
Griechenland verkürzt Entscheidungszeit erstinstanzlicher Gerichte von 774 auf 357 Tage, 18 Monate nach Justizreform
Die Zeit für eine erstinstanzliche Entscheidung in Griechenland sank nach der Justizkartenreform im September 2024 um 54 % auf 357 Tage, wobei die Erledigungsquote erstmals die 100 %-Marke überschritt.
Von der Schneckentempo zum EU-Durchschnitt: die Daten
Im Gerichtsjahr 2023-2024 benötigten griechische erstinstanzliche Gerichte durchschnittlich 774 Tage, um ein Urteil zu fällen. Bis 2024-2025 sank diese Zahl auf 383 Tage. Nach 18 Monaten der neuen Justizkarte fiel sie weiter auf 357 Tage – eine Reduzierung um 54 %.
Die durchschnittliche Zeit für eine erstinstanzliche Entscheidung in der EU beträgt 307 Tage, und wir liegen bei 309 Tagen. Damit haben wir das ursprünglich für 2027 gesetzte Ziel bereits erreicht.
- 2023-2024
- 774 Tage
- 2024-2025
- 383 Tage
- 18-Monats-Zeitraum
- 357 Tage
Erledigungsquote überschreitet die 100 %-Schwelle
Die Erledigungsquote – das Verhältnis von erledigten zu neu eingegangenen Fällen – stieg von 86,2 % im Jahr 2023-2024 auf 99,6 % im folgenden Jahr. Über den gesamten 18-Monats-Zeitraum schlossen die Gerichte 618.239 Fälle ab, während 588.339 neue hinzukamen, eine Quote von 105,1 %, was bedeutet, dass das System nun den Rückstand abbaut.
Dies ist keine vorübergehende Verbesserung, sondern eine neue Ordnung der Dinge.
- 2023-2024
- 86.2 %
- 2024-2025
- 99.6 %
- 18-Monats-Zeitraum
- 105.1 %
Athen, der größte Gewinner
Das erstinstanzliche Gericht in Athen, das etwa die Hälfte aller Zivilsachen des Landes bearbeitet, verzeichnete die dramatischste Verbesserung. Die geschätzte Zeit für ein Urteil sank von 1.448 Tagen (fast vier Jahre) im Jahr 2023-2024 auf 478 Tage nach 18 Monaten – etwa 1,5 Jahre.
Der Weg nach vorne
Die Ziele der Regierung sind ehrgeizig. Bis Ende 2027 sollen endgültige Zivilentscheidungen nicht mehr als 750 Tage dauern, was sich dem EU-Durchschnitt von 627 Tagen annähert. Bis 2030 will Griechenland zu den fünf schnellsten Justizsystemen Europas gehören. Die Minister versprachen weitere IT-Upgrades und eine breitere Nutzung alternativer Streitbeilegung.
Alle drei Monate werden sich die Statistiken verbessern, und unser Land wird zu den fünf besten in Europa gehören.


