
Zwei 17-Jährige in Griechenland wegen Online-Kindesmissbrauchs festgenommen – Verbindung zu internationaler sadistischer Gruppe '764'
Die griechischen Behörden haben am Donnerstag zwei 17-jährige Jungen auf Kreta und in Thessaloniki festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder einer internationalen extremistischen-sadistischen Gruppe zu sein, die Minderjährige zur Herstellung von sexualisiertem Missbrauchsmaterial und Inhalten mit Selbstverletzung zwang.
Die Operation
Die griechische Polizei führte am Morgen des 18. Juni 2026 eine koordinierte Aktion durch und durchsuchte Häuser in Iraklio auf Kreta sowie in einem Stadtteil von Thessaloniki. Die Festnahmen erfolgten nach einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Voruntersuchung und einer umfangreichen digitalen Analyse durch die Cyber-Kriminalitätsabteilung und die Unterabteilung Cyber-Kriminalität Nordgriechenland. Bei den Durchsuchungen waren Justizbeamte anwesend; sichergestellt wurden zwei Mobiltelefone, ein Computer, eine Festplatte und eine externe Festplatte.
Die Angeklagten
Bei beiden Verdächtigen handelt es sich um griechische Staatsangehörige im Alter von 17 Jahren, deren Identität nicht preisgegeben wurde. Sie sollen soziale Medien genutzt haben, um minderjährige Mädchen zu bedrohen und zu erpressen, um pornografisches Material der Opfer zu erlangen. Laut Polizei ermutigten sie die Minderjährigen auch zur Selbstverletzung, unter anderem dazu, sich die Namen oder Pseudonyme, die die Verdächtigen online verwendeten, in den eigenen Körper zu ritzen.
Verbindung zur Gruppe '764'
Die Ermittler fanden Hinweise darauf, dass die beiden Nutzer mit einer extremistischen-sadistischen Missbrauchsgruppe in Verbindung standen oder im Rahmen dieser Gruppe handelten, die als organisiertes Netzwerk mit internationaler Reichweite beschrieben wird. Eine der Quellen nennt die Gruppe explizit '764'. Die Gruppe ist dafür bekannt, Minderjährige über Online-Plattformen anzusprechen und mit Drohungen, Erpressung und starkem psychologischem Druck dazu zu bringen, Material mit sexuellem Kindesmissbrauch zu produzieren und zu versenden. In einigen Fällen versuchen Mitglieder, die Opfer zu selbstzerstörerischen oder suizidalen Handlungen zu treiben.
Internationale Zusammenarbeit
Die Ermittlungen umfassten die Zusammenarbeit mit US-Behörden, insbesondere dem National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) und Homeland Security Investigations (HSI). Informationen und Daten, die von diesen Behörden weitergegeben wurden, halfen der griechischen Polizei, die beiden Online-Nutzer auf griechischem Territorium zu identifizieren. Die weitere Kommunikation mit Internet- und Telekommunikationsanbietern bestätigte ihre Identitäten, ihre Internetanschlüsse zu Hause und ihre Wohnadressen auf Kreta und in Thessaloniki.
Sichergestellte Beweismittel
Bei den Durchsuchungen fanden und beschlagnahmten die Beamten zwei Mobiltelefone, einen Computer, eine Festplatte und eine externe Festplatte. Eine digitale Untersuchung vor Ort ergab Videos von sexuellem Kindesmissbrauch sowie Fotos und Videos von Personen, die sich selbst verletzen. Die sichergestellten digitalen Beweisstücke werden zur weiteren Analyse an die Direktion für Kriminaluntersuchungen und die zuständigen forensischen Abteilungen geschickt.


