
YouTuber Greg Guillotin gibt häusliche Gewalt nach Strafanzeige der Ex-Partnerin zu
Der französische Content-Ersteller Greg Guillotin hat eingeräumt, körperliche und psychische Gewalt gegen seine ehemalige Partnerin ausgeübt zu haben, nachdem sie bei der Staatsanwaltschaft in Évry eine formelle Anzeige eingereicht hatte, in der sie Vorfälle zwischen 2019 und 2026 schilderte.
Öffentliches Eingeständnis der Gewalt
Der französische YouTuber und Comedian Greg Guillotin, dessen YouTube-Kanal rund 4,5 Millionen Abonnenten zählt, gab am Samstag, dem 5. September 2026, öffentlich zu, körperliche und psychische Gewalt gegen seine ehemalige Partnerin ausgeübt zu haben. Der 43-jährige Content-Ersteller, bekannt für seine versteckte Kamera-Videos, veröffentlichte als Reaktion auf die gegen ihn eingeleiteten rechtlichen Schritte eine Pressemitteilung. Darin erklärte Guillotin, dass er die Vorwürfe weder bestreiten noch rechtfertigen werde, und drückte seine Reue für sein Verhalten während der siebenjährigen Beziehung aus.
Meine ehemalige Partnerin hat Anzeige gegen mich wegen körperlicher und psychischer Gewalt erstattet. Sie hat sie erlitten. Ich werde sie weder leugnen noch versuchen zu rechtfertigen. Ich schäme mich.
Guillotin fügte hinzu, dass er bereits vor der Trennung psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen und anschließend einen auf die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt spezialisierten Psychologen aufgesucht habe. Er sicherte volle Zusammenarbeit mit den Justizbehörden zu.
Vorwürfe in der Strafanzeige
Die heute 27-jährige Anzeigenerstatterin lernte Guillotin in den sozialen Medien kennen, als sie 19 und er 35 Jahre alt war. Am 17. Juni 2026 reichte sie beim Staatsanwalt des Gerichts von Évry im Département Essonne eine Strafanzeige ein. Die Anzeige schildert wiederholte körperliche Misshandlungen, Beleidigungen, psychologische Manipulation und kontrollierendes Verhalten zwischen 2019 und 2026. Ihr Anwalt Jean-Baptiste Riolacci erklärte, sie habe den Staatsanwälten konkrete Beweise zur Untermauerung ihrer Vorwürfe vorgelegt.
Meine Mandantin hat großen Mut bewiesen, indem sie jahrelange Schläge, Beleidigungen und Herabwürdigungen durch ihren ehemaligen Partner anzeigte, den sie in den sozialen Medien kennengelernt hatte, als sie erst 19 war und er 35.
Laut den von der Agence France-Presse eingesehenen Anzeigenunterlagen ereigneten sich die ersten Schläge im April 2022 in der gemeinsamen Wohnung in der Pariser Vorstadt. Das Dokument beschreibt mehrere weitere Übergriffe im Laufe der Beziehung, darunter einen Tritt während einer Reise auf die Malediven im Dezember 2022, Ohrfeigen und Tritte während einer Reise nach Marokko 2023 sowie einen Faustschlag ins Auge im Jahr 2024.
- Erste Schläge in der gemeinsamen Wohnung in der Pariser Vorstadt gemeldet
- Körperlicher Angriff während einer Reise auf die Malediven gemeldet
- Angriff und Einschüchterung während eines Besuchs in Marokko gemeldet
- Faustschlag ins Auge in der Strafanzeige detailliert beschrieben
- Anzeigenerstatterin reicht Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Évry ein
- Guillotin veröffentlicht öffentliche Erklärung mit Geständnis der Gewalt
Überwachung und rechtlicher Stand
Die Anzeige beschreibt zudem eine permanente häusliche Überwachung in der Wohnung des Paares. Im Jahr vor der Trennung ließ Guillotin Kameras in der gesamten Wohnung installieren, angeblich um einen mit Reparaturarbeiten beauftragten Handwerker zu überwachen. Laut Anzeige wurde das System stattdessen genutzt, um die Bewegungen seiner Partnerin zu verfolgen und sie zu tadeln, wenn sie sich ausruhte, das Beantworten von Nachrichten verzögerte oder Hausarbeiten nicht erledigte. Während der Marokko-Reise 2023 habe Guillotin ihr laut Anzeige eine Müslischale ins Gesicht geworfen, sie geschlagen und fälschlicherweise behauptet, er habe ihr Rückflugticket storniert.
Die Staatsanwaltschaft in Évry bestätigte, dass zum Zeitpunkt der öffentlichen Enthüllung noch keine Ermittlungsbehörde mit dem Fall betraut worden war. Guillotin schloss seine Pressemitteilung mit einer direkten Entschuldigung bei seiner Ex-Partnerin.
Jahrelang habe ich Millionen von Menschen zum Lachen gebracht. Bei mir zu Hause war ich aber auch mehrfach gewalttätig gegenüber der Person, die mein Leben teilte.

