Diplomatie · Athen, Lissabon und Beja

Portugal verkauft drei KC-390 für rund 590 Millionen Euro an Griechenland

Portugal und Griechenland haben am Montag, 2. November 2026, in Athen den Verkauf von drei Transportflugzeugen des Typs Embraer KC-390 unterzeichnet; dem portugiesischen Staat fließen voraussichtlich 33 Millionen Euro zu.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, SAPO, Observador und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Lissabon, Beja · Griechenland, Portugal
Wie es dazu kam
  1. 2.11.Unterzeichnung der Vereinbarung in Athen über drei KC-390
  2. 2027Erste Flugzeuglieferung geplant
  3. 2029Etappenweise Lieferung geplant
  4. 2031Weitere etappenweise Lieferung geplant

Die Vereinbarung

Portugal und Griechenland haben am Montag, 2. November 2026, in Athen eine Vereinbarung über den Verkauf von drei militärischen Transportflugzeugen des Typs Embraer KC-390 unterzeichnet. Das griechische Verteidigungsministerium erklärte, drei Flugzeuge würden nun beschafft, hinzu kämen drei weitere Kaufoptionen über eine gemeinsame Regelung mit Portugal. Lusa berichtete von insgesamt rund 590 Millionen Euro für die Flugzeuge, die Ausrüstung und die damit verbundenen Dienstleistungen, während PÚBLICO von einem Geschäft im Umfang von 600 Millionen Euro sprach. Der portugiesische Staat erwartet einen Rückfluss von 33 Millionen Euro, der nach Angaben des portugiesischen Ministeriums in die nationale Verteidigungsindustrie fließen soll.

Rückfluss an den portugiesischen Staat aus dem KC-390-Verkauf an GriechenlandMillionen Euro
Pro Flugzeug
11 Millionen Euro
Gesamt für drei Flugzeuge
33 Millionen Euro

Daten aus dem Artikeltext

Wie die Flugzeuge nach Griechenland kommen

Portugal hat bereits vier der sechs bei Embraer bestellten KC-390 erhalten, und die Regelung ermöglicht es Athen, in der Produktionsreihenfolge vorzurücken. Lissabon kauft die zusätzlichen Flugzeuge und gibt sie an Griechenland weiter. Das erste griechische Flugzeug soll 2027 kommen, gefolgt von etappenweisen Lieferungen in den Jahren 2029 und 2031, alle in der Konfiguration, die Portugal für die NATO-Anforderungen entwickelt hat. PÚBLICO berichtete, Griechenland werde der achte NATO-Mitgliedstaat sein, der sich für dieses Modell entscheidet. Griechenland fliegt derzeit 15 C-130 Hercules, die bis zu 19 Tonnen tragen, während die KC-390 bis zu 26 Tonnen befördert. Die griechische Bestellung umfasst die KC-Version, die eine Luftbetankung ermöglicht, die ihrer Hercules-Flotte fehlt.

Ausbildung und Zusammenarbeit

Die erste Ausbildung griechischer Besatzungen und Mechaniker findet auf dem Luftwaffenstützpunkt Beja in Portugal statt. Die beiden Luftstreitkräfte unterzeichneten zudem eine bilaterale Kooperationsvereinbarung über Ausbildung, Wartung und Logistik. Portugal überwacht die Produktion, begleitet den Abnahme- und Lieferprozess und steuert den operativen Übergang. Nuno Melo, Portugals Verteidigungsminister, beschrieb die Beziehung in persönlichen Worten:

„Unsere Länder sind sich in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich, deshalb verstehen wir uns sehr leicht.“

Nuno Melo, Portugals Verteidigungsminister

Melo sagte, das Geschäft sei eher als langfristige strategische Partnerschaft denn als einfaches Beschaffungsprogramm zu sehen, mit engerer Zusammenarbeit bei Ausbildung, Wartung, Logistik und der Entwicklung militärischer Fähigkeiten.

Weiterreichende Verteidigungsbeziehungen

Melo nannte Satelliten, Drohnenproduktion, Verteidigungssysteme und Flugzeuge als Bereiche, in denen die beiden Länder die Zusammenarbeit vertiefen könnten. Gegenüber Lusa sagte er, Griechenland habe Interesse am Mehrzweckschiff D. João II gezeigt, das 2027 an die Marine ausgeliefert werden soll, wobei die Gespräche aber erst am Anfang stünden und Geschäftsmodelle erst festgelegt würden, wenn die Vereinbarungen zustande kämen. Griechenland bekundete zudem Interesse an unbemannten Luft-, Überwasser- und Unterwasserfahrzeugen sowie am Flugzeug Super Tucano. Nikos Dendias, Griechenlands Verteidigungsminister, nannte die Vereinbarung einen wichtigen Moment in den Beziehungen zwischen beiden Ländern, lobte Portugals Erfahrung im Betrieb der KC-390 und verwies auf mögliche gemeinsame Arbeiten am Bau von Flugzeugen und Schiffen, einschließlich Drohnenträgern.

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