
Jimmy Gressier holt erste EM-Medaille mit Bronze über 10.000 m in Birmingham
Der französische Weltmeister Jimmy Gressier holte seine erste Europameisterschaftsmedaille mit Bronze über 10.000 m in Birmingham, hinter dem Schweden Andreas Almgren und dem Schweizer Dominic Lobalu.
Gressier sichert sich erste EM-Medaille
Jimmy Gressier holte am Samstag, den 15. August, seine erste Europameisterschaftsmedaille, als er über 10.000 m bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham Bronze gewann. Der 29-jährige Franzose, amtierender Weltmeister über diese Distanz, hatte zuvor nie einen kontinentalen Podestplatz erreicht – Platz 4 in München 2022 und Platz 5 in Rom 2024. Das Bronze beendete eine Serie von knappen Verpassern bei Europameisterschaften. Er überquerte die Ziellinie in 28'07"90, nachdem er auf den letzten 200 Metern beschleunigt hatte, um sich gegen den Italiener Yemaneberhan Crippa durchzusetzen und den dritten Platz zu sichern.
Das Rennen wurde von vorne durch den Schweden Andreas Almgren kontrolliert, der sich zu einem Solo-Sieg absetzte und dem Rest des Feldes keine Chance ließ. Seine Siegerzeit wurde je nach Quelle mit 27'23"44 oder 27'23"50 angegeben. Der Schweizer Titelverteidiger Dominic Lobalu, der Meister der vorherigen Ausgabe, holte Silber in 27'42"67. Gressier kam in 28'07"90 ins Ziel, deutlich hinter dem führenden Duo.
- 4. Platz bei den Europameisterschaften in München
- 5. Platz bei den Europameisterschaften in Rom
- Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Birmingham
Rennverlauf
Almgren gab von Beginn an das Tempo vor, Gressier hielt zunächst mit dem Schweden mit, fiel aber allmählich über die Runden zurück. Dann lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Crippa um die Bronzemedaille, während Almgren und Lobalu sich vorne absetzten. Auf den letzten 200 Metern beschleunigte Gressier, um den toten Punkt gegen den Italiener zu überwinden und sich den dritten Platz zu sichern, trotz einer Zeit, die weit hinter dem führenden Paar lag. Almgrens Sieg war nie gefährdet, der Schwede setzte sich mit einem Solo-Lauf ab, bei dem Lobalu, der Titelverteidiger, den Rückstand nicht aufholen konnte. Almgren beendete das Rennen deutlich vor dem Rest des Feldes und wurde nie ernsthaft um die Goldmedaille herausgefordert.
Von Frustration zum Podest
Gressier kam mit der Enttäuschung über einen vierten Platz über 5.000 m zu Beginn des Wettbewerbs nach Birmingham, wo er knapp hinter seinem Landsmann Etienne Daguinos gelandet war. Dieses Ergebnis hatte seine Geschichte von knappen Verpassern bei Europameisterschaften verlängert. Dem 29-Jährigen gelang es, im richtigen Moment über 10.000 m zurückzukommen. Das Bronze beendete eine Serie von knappen Verpassern, die seine Karriere bei Europameisterschaften über drei Austragungen hinweg geprägt hatten – von München 2022 über Rom 2024 bis Birmingham 2026. Seine Zeit von 28'07"90 lag weit unter seiner Zeit von 28'55"77 in Tokio, allerdings verlief das Rennen in Birmingham in einem von Almgren vorgegebenen Tempo und nicht von Gressier selbst bestimmt.
Französische Präsenz und Medaillenbilanz
Zwei weitere französische Läufer erreichten das 10.000-m-Finale. Baptiste Guyon wurde Fünfter in 28'20"61, Simon Bédart Neunter. Die gemeinsame Präsenz des Trios im Finale verlieh Frankreich Tiefe in dieser Disziplin, obwohl keiner mit Almgren mithalten konnte, dessen Führungsarbeit das Feld hinter sich ließ. Gressier war trotz seines Weltmeisterstatus nicht in der Lage, um die ersten beiden Plätze zu kämpfen, da Almgren und Lobalu sich absetzten. Am Vorabend des Wettbewerbsendes stand Frankreichs Medaillenzahl bei acht, verglichen mit 16 Podestplätzen zwei Jahre zuvor bei den Europameisterschaften in Rom. Die Ausgabe in Birmingham stellt eine geringere Ausbeute für das französische Team dar, wobei Gressiers erste kontinentale Medaille einen individuellen Höhepunkt am vorletzten Tag darstellt.
- Rom 2024
- 16 Medaillen
- Birmingham 2026
- 8 Medaillen


