- 3.05.Auf diesen Tag datierte Nachricht soll Mildon im Gegenzug für eine Spende an das Kennedy Center Zugang zu Trump und zu VIP-Veranstaltungen versprechen
- 9.10.Alina Habba betritt das Oval Office und beschuldigt Grenell, ihren Ehemann getäuscht zu haben
- 19.10.Axios veröffentlicht seinen Bericht über die Vorwürfe und die von Trump angeordnete Prüfung
Die Vorwürfe
Axios berichtet, Rick Grenell, ein hochrangiger Berater von Präsident Donald Trump, stehe innerhalb des Weißen Hauses unter Beobachtung, nachdem der Vorwurf aufgekommen sei, er habe dem türkischen Milliardär Turhan Mildon Zugang zum Präsidenten, zu hochrangigen Vertretern und zu VIP-Veranstaltungen im Gegenzug für eine große Spende angeboten. Dem Bericht zufolge wurde das Angebot im vergangenen Jahr gemacht und ist in einer schriftlichen Nachricht vom 3. Mai 2025 festgehalten. Grenell hat die Anschuldigungen als Lügen bezeichnet und bestreitet, die Nachricht gesendet zu haben. Trump hat eine Prüfung angeordnet, ob Grenell das Vertrauen des Präsidenten missbraucht und eine mögliche Spende in Millionenhöhe an das Kennedy Center, das Grenell damals leitete, unsachgemäß behandelt hat. Beamte bezeichnen die Nachricht als zentrales Beweismittel; die Prüfung läuft über das Büro des Rechtsberaters des Weißen Hauses.
Die umstrittene Nachricht
Axios gibt an, die Nachricht eingesehen zu haben. Darin werde Mildon laut Bericht mitgeteilt, dass Grenell, sobald das Geld bei der Firma eingehe, die Spende für das Kennedy Center arrangieren werde und Mildon an VIP-Veranstaltungen teilnehmen und der Regierung nahekommen könne, sogar dem Präsidenten. Ein zweiter Passus soll im selben Austausch von 2025 an Mildon gerichtet gewesen sein. Darin schreibt Grenell dem Bericht zufolge, die beiden müssten ihn zur „amerikanischen Visage“ in Venezuela machen. Grenell hatte ein separates Amt als Trumps Sondergesandter für Venezuela inne, ein Land, in dem auch Mildon Geschäftsverträge hatte. Axios hat die Echtheit der Nachricht nicht bestätigt; die Ermittler des Weißen Hauses wollen im Rahmen der Prüfung die digitalen Dateien dazu untersuchen.
Die Geldspur
Im Zentrum des Falls steht eine Überweisung von 17,6 Millionen Dollar. Sie ging an Texas Armament & Technology (TXAT), ein in Houston ansässiges Rüstungsunternehmen. Die Seite Mildons erklärt, das Geld sei für zwei Zwecke bestimmt gewesen: ein Softwaregeschäft in der Demokratischen Republik Kongo und eine Spende von rund 5,6 Millionen Dollar an das Kennedy Center, die nie ankam. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte jedoch, die Mittel stammten offenbar nicht von Mildons persönlichem Bankkonto, sondern vom Finanzministerium des Kongo in Kinshasa. Herkunft und genauer Zweck des Geldes werden weiterhin untersucht.
- Überweisung an TXAT, Houston
- 17.6 Mio. USD
- Spende an das Kennedy Center nach Mildons Darstellung
- 5.6 Mio. USD
Daten aus dem Artikeltext
Konfrontation im Oval Office
Am 9. Oktober betrat Alina Habba, eine ehemalige Bundesstaatsanwältin für New Jersey und ebenfalls Beraterin Trumps, sichtlich aufgebracht das Oval Office. Axios berichtet, sie habe Grenell beschuldigt, ihren Ehemann zu einer Spende verleitet zu haben, die das Kennedy Center nie erreicht habe. Habba ist mit Mildon verheiratet. Die Angaben zur Höhe der Spende, die ihr zugeschrieben werden, schwankten – zunächst rund 17 Millionen Dollar, später etwa 6 Millionen. Trump bat den Rechtsberater des Weißen Hauses, Will Scharf, die Angelegenheit zu prüfen. Grenell hält an seiner Darstellung fest, die Vorwürfe seien haltlos und er habe die Nachricht im Zentrum des Streits nicht gesendet.