
Griechenland in höchster Waldbrand-Alarmbereitschaft – über 400 Brände in zehn Tagen, Tournas warnt
Der Zivilschutzmechanismus Griechenlands bleibt in Alarmbereitschaft, nachdem innerhalb von zehn Tagen mehr als 400 Brände ausgebrochen sind, von denen einige noch aktiv sind und eine neue Starkwindwelle naht.
Waldbrandkrise und Alarmzustand
Der Zivilschutzmechanismus Griechenlands bleibt in Alarmbereitschaft nach einer anstrengenden Zehn-Tage-Periode, in der unter orkanartigen Winden mehr als 400 Brände bekämpft wurden, von denen einige am 9. August noch aktiv waren. Der stellvertretende Minister für Klimakrise und Zivilschutz, Evangelos Tournas, sagte gegenüber SKAI, dass das Land in eine Phase sehr starker Winde eintrete und bereit sein müsse. Er bezeichnete die vergangenen zehn Tage als schwierig, mit orkanartigen Winden und widrigen Bedingungen, in denen die Einsatzkräfte mehr als 400 Brände bekämpften, von denen einige weiterhin aktiv sind und Feuerwehreinheiten binden. In den kommenden Tagen wird eine neue Welle starker Winde erwartet, weshalb der Risikobewertungsausschuss am 8. August unter dem Generalsekretär für Zivilschutz, Nikos Papaefstathiou, zusammentrat, um die vorherrschenden Einsatzbedingungen und die Prognose für die kommenden Tage zu bewerten. Tournas nannte drei gleichzeitige Faktoren, die die Brandentstehung und schnelle Ausbreitung begünstigen: sehr starke Winde, hohe Temperaturen von bis zu 40 °C im Westen und 38 bis 39 °C im Osten sowie reichlich trockener Brennstoff. Er wies darauf hin, dass im August alles ausgetrocknet sei und große Aufmerksamkeit aller erforderlich sei, um Brandausbrüche zu vermeiden.
Strafverfolgung und Brandursachen
Die Direktion zur Untersuchung von Brandstiftung hat 680 Geldstrafen verhängt und mehr als 274 Festnahmen im Zusammenhang mit den jüngsten Bränden vorgenommen. Tournas erklärte, dass 90 % dieser Fälle auf Fahrlässigkeit und 10 % auf Vorsatz zurückzuführen seien.
- Fahrlässigkeit
- 90 %
- Vorsatz
- 10 %
- Verhängte Geldstrafen
- 680
- Festnahmen
- 274
Er lobte die Arbeit der Behörden und forderte die Bürger auf, besonders vorsichtig zu sein und Aktivitäten zu vermeiden, die einen Brand auslösen könnten. Er stellte fest, dass der Schaden unabhängig davon, ob Brände vorsätzlich oder fahrlässig verursacht werden, derselbe sei.
Löscheinsätze aus der Luft durch Wind behindert
Der Brand in Attika-Viotia veranschaulichte die operativen Herausforderungen durch extreme Winde. Vom Ausbruch bis zum Mittag des folgenden Tages wurden 51 Luftfahrzeuge zur Bekämpfung der Brandfront angefordert, aber keines konnte Löschwasser abwerfen, weil extreme Winde und Turbulenzen sowohl das sichere Aufnehmen von Wasser als auch den Abwurf verhinderten. Tournas sagte gegenüber SKAI, dass das Hauptproblem die Unfähigkeit sei, Luftfahrzeuge aufgrund der starken Winde einzusetzen. In vielen Fällen starteten Flugzeuge, konnten aber keinen Beitrag leisten. Der Feuerwehrchef schickte Canadair aus Athen, Elefsina und Kreta, aber sie flogen hin und zurück, ohne helfen zu können. Im Süden Kretas konnten Luftfahrzeuge tagelang aufgrund von Winden und starken Turbulenzen nicht eingesetzt werden. Erst am letzten Tag, als die Bedingungen es zuließen, warfen zwei Flugzeuge Löschwasser auf einen Brand ab, der bereits von Bodeneinheiten eingedämmt worden war. Während der gesamten Einsätze im Süden Kretas wurden bis zu diesem letzten Tag keine Abwürfe aus der Luft durchgeführt. Infolgedessen lastete die Hauptlast der Brandbekämpfung auf den Bodeneinheiten.
Eingesetzte Kräfte und vorausschauende Planung
Die Streitkräfte, Sicherheitskräfte und die Feuerwehr haben ihre Kräfte eingesetzt, und Luftpatrouillen beginnen. Tournas sagte dem Risikobewertungsausschuss, dass die Planung auf den tatsächlichen Einsatzdaten basieren müsse, die sich aus den jüngsten Bränden ergeben hätten. Er forderte eine vollständige Auswertung der Prognosedaten und die sofortige Umsetzung aller notwendigen vorbeugenden und operativen Maßnahmen, damit der Staatsmechanismus vollständig auf die neue Welle starker Winde vorbereitet sei, die das Land in den kommenden Tagen treffen werde.
Angesichts extremer Wetterphänomene ist kein Platz für Selbstgefälligkeit
- Über 400 Brände unter orkanartigen Winden in ganz Griechenland bekämpft
- Risikobewertungsausschuss tritt unter Generalsekretär Papaefstathiou zusammen
- Tournas sagt SKAI, der Mechanismus sei in Alarmbereitschaft; neue Windwelle erwartet

