
Erdbeben der Stärke 5 erschüttert Granada, Gebäude beschädigt, aber keine Verletzten
Ein seltenes Erdbeben der Stärke 5 weckte die Bewohner von Granada in Südspanien kurz nach 1:00 Uhr morgens am Samstag, beschädigte Gebäude und verstreute Trümmer auf den Straßen, forderte jedoch keine Toten oder Verletzten.
Das Beben
Ein Erdbeben der Stärke 5 erschütterte am Samstag, den 15. August 2026, gegen 1:40 Uhr morgens den Großraum von Granada in der südspanischen Region Andalusien, wie das Nationale Geografische Institut (IGN) mitteilte. Andere Quellen gaben das Beben kurz nach 1:00 Uhr an. Das Epizentrum lag in der Gemeinde Alhendin, 10 Kilometer südlich von Granada, in einer Tiefe von 2 Kilometern. Das IGN schätzte die Stärke zunächst auf 4,8 und korrigierte sie später auf 5 nach oben. Das Beben war in der gesamten Provinz Granada sowie in den Nachbarprovinzen Jaen, Almeria, Malaga und Cordoba zu spüren.
Schäden und Notfallmaßnahmen
Das Erdbeben verursachte Sachschäden, aber keine Verletzten. In Gebäuden traten Risse auf, Gesimse und Mauern stürzten ein, und Trümmer bedeckten die Straßen von Granada. Von spanischen Medien geteilte Bilder zeigten Schutt und Autos mit eingeschlagenen Fenstern. Besonders betroffen war die Gemeinde Armilla südlich von Granada, wo Schäden an Fassaden und Dächern gemeldet wurden. Der Notruf 112 erhielt nach Angaben von ANSA rund 100 Anrufe. Die Feuerwehr verzeichnete 300 Anrufe und führte 85 Einsätze durch, hauptsächlich im Süden Granadas und im Großraum. Die andalusischen Rettungsdienste meldeten getrennt mehr als 200 Anrufe aus der gesamten Region, darunter aus Sevilla, Cordoba und den Urlaubsorten an der Costa del Sol.
- Drei kleinere Erdbeben treffen dasselbe Gebiet um Granada
- Erdbeben der Stärke 5 trifft Alhendin, 10 km südlich von Granada, in 2 km Tiefe (ursprünglich auf 4,8 geschätzt)
- Nachbeben der Stärke 2,6 mit Epizentrum in Gojar registriert
Offizielle Entwarnung
Granadas Bürgermeisterin Marifran Carazo wandte sich auf der Social-Media-Plattform X an die Einwohner.
Es wurden weder Opfer noch ernsthafte und weit verbreitete strukturelle Schäden gemeldet. Vereinzelte Schäden werden derzeit begutachtet, insbesondere an gefährdeten Gebäuden.
Antonio Sanz, der oberste Katastrophenschutzbeauftragte der Region Andalusien, bestätigte, dass es keine ernsthaften strukturellen oder materiellen Schäden und keine Verletzten gebe. Er stellte klar, dass die Alhambra, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende mittelalterliche islamische Palast und Sitz des letzten muslimischen Königreichs Spaniens, in keiner Weise betroffen sei. Sanz mahnte zur anhaltenden Wachsamkeit, da Gebäude inspiziert würden und Nachbeben möglich blieben, und wies darauf hin, dass das letzte Erdbeben dieser Stärke in Andalusien 1955 stattgefunden habe.
Es gibt keine ernsthaften strukturellen Schäden, keine ernsthaften materiellen Schäden und keine Verletzten.
Erfahrungen der Anwohner
Das Beben weckte mitten in der Nacht Bewohner in der gesamten Gegend. Marta Mayorga Fernandez, eine Bewohnerin von Huétor Vega, einem Vorort von Granada, sagte dem öffentlich-rechtlichen Sender RTVE, dass die Erschütterungen stark genug waren, um ihren Haushalt zu wecken. Sie berichtete, an vielen Orten seien Türfassaden beschädigt gewesen, und Freunde hätten Fotos von Gegenständen geteilt, die aus Regalen gefallen waren.
Wir haben die Erschütterungen wirklich gespürt, sie waren so stark, dass wir aufwachten. Wir waren hier zu Hause und ein wenig in Panik, am ganzen Körper, meine Arme zitterten immer noch.
Sanz sagte, es sei eine Telefonleitung eingerichtet worden, um den Bewohnern bei Ängsten und Nervosität zu helfen. Die Rettungsdienste riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf, sich von Fassaden, Gesimsen, Balkonen und Mauern fernzuhalten, die einstürzen könnten, und Gebäude ohne triftigen Grund weder zu betreten noch zu verlassen.
Seismologischer Kontext
Kleine Erdbeben sind in Andalusien, Spaniens bevölkerungsreichster Region, nicht ungewöhnlich, erreichen aber selten die Stärke 5. Das gleiche Gebiet war bereits am Freitag, den 14. August, von drei kleineren Erdbeben erschüttert worden. Sechs Minuten nach dem Hauptbeben wurde ein Nachbeben der Stärke 2,6 mit Epizentrum in Gojar registriert.


