Erdbeben der Stärke 3,6 erschüttert Großraum Granada – keine Verletzten oder Schäden gemeldet
Ein flaches Erdbeben der Stärke 3,6 traf am Sonntagnachmittag Armilla, südöstlich von Granada, und erschütterte ein Dutzend Gemeinden, verursachte jedoch weder Verletzte noch Gebäudeschäden. Dem Beben folgten innerhalb einer Stunde zwei kleinere Nachbeben.
Das Hauptbeben
Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, um 15:39 Uhr Ortszeit erschütterte ein Erdbeben der Stärke 3,6 den Großraum Granada in Südspanien. Das Nationale Geographische Institut (IGN) lokalisierte das Epizentrum südöstlich von Armilla, einer an die Hauptstadt angrenzenden Gemeinde, und gab es an der Oberfläche an – null Kilometer Tiefe. Diese extreme Flachheit verstärkte die gefühlte Intensität; Anwohner beschrieben es als einen scharfen, kurzen Ruck, der einige Sekunden dauerte. Das IGN meldete das Beben zunächst mit einer Stärke von 3,7 und einem Epizentrum in Ogíjares, korrigierte aber nach Neuberechnung sowohl die Stärke als auch das Epizentrum. Der Katastrophenschutz gab vorübergehend eine vorläufige Stärke von 4,4 an, doch der offizielle IGN-Wert von 3,6 blieb bestehen. Die Notrufzentrale 112 bestätigte, dass weder Personenschäden noch Sachschäden verzeichnet wurden.
Nachbeben und frühere Beben
Minuten nach dem Hauptbeben ereignete sich um 15:46 Uhr ein Nachbeben der Stärke 1,7, ebenfalls mit Epizentrum in Armilla, aber in sechs Kilometern Tiefe. Ein zweites flaches Nachbeben der Stärke 2,0 erschütterte Alhendín um 16:11 Uhr. Die Provinz hatte bereits früher am Tag schwächere seismische Aktivität verzeichnet: Zwei Erdbeben der Stärke 1,6 trafen nahe Loja, westlich von Granada, um 12:39 und 13:18 Uhr.
- Erdbeben der Stärke 1,6 nahe Loja
- Erdbeben der Stärke 1,6 nahe Loja
- Hauptbeben: Stärke 3,6, Epizentrum in Armilla, Tiefe 0 km
- Nachbeben: Stärke 1,7, Epizentrum in Armilla, Tiefe 6 km
- Nachbeben: Stärke 2,0, Epizentrum in Alhendín, geringe Tiefe
Reaktion und Sicherheit
Die Notrufnummer 112 erhielt 44 Anrufe von Anwohnern aus zehn Gemeinden: Granada-Stadt, Monachil, Huétor-Vega, Maracena, Alhendín, Ogíjares, Cúllar Vega, Vegas del Genil, La Zubia und Armilla. Die Einsatzkräfte bestätigten, dass keine Schäden mit dem Beben in Verbindung standen. Die Notfallagentur von Andalusien (EMA) wiederholte ihre Standard-Selbstschutzempfehlungen für Erdbeben und riet Haushalten, einen Erste-Hilfe-Kasten bereitzuhalten und zu wissen, wie man im Notfall Gas, Wasser und Strom abschaltet.
Regionaler seismischer Kontext
Die Provinz Granada ist eine der seismisch aktivsten Regionen Spaniens und liegt nahe der Kollisionszone der eurasischen und afrikanischen tektonischen Platten. Der Juli 2026 war ein besonders unruhiger Monat: Frühere nennenswerte Beben wurden in Montillana, nahe der Grenze zur Provinz Jaén, und in Gorafe, in der Comarca Guadix, registriert. Das Beben der Stärke 3,6 am Sonntag war, obwohl moderat, eines der stärksten, die seit mehreren Wochen im Großraum zu spüren waren, verursachte jedoch keine strukturellen Schäden, was mit der langjährigen baulichen Vorsorge der Provinz für kleinere seismische Ereignisse übereinstimmt.

