
Griechenland schreibt Erste-Hilfe-Kästen nach DIN 13164:2022 in Fahrzeugen ab Januar 2027 vor
Ab dem 1. Januar 2027 müssen alle Erste-Hilfe-Kästen in Fahrzeugen in Griechenland dem Standard DIN 13164:2022 entsprechen und 16 zertifizierte Kategorien von Medizinprodukten enthalten, wie aus einem veröffentlichten Ministerialerlass hervorgeht.
Umsetzung der Kfz-Vorschrift ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 unterliegen Erste-Hilfe-Kästen in allen Personenkraftwagen in Griechenland verbindlichen technischen Spezifikationen aufgrund eines neu veröffentlichten Ministerialerlasses. Fahrzeughalter müssen die derzeit in ihren Fahrzeugen aufbewahrten Notfallkästen überprüfen oder vor Inkrafttreten der Regelung einen vollständig zertifizierten Ersatz beschaffen. Der aktualisierte Rahmen soll sicherstellen, dass Fahrer über funktionsfähige medizinische Ausrüstung verfügen, um Verkehrsunfälle und Körperverletzungen zu versorgen, bevor das Nationale Zentrum für Notfallhilfe (EKAV) am Unfallort eintrifft. Der Generalsekretär des Panhellenischen Apothekerverbands, Manolis Katsarakis, erläuterte die regulatorischen Änderungen in einem Interview mit der Athener Nachrichtenagentur und in Tania Mantouvalous Radiosendung 104.9 Health Secrets. Katsarakis betonte, dass sich Fahrer nicht länger auf beliebige oder vergessene Kästen verlassen könnten, die jahrelang unbeachtet im Kofferraum gelegen hätten.
- Der Panhellenische Apothekerverband erläutert die Anforderungen aus dem veröffentlichten Ministerialerlass
- Der Erste-Hilfe-Kasten-Standard DIN 13164:2022 wird für Fahrzeuge in Griechenland gesetzlich verbindlich
Vorgeschriebenes Inventar an Medizinprodukten
Der veröffentlichte Ministerialerlass legt einen verbindlichen Katalog von 16 verschiedenen Kategorien von Medizinprodukten fest, wobei für mehrere konkrete Artikel mehrere Einheiten vorgeschrieben sind. Zum vorgeschriebenen Inventar gehören elastische Binden in verschiedenen Größen, spezielle Verbände sowohl für offene Wunden als auch für Verbrennungen, Fixierbinden, Retentionsmaterial, eine Isothermdecke, Reinigungstücher, Gesichtsmasken und schriftliche Erste-Hilfe-Anleitungen. Katsarakis betonte, dass übliche Haushaltsartikel wie eine einzelne Mullrolle und eine Flasche Franzbranntwein die aktualisierten gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen. Die technische Liste gibt Mindestmengen für jeden Artikel vor und weist beispielsweise darauf hin, dass statt einer möglicherweise sechs Wundauflagen vorgeschrieben sind, um die Einsatzbereitschaft bei einem Notfall am Straßenrand zu gewährleisten.
Das Set enthält unter anderem elastische Binden in verschiedenen Größen, Verbände für Wunden und Verbrennungen, Fixierbinden, Retentionsmaterial, eine Isothermdecke, Reinigungstücher, Masken und eine Erste-Hilfe-Anleitung.
Technische Standards und Verpackungskriterien
Nach dem Ministerialerlass muss der äußere Behälter jedes Erste-Hilfe-Kastens für Fahrzeuge die technische Zertifizierung DIN 13164:2022 tragen. Neben dem Behälterstandard muss jedes einzelne im Kasten aufbewahrte Medizinprodukt, einschließlich steriler Gaze, eine eigene CE-Konformitätskennzeichnung aufweisen. Das Außengehäuse muss ausreichend haltbar sein, um Temperaturschwankungen und mechanischer Abnutzung im Fahrgastraum und im Kofferraum standzuhalten. Die Verpackung muss wirksam versiegeln, um sterile Medizinprodukte vor Staub, Feuchtigkeit und Umgebungsverunreinigungen im Fahrzeug zu schützen. Fahrer, die bereits einen Kasten besitzen, müssen prüfen, ob die vorhandenen Materialien beschädigt oder abgelaufen sind oder den DIN-Standard nicht erfüllen.
Bezug über zugelassene Anbieter
Katsarakis warnte Verbraucher davor, ungeprüfte Notfallpakete bei nicht autorisierten allgemeinen Einzelhändlern zu kaufen, und wies darauf hin, dass vielen Handelsgeschäften die erforderliche regulatorische Zulassung für den Vertrieb von Medizinprodukten fehle. Der Panhellenische Apothekerverband empfahl Autofahrern, ihre Kästen direkt in registrierten Apotheken oder spezialisierten Fachgeschäften für Medizinbedarf zu beziehen. Der Kauf bei autorisierten Anbietern garantiere, dass die Materialien über rechtmäßige CE-Kennzeichnungen verfügten und der offiziellen Ministerialliste entsprächen. Katsarakis erklärte, dass der bloße Besitz einer Aufbewahrungsbox nicht ausreiche, da Fahrer überprüfen müssten, ob die vollständige Auswahl der 16 vorgeschriebenen medizinischen Artikel vorhanden, unbeschädigt und sofort einsatzbereit sei.

