
Griechenland deckelt Heizölpreise mit staatlichen und Raffineriesubventionen auf unter 1,75 € pro Liter
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte Subventionen und Gewinnspannenbegrenzungen vor dem Start am 15. Oktober an und strebt fiskalischen Spielraum bei der EU für vorübergehende Verbrauchsteuersenkungen an.
Maßnahmen für die Heizsaison
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte in einem Fernsehinterview auf ERT am 17. September 2026 ein Paket von Energiesupportmaßnahmen an. Die Regierung will die Heizölpreise bei Beginn der saisonalen Verteilung am 15. Oktober 2026 unter 1,75 € pro Liter drücken. Die Wirtschaftsministerien streben einen Endpreis an der Zapfsäule zwischen 1,50 und 1,60 € pro Liter an. Inländische Schätzungen gehen davon aus, dass Heizöl ohne staatliche Eingriffe aufgrund erhöhter internationaler Treibstoffpreise und erschöpfter globaler strategischer Ölreserven bei nahezu 2,00 € pro Liter auf den Markt käme. Im vorangegangenen Heizzyklus startete der Treibstoff im Oktober 2025 zwischen 1,09 und 1,13 € pro Liter, bevor er im April 2026 bei 1,75 € pro Liter schloss. Der geplante Entlastungsrahmen kombiniert direkte staatliche Subventionen mit Rabatten inländischer Raffinerien, um die Einzelhandelspreise um 0,40 bis 0,50 € pro Liter zu senken.
Wenn wir nichts unternehmen, wird Heizöl bei 2 Euro pro Liter eröffnen, was für die Regierung nicht akzeptabel ist.
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Haushaltszwänge und Verbrauchsteuerdiskussionen
Das Wirtschaftsteam verfügt über bis zu 200 Millionen Euro an verbleibendem fiskalischem Spielraum, um Verbraucherinterventionen für den kommenden Winter zu finanzieren. Mitsotakis stellte fest, dass eine vorübergehende Senkung der Sonderverbrauchsteuer (EFK) auf Treibstoff von der fiskalischen Flexibilität der Europäischen Union in Bezug auf Ausgabenobergrenzen abhängt. Die griechische Benzinverbrauchsteuer liegt bei 700 € pro 1.000 Liter, verglichen mit dem EU-Mindestsatz von 359 € pro 1.000 Liter, während die Dieselsteuer bei 410 € pro 1.000 Liter festgesetzt ist. Die saisonale Heizölsteuer von 0,28 € pro Liter, gegenüber dem regulären Satz von 0,41 € pro Liter, generiert etwa 300 Millionen Euro an Staatseinnahmen. Der Minister für Nationalwirtschaft und Finanzen, Kyriakos Pierrakakis, sollte während der Eurogruppensitzung in Dublin über fiskalische Flexibilität und Energiepreisdruck sprechen.
Der Haushalt kann eine Senkung der Sonderverbrauchsteuer derzeit nicht verkraften. Wenn wir jedoch eine Sondergenehmigung aus Europa hätten, dies zu tun, sodass es nicht auf die Ausgabenobergrenzen angerechnet würde, würden wir es vorübergehend sicherlich tun.
- Griechische Benzin-EFK
- 700 €/1.000 L
- EU-Mindest-Benzingebühr
- 359 €/1.000 L
- Griechische Diesel-EFK
- 410 €/1.000 L
Breitere Treibstoffhilfen und Haushaltsenergiekosten
Über die Heizölsubventionen hinaus weitet die Regierung die horizontale Heizkostenpauschale aus, mit höheren Zuweisungen für Regionen mit niedrigeren Wintertemperaturen. Die Pauschale umfasst Haushalte, die Heizöl, Erdgas, Strom, Brennholz, Pellets, Flüssiggas und Fernwärme nutzen. Erdgas heizt mittlerweile etwa ein Drittel der griechischen Haushalte, wobei die variablen Haushaltstarife im Vergleich zum September 2025 um 75 % gestiegen sind. Marktschätzungen gehen von Wintergaspreisen zwischen 80 und 85 € pro Einheit aus, mit negativen Prognosen von bis zu 100 € pro Einheit, was einer Kostensteigerung von 20 % bis 40 % für die Verbraucher entspricht. Im Verkehrsbereich wird die Diesel-Subvention von 0,10 € pro Liter bis Oktober 2026 verlängert, während die Gewinnspannenobergrenzen für Treibstoffvermarktungsunternehmen und Tankstellen wieder in Kraft gesetzt werden. Detaillierte operative Bedingungen sollen Anfang nächster Woche von den Ministerien für Finanzen und Energie veröffentlicht werden.


