
Griechische Piloten sollen 2027 auf F-35 trainieren, sagt Mitsotakis nach NATO-Gipfel
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis skizzierte nach dem NATO-Gipfel in Ankara den Zeitplan für die Beschaffung der F-35 durch Griechenland und bestätigte, dass die Pilotenausbildung 2027 beginnt und die Flugzeuge bereits in Produktion sind.
F-35-Programm auf Kurs
Griechenlands F-35-Kampfjets befinden sich nun in Produktion, gab Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nach dem NATO-Gipfel in Ankara bekannt. Die ersten griechischen Piloten werden 2027 mit der Ausbildung an den Flugzeugen beginnen. Mitsotakis betonte, dass das Programm zügig voranschreite und keine Verzögerungen gemeldet seien.
Griechische Piloten werden 2027 auf unseren eigenen F-35 trainieren, die bereits gebaut werden. Griechenland hat seine Verteidigung seit 2019 erheblich gestärkt.
- 24 Rafale-Kampfflugzeuge einsatzbereit
- Über 50 der 83 Flugzeuge auf Viper-Konfiguration aufgerüstet
- Flugzeuge in Produktion
- Griechische Piloten beginnen F-35-Ausbildung
Flottenmodernisierung
Über die F-35 hinaus modernisiert die griechische Luftwaffe ihre bestehende Flotte. Mehr als 50 der 83 F-16-Kampfflugzeuge wurden bereits auf die Viper-Konfiguration modernisiert, und das Programm wird beschleunigt. Griechenland betreibt zudem 24 Rafale-Jets, die laut Mitsotakis die operativen Fähigkeiten erheblich steigern.
Türkei vom F-35-Programm ausgeschlossen
Auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr der Türkei zum F-35-Programm nach der Annäherung zwischen Trump und Erdoğan wollte Mitsotakis keine Stellung zu US-Entscheidungen nehmen. Er wies jedoch darauf hin, dass im US-Recht weiterhin erhebliche rechtliche Hürden bestünden, die mit dem Kauf der russischen S-400-Raketensysteme durch die Türkei zusammenhängen.
Es ist nicht meine Aufgabe, den Vereinigten Staaten zu sagen, was sie wohin verkaufen sollen. So wie ich auch keine Vorschläge akzeptiere, was wir kaufen sollen, um die Verteidigung unseres Landes zu schützen.
Er fügte hinzu, dass diese rechtlichen Hürden weiterhin bestünden.
Casus belli und bilaterale Beziehungen
Mitsotakis ging auf die seit 1995 bestehende Casus-belli-Drohung der Türkei ein und bezeichnete sie als „historischen Schreibfehler“, der mit der Athener Erklärung und dem positiven Klima, das beide Seiten aufbauen wollten, unvereinbar sei. Er forderte, sie hinter sich zu lassen.
Die Zeit ist gekommen, sie hinter uns zu lassen. Auch wenn wir unser größtes Problem nicht lösen, heißt das nicht, dass wir nicht friedlich zusammenleben und in anderen Teilen unserer gemeinsamen Agenda zusammenarbeiten können.
Er würdigte Fortschritte in der Migrationspolitik und bei bilateralen Kontakten, trotz Meinungsverschiedenheiten über die Abgrenzung der Seegrenzen.
NATO-Ausgabenverpflichtungen
Mitsotakis hob hervor, dass Griechenland das Ziel von 3,5 % der Verteidigungsausgaben übertrifft und eine Vorreiterrolle bei den NATO-Bemühungen um eine stärkere Lastenteilung Europas spielt. Er sagte, der frühere US-Präsident Donald Trump habe zu Recht gefordert, dass die europäischen Verbündeten mehr Verantwortung übernehmen, insbesondere nach dem Krieg in der Ukraine.
Trump hatte absolut recht. Griechenland ist eines von fünf Ländern, das die 3,5 % seines Verteidigungshaushalts überschritten hat. Griechenland ist ein Vorreiter in dieser großen NATO-Anstrengung.


