brandherd vor der Hauptbrandfront ausmachte. Innenminister Marcin Kierwiński warnte davor, die Ursache endgültig zu bestimmen, während der ehemalige PSP-Sprecher Paweł Frątczak anmerkte, dass neun von zehn Waldbränden in Polen durch Menschen verursacht werden.

Unsere Waldkamera hat einen Rauch registriert, aber das Flugzeug, das überflog und den ersten Wasserabwurf machte, behauptete, es habe vor der Front ein weiteres Feuer gegeben, das sich schnell ausbreitete. Das könnte der Grund sein, warum wir annehmen können, dass es Brandstiftung war.

Zeitleiste des Waldbrandes und der Löscharbeiten
  1. Feuer von Turmkamera nahe Międzyleś entdeckt
  2. Brand gemeldet; Kronenfeuer breitet sich schnell aus, 42 Menschen evakuiert
  3. Massive Rauchwolke auf Satellit sichtbar; 100 km lange Rauchfahne
  4. In der Nacht Kronenfeuer gelöscht; Bodenfeuer bestehen weiter
  5. Black Hawk und Dromader-Flugzeuge nehmen Wasserabwürfe wieder auf
  6. 100 Soldaten der Territorialverteidigung stoßen dazu; über 800 Feuerwehrleute vor Ort
  7. Feuer auf 300 ha eingedämmt; Windvorhersage droht mit neuem Aufflammen

Evakuierungen und Sicherheitsmaßnahmen

Als das Feuer besiedelte Gebiete bedrohte, evakuierten die Behörden etwa 100 Menschen aus der Umgebung. Früheren Berichten zufolge wurden 42 Bewohner aus 20 Gebäuden in der unmittelbaren Gefahrenzone gebracht; die meisten fanden bei Verwandten Unterkunft, sechs Personen wurden in einer Schule in Stanisławów untergebracht. Weitere Evakuierungen sind derzeit nicht geplant.

Wetter und Ausblick

Der Freitag gilt als entscheidend für die Eindämmung. Trotz des nächtlichen Erfolgs bei der Löschung des Kronenfeuers schwelen noch Bodenfeuer, die wieder aufflammen könnten. Die Vorhersagen sagen keinen Regen und zunehmende Windböen von 40–60 km/h am Nachmittag voraus, was die Flammen erneut ausbreiten lassen könnte. Die Einsatzleitung steht in ständigem Kontakt mit den Meteorologen.

Die Lage ist immer noch schwierig, aber meiner Meinung nach sieht es besser aus als am Abend. Man sieht, dass die Nacht von den Feuerwehrleuten und den Einsatzkräften gut genutzt wurde.

Międzyleś · Stanisławów

8 Quellen

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